08.07.2020 - 16:58 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Die Sterne wieder im Blick

Ein Blick zu Mond und Jupiter war auch während Corona nicht verwehrt. Jetzt bietet die Sternwarte aber wieder die Fein-Sicht auf die Himmelskörper.

Der Leiter der Sternwarte, Peter Postler, blickt durch den Refraktor.
von Konrad RosnerProfil

Der Anfang ist gemacht! Nach wochenlanger "Abstinenz", verursacht durch die Corona-Einschränkungen, öffnete am vergangenen Freitag die Sternwarte erstmals wieder. Über die Volkshochschule musste man sich für den nächtlichen Besuch anmelden. Drei Astronomie-Begeisterte, alle so um die 20 Jahre alt, nutzten die Chance, um den Oberpfälzer Sternenhimmel zu beobachten. In der klaren Nacht, zwei Tage vor Vollmond, waren natürlich vor allen der Mond, Jupiter und Saturn zu sehen. Im Freien waren dazu eigens ein "Parallelogramm" und ein Refraktor, ein computergesteuertes Linsenteleskop, aufgebaut.

Alle Vorschriften eingehalten

Natürlich war auch für die Hygiene bestens vorgesorgt, Desinfektionsmittel und Reinigungstücher waren zur Genüge vorhanden. Auch achteten der Leiter der Sternwarte Tirschenreuth, Peter Postler, sowie Monika Arbter-Hubrich, Ernst Reiß und zwei weitere Sternwarte-Mitarbeiter sehr akribisch darauf, dass alle Vorschriften, so etwa der Mindestabstand, eingehalten wurden.

Nachwuchskräfte sind bei der Sternwarte stets willkommen

Tirschenreuth

Die Besichtigungstour begann erst gegen 23 Uhr und dauerte bis gegen 0.30 Uhr. "Vorher ist es einfach noch zu hell", erklärte Peter Postler. Die Sternwarte hat ab sofort jeden Freitag ab 23 Uhr geöffnet. Allerdings ist eine vorherige Anmeldung bei der VHS Tirschenreuth (Telefon 09631/88-205 oder vhs.kreis-tir.de) unbedingt erforderlich. Anmeldeschluss ist immer am Freitag um 12 Uhr.

Für Natur-Info-Zentrum

Der Leiter der Sternwarte, Peter Postler, hält weiterhin an seiner Vision fest, ein Natur-Info-Zentrum "Natur und Sternenwelt Oberpfälzer Wald", verbunden mit einem Planetarium, der dem Tourismus einen weiteren Schub geben und die Region noch bekannter machen könnte, zu bauen. Vieles habe man schon auf den Weg gebracht, doch die Corona-Krise habe nun alles in Stocken gebracht. Dennoch zeigte er sich in einem Gespräch mit Oberpfalz-Medien optimistisch, dass dieses kühne Vorhaben doch noch relativ zeitnah umgesetzt werden kann. In diesem Natur-Infozentrum sollte ein größerer Raum sein, in dem Vorträge und Filme gezeigt werden können. Dieser Raum sollte mindestens 50 Touristen oder Interessenten aufnehmen. Zudem soll eine Außenstation mit dazu gehören. Zu klären sei noch die Standortfrage. Mit der Regierung in Regensburg sei schon so weit alles abgeklärt, nun gelte es Kontakte mit der Bayerischen Landesregierung zu knüpfen, um dieses bewusst ehrgeizige Projekt in die Tat umzusetzen. Die nördliche Oberpfalz, der Oberpfälzer Wald, wäre um eine weitere Attraktion reicher.

Monika Arbter-Hubrich sieht durch das Parallelogramm.
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