21.07.2021 - 13:14 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Netzwerk Inklusion im Landkreis Tirschenreuth: Führungswechsel im Inklusionsbeirat

Wolfgang Lippert (links) wurde nach vier Jahren aus dem Amt des Vorsitzenden des Inklusionsbeirats verabschiedet, sein Nachfolger wurde Roland Grillmeier (Mitte). Buchgeschenke überreichte Christina Ponader.
von Josef RosnerProfil

Vier Jahre lang stand der frühere Landrat Wolfgang Lippert an der Spitze des Inklusionsbeirates. Jetzt wurde er offiziell verabschiedet. Neuer Vorsitzender ist sein Nachfolger im Amt, Landrat Roland Grillmeier.

„Herr Lippert, auch wenn Sie zu den eher sehr sympathischen Menschen gehören, die nicht viel Aufhebens um sich machen, ein bisschen Würdigung muss schon sein“, sagte Friedrich Wölfl. Er sprach von einer angesehenen Persönlichkeit und bezeichnete die Verbindung zwischen Inklusion und dem Landrat als glücklich. Wölfl verglich den Inklusionsgedanken mit einer Schnecke. „Sie hat Geduld, bleibt unaufgeregt. Die Inklusion hat ein bestimmtes Ziel, eine möglichst inklusive Gesellschaft. Auf den Weg dorthin braucht es Menschen, die ihr den Weg erleichtern, Steine und Felsbrocken beiseite räumen. Und die Inklusion braucht solidarische Menschen, die sie in schwierigen Zeiten stützen“, sagte er. „Denn die Inklusion ist, wie die Schnecke, sehr verletzlich und sehr feinfühlig.“

Wolfgang Lippert sei vier Jahre lang als Vorsitzender des Inklusionsbeirats diesem Gedanken sehr verbunden gewesen. „Sie als gelernter Pädagoge haben das Thema von Anfang an sehr ernst genommen und dank Ihrer persönlichen Autorität und der Vielzahl Ihrer Kontakte vieles ermöglicht und erleichtert.“ Wölfl zählte einiges auf, das in die Amtszeit von Lippert fiel. „Sie haben mitgeholfen, das Netzwerk Inklusion mit Christina Ponader zu stabilisieren. Ein Herzensanliegen war Ihnen das Thema Inklusion und Schule, Sie haben den Runden Tisch gefördert und dem inklusiven Gedanken wieder Raum gegeben.“ Abschließend meinte Wölfl: „Sie als Landrat haben viele Impulse gegeben. Sie haben häufig dem Gedanken der Inklusion Wege geebnet und geholfen, so manches Hindernis aus dem Weg zu räumen. Dafür ein Dankeschön und Vergelt's Gott.“

Landrat Roland Grillmeier dankte Lippert und auch seinem Vorgänger Karl Haberkorn für ihre Leistungen, mit dem sie die Inklusion im Landkreis nach vorne gebracht haben. „Unser Landkreis hat Dank dieser beiden Herren eine Vorreiterrolle in Sachen Inklusion in ganz Bayern inne.“ Dank galt den Netzwerkpartnern, die bei der Inklusion mitwirken.

Als Motor des Netzwerk Inklusion bezeichnete Grillmeier Christina Ponader, die mit immer neuen Ideen das Netzwerk am Laufen halte. „Wir müssen weiter in die Gesellschaft und in die Schulen hineinwirken“, sagte er. Abschließender Dank galt Wolfgang Lippert, der mit Ruhe, Sorgfalt und Gewissenhaftigkeit dieser Aufgabe nachgekommen sei. „Und diese Arbeit will ich gerne fortsetzen. Eine Inklusion ist nie am Ziel, wir müssen weiter Barrieren und Hindernisse abbauen.“

Kurz blickte Lippert auf den Beginn des Netzwerks Inklusion zurück, das vor genau zehn Jahren mit Karl Haberkorn als Vorsitzendem startete. Lippert dankte seinem Amtsvorgänger: „Du gabst die entscheidenden Impulse, den Inklusionsgedanken im Landkreis nach vorne zu bringen.“ 2015 kam Christina Ponader hinzu: „Sie ist ein toller Meilenstein, die Inklusion weiter voran zu bringen.“ In den folgenden Jahren habe die Resonanz in der Öffentlichkeit zugenommen, das Interesse der Schulen sei gestiegen und auch der Bereich Arbeitswelt sei gewachsen. Weiterer Meilenstein war 2017, als die Inklusionsbeiräte der Stadt Mitterteich und des Landkreises zusammengelegt wurden und fortan gemeinsam arbeiteten. 2018 lief die Förderung für das Projekt „Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth“ aus. „Trotz Haushaltskonsolidierung war schnell klar, dass der Landkreis den Inklusionsgedanken, der gerade zu wurzeln begann, weiter fördern wird.“ Lippert dankte besonders Christina Ponader und sprach von einer Idealbesetzung. „Sie treibt unermüdlich an, organisiert und hat Ideen. Es ist ihr gelungen, den Inklusionsgedanken im Landkreis breit aufzustellen." Weiter sagte Lippert: „Dass der Landkreis als Modellregion für die Oberpfalz ausgewählt wurde, um Inklusion an Kiga und Schule weiterzuentwickeln, zeigt, dass wir in der richtigen Spur sind.“

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