13.09.2019 - 15:44 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Rotes Kreuz feiert gelungene Premiere auf der Luisenburg

Sanitäter aus dem Landkreis Tirschenreuth haben bei den Luisenburg-Festspielen ausgeholfen. Sie haben ihren Part so gut gespielt, dass sie auch im nächsten Jahr wieder dabei sind.

Die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus den Kreisverbänden Bayreuth, Hof, Tirschenreuth und Wunsiedel im BRK beim Helferbriefing kurz vor Spielbeginn bei den Luisenburg Festspielen.
von Externer BeitragProfil

Dem einen oder anderen Besucher der Luisenburg- Festspiele ist es aufgefallen. Die Sanitäter trugen in der zu Ende gegangenen Saison Westen mit Aufschriften wie "Wasserwacht Hof", "Rettungshundestaffel Creußen", "Bereitschaft Waldsassen" oder gar "DLRG Marktredwitz". Der Grund dafür ist eine überaus erfolgreiche und ganz und gar nicht alltägliche Kooperation. Die Fäden dafür liefen beim Kreisverband Tirschenreuth zusammen.

Die Kreisverbände Bayreuth, Hof und Tirschenreuth im Bayerischen Roten Kreuz (BRK) haben heuer erstmals mit dem Kreisverband Wunsiedel den Sanitätswachdienst gemeinsam übernommen. Unterstützung gab es zudem von der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG).

Der Kreisverband Wunsiedel im BRK hatte Schwierigkeiten, die Dienste neben zahlreichen anderen Veranstaltungen durch seine ehrenamtlichen Helfer abzudecken. Am "Runden Tisch" auf der Luisenburg sicherten die Nachbarkreisverbände Unterstützung zu. Der Kreisverband Tirschenreuth übernahm die Organisation, darunter das Einrichten eines Online-Dienstplans, während sich der örtliche Kreisverband um das Equipment kümmerte. BRK-Kreisgeschäftsführer Holger Schedl (Tirschenreuth) arbeitete das Angebot aus.

105 Sanitätswachdienste wurden so auf mehrere Schultern verteilt. "Sie verliefen glücklicherweise ohne größere Vorkommnisse", informiert das Rote Kreuz. Je Dienst waren vier Sanitäter und bis zu zwei Praktikanten anwesend. Während sich drei Helfer im Zuschauerraum befanden, hielt sich der vierte in der Sanitätsstation außerhalb auf. Durch Funkgeräte hatten sie Kontakt. Insgesamt wurden so über 1 500 Einsatzstunden gemeistert, der Großteil davon ehrenamtlich. Gerade für die Dienste unter der Woche gab es etwas hauptamtliche Unterstützung, durch angestellte BRK-Sanitäter.

Stellvertretende Kreisgeschäftsführer Sven Lehner aus Tirschenreuth fand es beeindruckend, wie hier online zusammengearbeitet wurde. Pro Schicht waren teilweise Helfer aus vier verschiedenen Kreisverbänden und Gemeinschaften im Einsatz. "Dafür ist eine qualifizierte Ausbildung, gute Abstimmung und vor allem Vertrauen nötig. Damit sich gerade die neuen Einsatzkräfte gut vorbereiten konnten, gab es kurz vor Beginn der Saison ein Briefing vor Ort", so Lehner. Zudem sei eine Dienstanweisung zusammen mit den erfahrenen Kameraden aus Wunsiedel und den Verantwortlichen der Festspiele erarbeitet worden. Für den Feinschliff sorgte die Besuchermanagerin der Luisenburg Festspiele, Maren Gruber, die immer vor Ort war und den Verantwortlichen des BRK das entsprechende Feedback gab.

Für die Einteilung der ehrenamtlichen Helfer auf insgesamt 420 Schichten gab es je Kreisverband einen Dienstplanverantwortlichen. Diese waren der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Jochen Ganzleben (Bayreuth), Kreisbereitschaftsleiter Thomas Klich (Hof), Kreisbereitschaftsleiter Christian Stahl (Tirschenreuth) und als Lokalmatador stellvertretender Kreisbereitschaftsleiter Steffen Moosbrugger (Wunsiedel). Unterstützung gab es von den regionalen DLRG-Ortsgruppen und wo es auf ehrenamtlicher Seite eng wurde, hat der Kreisverband Tirschenreuth mit seinen angestellten "Luisenburg-Sanitätern" aufgefüllt. Selbst kurzfristige Ausfälle konnte das Dienstplaner-Team so kompensieren.

Alle Helfer hätten damit eine Meisterleistung erbracht und bewiesen, dass es nur ein Rotes Kreuz gebe, auf das sich die Menschen verlassen könnten, so das BRK. Der Dank des BRK gilt auch der DLRG für die Unterstützung und den Luisenburg-Festspielen für die partnerschaftliche Zusammenarbeit. Dem Dank schließt sich auch Verwaltungsleiter Harald Benz vom Festspielteam an. Die Sicherheit der Besucher sei bestens gewährleistet und das Ehrenamt gestärkt worden konnte. Die Kooperation soll kommende Saison fortgesetzt werden.

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