23.03.2020 - 16:26 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Olga Luft verabschiedet sich aus dem Stadtrat

In Stadtrat und Kreisrat war die Tirschenreutherin eine feste Größe. Damit ist es nun vorbei. "Ich falle sicher in kein Loch", sagt die 65-Jährige. Es bleiben genügend Ehrenämter für die engagierte Frau übrig.

Die Tirschenreutherin Olga Luft (CSU) erhielt nicht genügend Stimmen und muss deshalb ihre Mandate in Stadtrat und Kreistag abgeben.
von Lena Schulze Kontakt Profil

In der Politik ist sie eine feste Größe. 18 Jahre lang saß die Tirschenreutherin Olga Luft für die CSU im Stadtrat, 12 Jahre davon setzte sie sich insbesondere als Behindertenbeauftragte ein. Nicht nur in der Kreisstadt kümmerte sie sich um die Belange der gehandicapten Menschen, sechs Jahre war sie zudem Kreisbehindertenbeauftragte. Und das noch bevor Luft 2014 offiziell in den Kreistag einzog. Damit ist es nun vorbei.

Keine vierte Periode im Stadtrat

"Da gibt's nicht groß was dazu zu sagen, das ist der Wille des Volkes", sagt Luft. "Für mich war im Vornherein klar, dass ich in der vierten Periode nicht mehr drankomme. Ich habe mich schon darauf eingestellt." Sie habe sich zwar gerne noch einmal für Stadtrat und Kreistag zur Verfügung gestellt, allerdings will die Tirschenreutherin ohnehin ihr ehrenamtliches Engagement herunterfahren.

"Wir hatten 20 gute Leute am Start." Die 65-Jährige freut sich für ihre Parteikollegen Michael Rüth und Huberth Rosner, die nun eine Stimme im Stadtrat haben. Auch dass Conny Zandt als Nachrücker einen Sitz erhielt, findet Luft gut. "Die Leute erwartet viel Arbeit." Allerdings hätte sich die Tirschenreutherin gewünscht, dass noch mehr junge Leute von der CSU-Liste ins Gremium gewählt worden wären. Und vor allem: Dass mehr Frauen im Stadtrat vertreten wären.

Ergebnisse nicht abgewartet

Dass sie nicht mehr in Stadtrat und Kreistag gewählt wurde, erfuhr die Tirschenreutherin erst am Dienstag aus der Zeitung. Zwar verfolgte sie die Ergebnispräsentation am Wahlabend im Rathaus mit, allerdings dauerte ihr die Auszählung des Stadtrats zu lange. Neben Lufts Töchtern erkundigte sich auch Bürgermeister Franz Stahl bei seiner Parteikollegin, wie es ihr damit gehe. "Für mich ist das alles so in Ordnung. Ich falle sicher in kein Loch!", sagt die engagierte Frau, die sich für das lange Vertrauen bei der Bevölkerung bedankt. Jahrelang engagierte sie sich trotz vieler persönlicher Niederschläge in der Pfarrei, der Frauen-Union, dem Frauenbund oder bei den KDFB-Landfrauen in Regensburg.

Seit ihrer Kindheit übernahm Luft alle möglichen ehrenamtlichen Aufgaben und weiß: "Manchmal ist es Zeit, sich zu verabschieden." Das betrübe sie nicht im Mindesten. "Ich habe das alles mit Begeisterung gemacht. Aber es hat mich auch viel Kraft gekostet." Deswegen will die 65-Jährige Schritt für Schritt kürzer treten. Auch wenn sie sich schon von einigen Positionen verabschiedet hat, es bleiben noch genügend Ehrenämter übrig. Besonders gerne engagiert sie sich aktuell bei "Leben plus".

Der Dienst an ihren Mitmenschen war für sie nie Arbeit. Und: "Ich werde auch weiterhin die öffentlichen Stadtratssitzungen besuchen", nimmt sich die Tirschenreutherin vor. Das Stadtgeschehen interessiere sie nach wie vor.

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