14.07.2020 - 13:37 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Neue LED-Beleuchtung im Stadtgebiet

Die Mitarbeiter des städtischen Bauhofs rüsteten insgesamt 418 Straßenlaternen von Röhrenlangfeldleuchten auf moderne LED-Leuchten um. Das spart nicht nur Strom, sondern ist auch gut für die Umwelt.

Die Bauhofmitarbeiter Manfred Bauer und Stefan Raupach (von links) tauschten im Stadtgebiet insgesamt 418 alte Leuchtstoffröhren aus. Dort strahlen jetzt moderne LED-Leuchten. Bürgermeister Franz Stahl und stellvertretender Bauhof-Leiter Michael Dörfler begutachten das Werk.
von Lena Schulze Kontakt Profil

Die alten Leuchtstoffröhren im Tirschenreuther Stadtgebiet haben nach 40 Jahren ausgedient. Insgesamt 418 alten Röhrenlangfeldleuchten ersetzten die Bauhofmitarbeiter Manfred Bauer und Stefan Raupach durch moderne LED-Leuchten. Um eine Lampe auszutauschen brauchten sie etwa 30 Minuten. Bürgermeister Franz Stahl machte sich vom Ergebnis vor Ort ein Bild.

Ständig Reparaturen notwendig

Die alten Langfeldleuchten hatten einen Verbrauch von rund 96 Watt je Leuchte, was bei 418 Leuchten einen jährlichen Verbrauch von rund 160 500 Kilowattstunden bedeutete. Zudem mussten die Bauhofmitarbeiter fast wöchentlich ausrücken, um bei einer der Leuchten etwas zu reparieren, wusste stellvertretender Bauhof-Leiter Michael Dörfler.

Bei den neuen LED-Leuchten liegt der Verbrauch bei je 18 Watt je Leuchte. Das bedeutet einen wesentlich geringeren Verbrauch von 30.100 Kilowattstunden. "Eine Lampe spart 60 Euro", erklärte Bauhofmitarbeiter Manfred Bauer. Die neuen LED-Leuchten sparen enorm viel Strom und brauchen keine Wartung, fasst Bauer zusammen.

Insgesamt sind laut dem Bauhofmitarbeiter damit mindestens 80 Prozent der Straßenleuchten im Stadtgebiet auf LED umgerüstet. Die Leuchten mit dem größten Verbrauch seinen nun alle wegrationalisiert. Noch vor rund zehn Jahren verbrauchte man fast viermal so viel Kilowattstunden Strom als heute, wusste er. Und das, obwohl etwa im Gewerbegebiet mehr Straßenlaternen dazugekommen sind.

Umweltfreundliche Leuchten

Die Lebensdauer der modernen LED-Leuchten liegt bei 100.000 Stunden. Das entspricht einer Zeit von etwa 25 Jahren. Bürgermeister Franz Stahl zählt weitere positive Effekte der Umrüstung auf: Weil die neuen warm-weiß leuchtenden Lampen von der Farbtemperatur anstatt 4000 Kelvin nur noch 3000 Kelvin hell leuchten, werde die innerstädtische Lichtverschmutzung verringert. Auch für die Umwelt ist die Umrüstung auf LED-Leuchten besser: Insekten werden durch die geringere Lichtstrahlung weniger beeinflusst und angelockt.

Die Gesamtinvestition beträgt 66.000 Euro. Innerhalb von drei Jahren sollen sich die Leuchten amortisiert haben. Die Austausch-Maßnahme wurde mit 15.000 Euro aus den Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative gefördert. Mit dieser Initiative initiiert und fördert das Bundesumweltministerium seit 2008 zahlreiche Klimaschutzprojekte.

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Die alten Röhrenlangfeldleuchten haben ausgedient. Bürgermeister Franz Stahl und Bauhofmitarbeiter Manfred Bauer (von links) präsentieren auf der Hebebühne die neuen LED-Leuchten.
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