16.04.2019 - 16:53 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Stiftland wird Öko-Modellregion

Das Stiftland gehört zu den 15 neuen staatlich anerkannten Öko-Modellregionen in Bayern. Dies hat Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber am Dienstag bekanntgegeben.

Das Stiftland darf sich Öko-Modellregion nennen. Für die schlagkräftige Bewerbung brauchte es aber mehr als „nur“ wunderschöne Landschaften, wie hier auf dem Bild zu sehen.
von Martin Maier Kontakt Profil

„Ich möchte damit ein deutliches Zeichen setzen. Die Produktion heimischer Bio-Lebensmittel und das Bewusstsein für regionale Identität ist äußerst wichtig“, wird Kaniber in einer Pressemitteilung ihres Ministeriums zitiert. Ende vergangenen Jahres hatte sich der Zweckverband der Interkommunalen Zusammenarbeit (Ikom) Stiftland für das Gütesiegel "staatlich anerkannte Öko-Modellregion" beworben. Zur Ikom gehören die zehn Gemeinden Tirschenreuth, Mitterteich, Waldsassen, Bärnau, Plößberg, Konnersreuth, Mähring, Neualbenreuth, Leonberg und Pechbrunn.

Mit 14 anderern Regionen setzte sich die Ikom in der dritten Wettbewerbsrunde, bei der Kaniber zunächst 6 neue Modell-Regionen ausloben wollte, durch. "Das Interesse an dem Wettbewerb war aber so groß und die Bewerbungen so qualitativ hochwertig, dass die Ministerin nun 15 Regionen zu Öko-Modellregionen erklärt."

In den Regionen sollen zukunftsfähige Projekte zur Entwicklung des ökologischen Landbaus umgesetzt, regionale Wertschöpfungsketten etabliert und das Bewusstsein der Bevölkerung für bio-regionale Ernährung gestärkt werden. Erzeuger, Verarbeiter, Vermarkter und Konsumenten würden damit regional vernetzt. „Das Ganze funktioniert auf freiwilliger Basis und ohne gesetzliche Vorgaben“, betonte die Ministerin.

Die Öko-Modellregionen werden vom Landwirtschaftsministerium unterstützt. 75 Prozent der Kosten für die Projektleiter-Stelle vor Ort werden bezahlt, maximal bis zu 75.000 Euro im Jahr. Die Förderung läuft zwei Jahre, kann aber um weitere drei Jahre verlängert werden.

Bislang gab es zwölf Öko-Modellregionen, darunter auch die Steinwald-Allianz. Sie sind ein Bestandteil des Landesprogramms „BioRegio Bayern 2020“, mit dem die Staatsregierung seit 2012 den Ökolandbau in Bayern unterstützt. Mittlerweile hat sich die Staatsregierung in ihrem Koalitionsvertrag das Ziel gesetzt, mittelfristig die Ökofläche in Bayern zu verdoppeln. Derzeit bewirtschaften etwa 9.900 Ökobetriebe im Freistaat eine Fläche von über 350.000 Hektar.

Neben dem Stiftland darf sich unter anderem nun auch das Naturparkland Oberpfälzer Wald im östlichen Landkreis Neustadt/WN Öko-Modellregion nennen. Zudem sind neu dabei: Fränkische Schweiz (Kommunen der Landkreise Bayreuth und Forchheim), Günztal (Kommunen der Landkreise Ostallgäu und Unterallgäu), Hochries-Kampenwand-Wendelstein (im Landkreis Rosenheim), ILE Kulturraum Ampertal (im Landkreis Freising), ILE Passauer Oberland (im Landkreis Passau), Inn-Salzach (im Landkreis Altötting), Landkreis Ostallgäu, Obermain-Jura (Kommunen der Landkreise Lichtenfels und Bamberg), Paartal (Landkreis Aichach-Friedberg), Pfaffenhofener Land (Landkreis Pfaffenhofen), Region Regensburg (Stadt und Landkreis), Siebenstern (im Landkreis Wunsiedel) und Stadt.Land.Augsburg (Stadt und Landkreis).

Vorbericht zur Bewerbung als Öko-Modellregion

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