Tirschenreuth
06.11.2026 - 08:00 Uhr

Neue Egerland-Ausstellung im Museumsquartier in Tirschenreuth

7. November 2026, 11 Uhr: Die Ausstellung „Egerland: Heimat im Herzen“ zeigt Erinnerungskultur und Heimatverbundenheit. Zu sehen ist sie im Museumsquartier Tirschenreuth.

Egerländer Tracht Bild: Ronja Storch / Stadt Tirschenreuth
Egerländer Tracht

Die Ausstellung „Egerland: Heimat im Herzen“ gibt Einblick in die verschiedenen Ausdrucksformen der Erinnerungskultur. Das Egerland war einst geprägt von einer einzigartigen kulturellen Identität. Mit der Vertreibung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erlebten viele Menschen einen schmerzhaften Verlust, der ein Leben lang nachwirkt.

Ab Samstag, 7. November, ist die Ausstellung um 11 Uhr im Museumsquartier Tirschenreuth zu sehen. Bis 31. Januar 2027 läuft sie dort zu den regulären Öffnungszeiten von Dienstag bis Sonntag, 11–17 Uhr.

Eine besondere Rolle spielt die Egerländer Tracht als Ausdruck der Erinnerungskultur. Die in ihren Details vielfältigen und charakteristischen Kleidungsstücke sind Leihgaben der „Eghalanda Gmoin“. Ebenso eingebunden ist die im Museum etablierte Fachabteilung Plan-Weseritz mit zahlreichen Alltagsgegenständen aus dem Egerland.

Einen weiteren Höhepunkt bildet der Nachlass des Malers Franz Wurtinger (1916–2004). In Plan geboren, vertrieben und später in Kaufbeuren sesshaft geworden, setzte er sich über Jahrzehnte künstlerisch mit der ehemaligen Heimat auseinander. Seine geretteten Kinderzeichnungen gelten als historisches Zeitdokument zum bäuerlichen Leben vor dem Zweiten Weltkrieg. Seine Landschaftsbilder entstanden bei vielen Reisen nach Böhmen oder ins bayerische Grenzgebiet. Ergänzt wird die Ausstellung durch einzelne Gemälde des Malers Erich Werner (1939–2016) sowie durch böhmische Kastenkrippen der Krippenfreunde Tirschenreuth.

Zum Begleitprogramm gehören ein Dokumentarfilm am Dienstag, 24. November, um 14.30 Uhr, ein Erzählcafé am Sonntag, 6. Dezember, um 14.30 Uhr, ein Singnachmittag am Mittwoch, 16. Dezember, um 14.30 Uhr, ein Familiennachmittag am Sonntag, 10. Januar 2027, um 13 Uhr sowie ein weiterer Dokumentarfilm am Dienstag, 26. Januar 2027, um 14.30 Uhr.

Eintritt frei. Das gilt auch für alle Veranstaltungen des Begleitprogramms.

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.

Zum Fortsetzen bitte

Sie sind bereits eingeloggt.

Um diesen Artikel lesen zu können, benötigen Sie ein OnetzPlus- oder E-Paper-Abo.