14.08.2018 - 12:10 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Aus der Stadt, für die Stadt

Die Tirschenreuther Stadtentwicklung zeigt sich nicht nur bei den vielen Baumaßnahmen, auch in den Bereich Touristik, Medizin und Bildung geht es rasant voran. Ebenso hat sich in zehn Jahren der Internetauftritt weiterentwickelt.

Für die Online-Strategie der Stadt Tirschenreuth verantwortlich: Kundenberater Simon Adam, C3-Geschäftsführer Thomas Franz, Bürgermeister Franz Stahl und Pressesprecher Mirko Streich (von links).
von Lena Schulze Kontakt Profil

(szl) In einer digitalisierten Welt müssen auch Städte und Kommunen verstärkt Wert auf ihre Online-Präsenz legen, weiß Tirschenreuths Stadtoberhaupt Franz Stahl. Seit etwa zehn Jahren gibt es die Homepage der Stadt Tirschenreuth. Bereits vor einigen Jahren machte sie die ersten Schritte in den Sozialen Medien. Seit 2012 hat sie ein eigene "Facebook"-Seite, seit kurzem auch einen Account bei "Instagram".

Als beratender Partner steht der Stadt die Marketingagentur C3 aus Tirschenreuth zur Seite. "Aus Tirschenreuth für Tirschenreuth", schätzt Stahl die Zusammenarbeit. "Wir haben hier großartige Unterstützung." Thomas Franz, Geschäftsführer der Marketingagentur, beschreibt die Strategie als "konservativ zurückhaltend". Im Internet möchte sich die Stadt nach außen darstellen, dort wird berichtet über das Stadtgeschehen, Veranstaltungen, das Vereinsleben oder Freizeittipps. "Wir wollen keine politischen Inhalte auf der Seite", sind sich Bürgermeister und Marketing-Geschäftsführer einig.

Mut zu neuen Ideen

Die Sozialen Medien betreut Pressesprecher Mirko Streich im Austausch mit drei Mitarbeitern von C3. "Für das Projekt braucht es Strategie und Verantwortung. Die Herausforderung ist, das Projekt am Laufen zu halten, das passiert nicht nebenbei." Franz spricht Bürgermeister Stahl ein großes Kompliment aus. "Nicht viele haben den Mut und die Ausdauer sich in den Sozialen Medien zu etablieren und die städtischen Mitarbeiter dabei auch per Versuch und Irrtum ausprobieren zu lassen." Am Anfang hätte es kritische Stimmen im Stadtrat gegeben. Aber durch offen und respektvoll Kommunikation zerstreuten die Macher vereinzelte Bedenken.

Entschlackte Homepage

"Die Zahlen belegen: Wir machen das ganz gut", erklärt Franz die Qualität des werbetechnischen Konzepts. Egal ob Homepage, "Facebook" oder "lnstagram" - die Klick- und Fanzahlen würden für sich sprechen. Die Webseite der Stadt wurde 2016 nach einigen Jahren komplett erneuert und entschlackt. Außerdem bekam sie eine neue Gestaltung, die sich ebenso für Zugriffe von mobilen Geräten eignet. "Die Hälfte unserer Nutzer greifen vom Smartphone oder Tablett auf die Stadt-Seite zu", weiß der C3-Geschäftsführer.

Seit der Neugestaltung gibt es auch inhaltliche Änderungen: Pro Monat werden nun mehr News-Meldungen veröffentlicht. "Wir haben mehr Sitzungen, mehr Nutzer und mehr Seitenaufrufe", sagt der Agenturchef. Durch die Umstrukturierung gab es einen enormen Zuwachs bei den Besuchern der Homepage: Vor der Neuerung besuchten 24.400 Leute pro Halbjahr die Internetseite, nach der Neuerung im gleichen Zeitrahmen fast doppelt so viele: 41.500 Personen.

"Es zeigt, wir machen vieles richtig". Vor allem spiele hier die Übersichtlichkeit und die Aktualität eine große Rolle. Gründe für die Steigerung von über 70 Prozent mehr Nutzern sind etwa die regelmäßigeren News-Meldungen und auch die Veröffentlichung attraktiver Inhalte über Facebook. Die Social-Media-Plattform funktioniert sozusagen als Anker, um die Leute über aktuelle Meldungen auf die Homepage zu holen. Die meisten Aufrufe hat die städtische Website bei Webcams, Veranstaltungen oder Ansprechpartner im Rathaus. Danach folgen Stellenangebote oder Sehenswertes.

Viele Ideen für Zukunft

Seit sechs Jahren hat die Stadt eine eigene Facebook-Seite. Fast täglich erscheinen dort neue Beiträge, Bilder oder Informationen. Besonders beliebt bei den über 3000 Nutzern, die die Stadt bei Facebook "geliked" haben, sind Bildergalerien, Videos und historische Stadtansichten. "Wir haben die luxuriöse Situation, dass bei uns viel passiert, es mangelt nicht an Themen", weiß der Thomas Franz. Mit der Facebook-Seite will sich die Stadt vor allem darstellen, die Seite fungiert auch als Informationskanal für Bürgern und Urlaubsgäste. "Auf Facebook sind viele Leute und Gemeinden oder Unternehmen unterwegs, aber wenige sehr erfolgreich", sagt Franz.

Um das Thema "Social Media" weiterentwickeln, gibt es seit vergangenem Spätsommer auch einen offiziellen "lnstagram"-Kanal für die Kreisstadt. "Damit sprechen wir vor allem die Jüngeren, 13- bis 24-Jährige, an", so der C3-Geschäftsführer. Bei "lnstagram" haben die Verantwortlichen bereits die 1000er-Marke bei den ,,Followern" geknackt. Sorgen müsse sich die Stadt nicht machen, versichert Franz: "Ideen haben wir mehr als genügend für die Zukunft."

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