18.02.2019 - 17:24 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Musikalische Verneigung

An diesem Konzert hätte Maximilian Schnurrer sicherlich viel Freude gehabt. Und das nicht nur, weil die Auswahl der Stücke so ganz nach seinem Geschmack war.

Das Akkordeon-Ensemble.
von Autor ZCHProfil

Viele Besucher kamen am Samstag zum Konzert in Erinnerung an Maximilian Schnurrer (1941-2017) ins Kettelerhaus. Er war der erste Leiter und hat der Einrichtung lange seinen Stempel aufgedrückt. Die Idee zu dieser Veranstaltung stammte von Dr. Susanne Holm, einer ehemaligen Schülerin Schnurrers. Sie ist mittlerweile Lehrerin am musischen Gymnasium in Marktoberdorf. Musikschulleiter Tobias Böhm sagte in seiner Begrüßung, dass sie mit ihrer Idee bei der Musikschule offene Türen eingerannt habe. Besonders freute er sich über die Teilnahme von Ehefrau Marianne Schnurrer (Akkordeon), sowie seiner Kinder Bodil (Violine) und Niko (Gesang, Gitarre). Böhm würdigte die vielfältigen Errungenschaften Schnurrers für die Kreismusikschule. Dazu gehört neben der Gründung des Fördervereins MuT auch die Partnerschaft zu der Grundkunstschule in Sokolov (CZ), mit der seit vielen Jahren Konzerte und Musikfreizeiten veranstaltet werden.

Geboten war ein nicht immer einfach zu verdauendes Programm mit Werken, Instrumenten und Ensembles, die der Musiker und Pädagoge besonders geschätzt, bzw. unterrichtet hatte. Akkordeon mit zeitgenössischer Musik bot mit Bravour Susanne Holm mit drei Stücken aus "Poesien op. 35" von Sigfrid Karg-Ehlert zur gekonnten Klavierbegleitung von Jakob Schröder. Das Akkordeon-Lehrerensemble (Viktor Ehlscheidt, Alois Fischer, Jakob Gebert, Viktoria Obermeier, Marianne Schnurrer, Susanne Holm als Gast) wartete mit einem "Gebet" aus der Gothischen Suite op. 25 von Leon Bo ëllmann auf. Unter der Leitung von Viktoria Obermeier spielte das Akkordeonorchester der Kreismusikschule eine "Pavane" (Gabriel Fauré) und "Invierno porteño" (Astor Piazzolla).

Besonders viel Befall bekamen die Beiträge von Bodil und Niko Schnurrer die "Menuett, Sarabande, Bourée, Menuett" von Johann Caspar Ferdinand auf Violine und Gitarre mit großem Einfühlungsvermögen spielten. Höhepunkt waren aber zweifellos "Die Toten von Spoon River" von Wolfgang Jacobi, die Niko Schnurrer mit großartiger Stimme und hinreißender Mimik und Gestik sang. Begleitet wurde er souverän von Susanne Holm am Akkordeon.

Auch der Kammerchor, den Max Schnurrer zu einem großartigen Aushängeschild der Kreismusikschule gemacht hatte, gab etliche Lieder von Max Reger, Wolfgang Jacobi und Hans Kößler zum Besten. An vergangene Glanzleistungen kommt der Chor inzwischen nicht mehr heran, aber die Variationen über "Die launige Forelle" von Franz Schöggl wurden mit viel Beifall bedacht. Die "Forelle Oberpfalz" von Max Schnurrer mit viel "hou-hou-hou und döi-döi-döi" zeigte den Humor des Pädagogen.

Carol Bischoff, stellvertretende Leiterin der Kreismusikschule präsentierte eine Gedenktafel, die in den Räumen der Schule im Landratsamt hängen wird.

Das Akkordeon-Ensemble.
Der Kammerchor.
Carol Bischoff mit Gedenktafel.
Jakob Schröder und Susanne Holm.
Susanne Holm.
Das Lehrer-Ensemble.
Kammerchor und Akkordeonensemble der Lehrer
Niko und Bodil Schnurrer.
Susanne Holm.
Niko Schnurrer.
Obermeier, Ehlscheid, Gebert, Schnurrer, Fischer.
Tobias Böhm und Susanne Holm.

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