26.09.2021 - 10:52 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Neues Rathaus in Tirschenreuth nimmt Konturen an

Der Blick vom Dachboden des neuen Rathauses reicht bis hinüber zum Steinwald. Doch beeindrucken kann auch die Sicht auf den neuen Verwaltungstrakt.

Vom Gerüst am Hauptgebäude des neuen Rathauses bietet sich ein Überblick über die neuen Bereiche. Rechts die Räume für öffentliche Toilette und die Verwaltung, ober wird noch ein zweites Stockwerk aufgesetzt. Hinten wird einmal der Rathaussaal entstehen. Die linke Seite des Areals nimmt der Innenhof ein. Ihn trennt einmal eine Mauer vom Nachbargrundstück.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Lange Zeit haben die Arbeiten an der Tiefgarage des neuen Rathauses die Kräfte gebündelt. Doch in den vergangenen Monaten haben das ehemalige "Ruffing-Haus" am Marktplatz sowie der Neubau im hinteren Bereich gewaltige Fortschritte verzeichnet. Die Rohbauten sollen noch in diesem Jahr entsprechend dem Bauzeiten-Plan realisiert werden. Ein Zwischenbesuch auf der Baustelle vermittelt bereits einen ersten Eindruck vom neuen Verwaltungszentrum am oberen Marktplatz. Erkennen lassen sich auch schon die ersten Mauern des Sitzungssaals.

Mit "Stahl-Helm"

Während sich dem Betrachter gerade durch den Dachstuhl ein besseres Bild des Projekts vermittelt, ist der Blick auf die neuen Anlagen eher verbaut. Und hinein in die Baustelle, wie es Bürgermeister Franz Stahl als Hausherr durchaus mal kann, darf der interessierte Bürger nicht. Bei der Visite ist das Stadtoberhaupt ganz vorschriftsmäßig mit Kopfschutz ausgestattet. Da hat einer kurzerhand "Stahl-Helm" drauf geschrieben: Der Helm wird Franz Stahl wohl bleiben.

Reizvoller Blick

Im Erdgeschoss des Altbaus an der Marktplatzseite soll die Tourist-Info einmal eine passende und auch geräumige Unterkunft finden. Neben den öffentlichen Bereichen werde auch ein Besprechungsbereich für die Einrichtung mit eingeplant, schildert der Bürgermeister. Im Obergeschoss, das auch durch einen Aufzug zu erreichen ist , können sich die Mitarbeiter des Stadtbauamtes auf moderne und funktionelle Räume freuen. Reizvoll ist dabei der Blick hinüber auf die Kirchenseite, wenn auch die Mitarbeiter für diese Ablenkung wohl kaum Zeit finden werden, beurteilt der Bürgermeister das Arbeitspensum. Darüber finden sich die weiträumigen Flächen des Dachbodens. Viel Platz, der aber eine eher ruhige Zone werden soll. Nach den Plänen werden in dieser Etage die Akten und Unterlagen der Registratur eine Heimat finden.

Neubau an Kirchenseite

Auf der Baustelle bietet sich aktuell auch ein interessanter Blick auf die Bautätigkeit im hinteren Bereich. Auf der Kirchenseite wächst dort das Erdgeschoss des Anbaus, mit Bereichen für die öffentliche Toilette sowie für Besprechungsräume und Büros, etwa für den Stadtförster. Darüber soll einmal die Stadtkämmerei einziehen. Gerade für Kämmerei und Bauamt seien die neuen Räume kein Luxus, verweist Franz Stahl auf die aktuelle Unterkunft. Dort weitere Investitionen vorzunehmen, hatte der Stadtrat schon in der Vergangenheit als wenig sinnvoll abgetan.

Der Blick auf die Baustelle zeigt auch die ersten Säulen, die an der Hofseite die Besucher nach hinten lenken. Denn als abschließender Querbau wird einmal der neue Sitzungssaal nicht nur Raum für die Treffen des Stadtrates bieten.

Bis der Sitzungssaal in die Höhe wächst, muss Franz Stahl aber noch warten. Der Rohbau wird wohl erst 2022 abgeschlossen. Was ihm Zeit gibt, den fantastischen Ausblick über die Stadt in Richtung Steinwald zu genießen. Auch hinüber zum Kirchturm bietet sich vom Gerüst aus eine tolle Perspektive. Später einmal wird Stahl den auch nur als Gast geboten bekommen, denn sein Büro bleibt an gewohnter Stelle im alten Rathaus. Für den "göttlichen Ratschlag" aber ist das allemal nahe genug.

Hebfest am Dienstag

Der Baufortschritt am Rathaus II wird am Dienstag auch durch ein kleines Hebfest dargestellt. Mit dabei sein werden Vertreter der Firmen und natürlich des Stadtrats. Danach gibt's eine kleine Brotzeit.

Im Frühjahr 2020 war von den Neubauten noch nichts zu sehen

Tirschenreuth
In bester Lage am Marktplatz wird die Tourist-Info im Erdgeschoss des neuen Rathauses untergebracht.
Der Dachboden im "Rathaus II" beeindruckt auch Bürgermeister Franz Stahl. Vorgesehen sind die höheren Etagen allerdings nur für die Registratur.
Künftig direkte Nachbarn sind Kirche und Rathaus. Der Blick wird Franz Stahl so aber nur in der Bauzeit geboten. Der Bürgermeister behält sein Büro im alten Rathaus - und damit auch etwas Distanz zum Glockenklang.
So soll es einmal hinter dem neuen Rathaus aussehen. Der Anbau zur Kirchenseite erhält unter anderem eine öffentliche Toilette sowie Verwaltungsräume. Zur Schmellerstraße hin wird der neue Rathaussaal als eingeschossiger Bau vorgesehen.
Hintergrund:

Neubau Rathaus II

  • Das Ruffing-Areal wurde 2016 durch die Stadt erworben, Ende 2019 folgten erste Abbrucharbeiten.
  • Der weitere Bauzeiten-Plan: 2021 Rohbauarbeiten; 2022 Rohbauarbeiten Sitzungssaal, erste Ausbaugewerke; geplante Fertigstellung Mitte 2023.
  • Das Rathaus II weist insgesamt eine Nutzfläche von 1450 Quadratmeter auf, davon 400 Quadratmeter im „Altbau“. Die Tiefgarage hat 25 Stellplätze.
  • Baukosten rund 13 Millionen Euro, Zuschuss etwa vier Millionen Euro, wobei nur die Sanierung gefördert wird.

 

 

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