05.05.2021 - 16:23 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Test, Quarantäne und Raumkonzept: Gymnasien bereit fürs Abitur

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Am 12. Mai beginnen die Abiturprüfungen zum zweiten Mal unter Corona-Bedingungen. Auch das Stiftland-Gymnasium in Tirschenreuth und das Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz bereiten sich für alle Eventualitäten vor.

2020 schrieben die Abiturienten am Stiftland-Gymnasium bereits mit Abstand, aber noch ohne Maske ihre Prüfungen. Heuer gilt Maskenpflicht am Platz.
von Lucia Seebauer Kontakt Profil

Nachdem das Abitur bereits um zwei Wochen verschoben wurde, dürfen ab kommender Woche die Prüfungen an den Gymnasien in Bayern stattfinden. Wegen der Corona-Pandemie gibt es jedoch einige Auflagen und Vorgaben durch das Kultusministerium zu beachten. Unter anderem gilt für alle Schüler Maskenpflicht am Platz. Die Vorbereitungen laufen auch für die Abschlussschüler aus dem Landkreis Tirschenreuth. Eine Besonderheit ist, dass es den Jugendlichen an den Tagen der Prüfungen freigestellt ist, ob sie sich auf das Coronavirus testen lassen, obwohl sonst im Schulalltag eine Testpflicht gilt.

Vorab Umfrage bei Abiturienten

"Es sollen unterschiedliche Räume für unterschiedliche Gruppen zur Verfügung gestellt werden", weiß Schulleiter Albert Bauer vom Stiftland-Gymnasium in Tirschenreuth. Aktuell werde alles entsprechend organisiert. Man möchte für alle Eventualitäten vorbereitet sein. Die Schule hat vorab eine Umfrage unter den Prüflingen gemacht. Abgefragt wurde die Testbereitschaft, ob sich jemand in Quarantäne befindet oder zu einer Risikogruppe zählt. "Fast alle Schüler werden mit PCR-Test oder Antigentest in die Schule kommen." Bei wenigen Einzelfällen müsste die Testbereitschaft noch abgeklärt werden.

"Man muss auch damit rechnen, dass jemand einen Test vergisst", erklärt Bauer weiter. In so einem Fall müsste der Schüler in einen dafür vorgesehenen Raum. "Es werden drei Extra-Räume mit Aufsichten vorbereitet." Gemacht werden die Coronatests am Vortag in einem Testzentrum. Das Gymnasium kontrolliert dann die entsprechenden Nachweise. "Wir haben von einem Schnelltest am Morgen in der Schule abgeraten", erklärt Bauer. So möchte man auch "Falsch-Positiv"-Ergebnisse vermeiden. Wird ein Schüler vor den Prüfungen positiv auf das Coronavirus getestet, dürfte dieser nicht mitschreiben. "Der Schüler wird dann wie ein Krankheitsfall behandelt und dürfte das Abitur bei einem Ersatztermin nachholen."

Am 12. Mai starten die Abiprüfungen im Fach Deutsch. Der Großteil wird mit ausreichend Abstand und Mund-Nase-Masken die Prüfungen schreiben. Bislang gab es noch keine Rückmeldung, ob ein Schüler zu einer Risikogruppe gehört. Unklar ist noch, ob sich Schüler in Quarantäne befinden werden. Diese dürften dann für die Prüfung mit einem negativen Test aus der Quarantäne entlassen werden und in einem gesonderten Raum mitschreiben. "Die Aufsicht übernehmen Lehrkräfte, die schon vollständig geimpft sind." Gleichzeitig werde gelüftet und großer Abstand gehalten.

Albert Bauer sieht seine Schüler gut vorbereitet für das Abitur. "Ich glaube nicht, dass wegen Distanzunterricht jemand Nachteile hat." Im Gegenteil: Die Schüler würden gerne zeigen wollen, was sie können. Und was machen die übrigen Klassen an den Abiturtagen? "Für die übrigen Schüler wird Distanzunterricht stattfinden. So stehen alle Lehrkräfte auch für Aufsichten zur Verfügung."

„Für die übrigen Schüler wird Distanzunterricht stattfinden. So stehen alle Lehrkräfte auch für Aufsichten zur Verfügung.“

Schulleiter Albert Bauer mit Blick auf die Prüfungstage

Keine Testverweigerer

Rund 30 Prozent der Schüler am Otto-Hahn-Gymnasium in Marktredwitz kommen aus dem Landkreis Tirschenreuth. Darunter sind auch einige Abiturienten. Schulleiter Stefan Niedermeier kann nicht nachvollziehen, warum die Testpflicht für die Prüfungen nun auf freiwillig umgestellt wurde. Auch an seiner Schule wurden vorab die Kriterien zu Coronatests, Quarantäne und Risikogruppen unter den 82 Abiturienten abgefragt. "Wir haben keine Testverweigerer und keine Risikopatienten", erklärt Niedermeier. Alle hätten unterschrieben, dass sie sich vorab testen lassen. So kann der Großteil bei den Prüfungen in Deutsch, Mathe und Englisch in der Aula mit Abstand das Abi schreiben.

"Wir werden versuchen, die Tests am Tag vor der Prüfung zu organisieren." Getestet wird mit Schnelltests, jedoch sei so noch genügend Zeit, einen PCR-Test nachzuholen. Noch ist nicht ganz klar, ob die DLRG Marktredwitz die Testungen durchführt oder die Schule diese selbst organisiert. Aber klar ist auch hier: "Wenn ein Schüler positiv ist, ist er krank. Dann darf er nicht an den Prüfungen teilnehmen." Für sie gebe es die Nachholtermine. Auch am Otto-Hahn-Gymnasium werden die restlichen Schulklassen an den Prüfungstagen zu Hause beschult, damit die Lehrkräfte sich um die Abiturienten kümmern können.

Schülersprecher vom Stiftland-Gymnasium in Tirschenreuth berichten über Situation in der Coronakrise

Tirschenreuth

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