Das Wichtigste vorweg: Die Müllgebühren im Landkreis bleiben stabil. Andreas Meyer, Sachgebietsleiter des Abfallwirtschaftszentrums Steinmühle, sagte bei der Sitzung des Ausschusses für Abfallwirtschaft, Landwirtschaft, Umwelt und Energie: „Die Müllgebühren müssen aktuell nicht angepasst werden, die nächste Neukalkulation steht erst wieder 2028 an.“
Der Landkreis Tirschenreuth führt die Abfallwirtschaft und die Reststoffdeponie seit 1. Januar 1998 als eigenbetriebsähnliche Einrichtung. Im vergangenen Jahr wurde die Betriebssatzung des Abfallwirtschaftszentrums überarbeitet und damit die seit 1997 geltende Satzung ersetzt. Die Deponieeinnahmen lagen 2025 bei 2,1 Millionen Euro. Höhere Erträge als geplant wurden durch hohe Altpapier- und Altmetallpreise erzielt. Meyer geht von gleichbleibenden Einnahmen, aber steigenden Kosten für die kommenden Jahre aus. Aufgrund der laufenden Defizite rechnet er mit einer Erhöhung der Müllgebühren bei der Neukalkulation 2028. Landrat Roland Grillmeier machte deutlich: „Wir haben mit die günstigsten Müllgebühren in ganz Bayern, wir arbeiten wirtschaftlich.“
Restmüll leicht rückläufig
Abfallberater Michael Strobel gab den Jahresbericht für den Fachbereich Abfallwirtschaft. Das jährliche Restmüllaufkommen ist leicht rückläufig; im vergangenen Jahr wurden pro Einwohner 132,51 kg eingesammelt. Beim „Gelben Sack“ und beim Sperrmüll gab es ein leichtes Plus an abgegebenen Sachen. Bezüglich Elektroschrott sagte Strobel: „Alles, was Kabel und einen Stecker hat, ist Elektroschrott.“ Seit Februar 2017 fährt der Landkreis zudem pflanzliche Küchen- und Gartenabfälle im 14-tägigen Rhythmus ab. Erfreulich ist, dass die Anzahl der gemeldeten Gefäße weiter ansteigt. Zu Jahresende 2025 waren 5465 Gefäße zur Biotonnen-Abfuhr gemeldet, was einer Steigerung von fast fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht.
Ein Thema waren auch die Altglas-Container. Aktuell gibt es im Landkreis 126 solcher Container. Derzeit ist die Firma Magnitz mit der Aufstellung und Entleerung der Container beauftragt, wobei die Menge seit Jahren nahezu gleich bleibt. Geringer sind im vergangenen Jahr die Anlieferungen für die Reststoffdeponie ausgefallen. Im vergangenen Jahr wurden 23.537 Tonnen angeliefert, ein Jahr zuvor waren es noch 31.740 Tonnen. Kreisrat Josef Schmidt (Bündnis 90/Die Grünen) fragte erneut nach der Möglichkeit einer Gelben Tonne, die die Gelben Säcke ersetzen könnte. „Das haben wir doch schon mehrmals diskutiert und immer einstimmig abgelehnt“, sagte der Landrat. Werner Nickl fand es leid, immer wieder über das gleiche Thema zu diskutieren.
51 Altkleidercontainer
Stefanie Malzer vom Abfallwirtschaftszentrum sprach das Thema Altkleidercontainer an. Insgesamt stehen landkreisweit 51 solcher Sammelcontainer. „Wenn es in Kommunen Probleme gibt, sollen sie sich im Abfallwirtschaftszentrum melden“, sagte sie. Jedes Kleidungsstück wird dann sortiert, ob es zur Weiterverwendung oder als Müll eingestuft wird. Josef Schmidt machte in diesem Zusammenhang klar, dass Baumwolle ein wertvoller Wertstoff für die Weiterverwendung ist.
Lukas Faltenbacher vom Landratsamt stellte die Energieberatungskampagne mit dem etz (Energie-Technologisches Zentrum) und Yusuf Gökcel, Geschäftsführer der etz Nordoberpfalz, sich vor. Faltenbacher berichtete über den Digitalen Energienutzungsplan und nannte als Ziel die Klimaneutralität. „Wir sind Ansprechpartner der Kommunen“, sagte Faltenbacher. Yusuf Gökcel stellte das etz als Technologisches Zentrum vor. Als brisant bezeichnete er das Thema Heizungstausch, ein Großteil der Menschen habe Heizungen, die zwanzig, dreißig Jahre oder noch älter sind.













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