30.08.2018 - 13:59 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Das Moderne Theater kehrt zu seinen Wurzeln zurück

„Sein oder Nichtsein, das ist hier die Frage“. Den Satz legt William Shakespeare dem Prinzen von Dänemark in "Hamlet" in den Mund. Das neue Theaterstück des MTT heißt „Sein oder Nichtsein“, mit Shakespeare hat es aber nichts zu tun.

Anfang September beginnen die Proben auf der Kettelerhaus-Bühne. Unser Bild die drei Hauptdarstellerinnen nach einem Inszenierungsgespräch mit Regisseur und Produktionsleitung. Von links: Manfred Grüssner, Lilly Melzer, Janka Hannemann-Mathes, Florian Winklmüller und Petra Sommer-Stark.
von Norbert Grüner Kontakt Profil

(tr) Lediglich das bekannte Zitat spielt eine große Rolle in der Tragikkomödie, die vom MTT inszeniert wird. Zum Stück: Warschau 1939, kurz vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs. Das Theaterensemble um Joseph Tura (Florian Winklmüller) und dessen Frau Maria (Petra Sommer-Stark), muss auf Druck der Regierung von Polen ein antifaschistisches Stück absetzen - stattdessen steht nun Hamlet auf dem Spielplan.

Schauspielerisches Talent

Tura ist total empört, dass sich ein Zuschauer während seines Monologs aus dem Saal entfernt. Was er nicht weiß: Es handelt sich um Sobinski (Stefan Malzer), einen Bomberpiloten, der sich unsterblich in Maria, seine Frau, verliebt hat. Wenig später bricht der Zweite Weltkrieg aus und Warschau wird bombardiert und nichts ist mehr, wie es war. Sobinski wird nach England berufen und deckt dort einen ungeheuerlichen Spionage-Skandal auf. Von Sobinski gewarnt, hecken die Turas einen Plan aus, der ihr ganzes schauspielerisches Talent erfordert.

"Eine teilweise turbulente Komödie mit Tiefgang, die große Anforderungen an das Schauspielerteam stellt", erklärt Regisseur Manfred Grüssner. Neben den altbekannten Schauspielern des MTT wird das Publikum in den Hauptrollen auch viele neue Gesichter zu sehen bekommen.

Florian Winklmüller obliegt neben der Hauptrolle auch die Produktionsleitung. Als Produktionsassistent steht ihm Anton Beer zur Seite, der auch für den technischen Bühnenbau verantwortlich ist. Regie führt Manfred Grüssner, seine Assistentin ist Stephanie Ohle. Die Licht- und Tontechnik liegt in den bewährten Händen von Karl und Tobias Schwägerl unter Mithilfe von Klaus Burkhard.

Laut Grüssner steht diese Theateraufführung unter dem Motto "Zurück zu den Wurzeln des MTT während seiner Anfänge im alten Luitpold-Theater. Dies bedeute ein kammerspielartiges Bühnenbild, und dass im Kettelerhaus pro Aufführung höchstens 250 Zuschauer eingelassen werden.

Fünf Aufführungen

Der Kartenvorverkauf beginnt Anfang September. Der genaue Termin wird im Neuen Tag bekannt gegeben. Premiere ist am Donnerstag, 8. November um 19.30 Uhr. Weitere Aufführungen finden am 10., 16., 17. und 18. November, jeweils um 19.30 Uhr statt.

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