04.05.2021 - 15:32 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

In Tirschenreuth Badespaß nur mit Schutzkonzept

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Das Freibad Tirschenreuth steht für Erholung und Spaß im Sommer parat. Doch ist eine Öffnung vor allem von Corona und der Zustimmung der Behörden abhängig.

Das Freibad an der Mähringer Straße soll geöffnet werden. Der genaue Termin steht noch nicht fest, denn es braucht zunächst die Zustimmung der Behörden. Für einen Besuch haben die Stadtwerke ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept ausgearbeitet.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Ausführlich hat der Stadtrat schon im vergangenen Jahr die Badesaison durchdiskutiert. Während damals eine Schließung für die Öffentlichkeit erfolgt ist, will man jetzt wieder einen Anlauf wagen. In der Sitzung am Donnerstag im Kettelerhaus wurden die Vorbereitungen getroffen.

Bürgermeister Franz Stahl machte klar, dass derzeit eine Entwicklung noch nicht abzusehen sei. Dennoch will sich die Stadt die Möglichkeit offenhalten, bei einer positiven behördlichen Entscheidung den Badebetrieb zu starten. Aktuell würden deshalb die Arbeiten in der Anlage laufen. Eine Beheizung der Becken findet aber noch nicht statt. Nach einem Startschuss würde die Aufheizung des Wassers bis zu drei Wochen dauern. Die Freibäder in Mitterteich, Waldsassen und Windischeschenbach möchten ebenfalls öffnen, berichtete Stahl. Doch falls eine Öffnung möglich wird, käme wieder ein umfassendes Hygiene- und Schutzkonzept zum Tragen.

Größere Schäden bedeuten "Aus"

Die Entscheidung im vergangenen Jahr gegen die Öffnung wurde nicht nur von Franz Stahl als richtig bewertet. Auch das gesamte Gremium unterstrich diese Maßnahme. Jetzt wolle man aber einen neuen Anlauf starten. "Wir wollen den Menschen auch Lichtblicke für ihre Freizeitgestaltung geben", betonte der Bürgermeister. Neben dem Infektionsgeschehen gebe es für das 44 Jahre alte Freibad noch ein weiteres Risiko. Sollten größere technische Schäden auftreten, dann müsste das Bad geschlossen werden, wusste Stahl. Und natürlich würden auch Infektionen bei den Besuchern oder beim Personal zu einem schnellen Ende der Badesaison führen.

Bei der finanziellen Situation bleibt das Freibad auf jeden Fall ein Verlustgeschäft. Für den Stadtrat hatte Stahl eine betriebswirtschaftliche Abschätzung der verschiedenen Szenarien dabei. Der Regelbetrieb mit rund 30 000 Besuchern würde einen Verlust von rund 560 000 Euro mit sich bringen. Eine Öffnung nur für das Training von Wasserwacht oder Schwimmclub hätte zwar keine Besucher, aber auch weniger Betriebskosten. Das Defizit läge hier bei 490 000 Euro. Eine spätere Öffnung für die Allgemeinheit sieht ein Minus von 530 000 Euro vor, ein Verzicht auf eine Öffnung verursacht immer noch ein Defizit von 450 000 Euro.

Vom Konzept überzeugt

Huberth Rosner (CSU) setzte sich für die Öffnung ein. "Wir haben ein gutes Konzept", betonte der CSU-Fraktionssprecher. Ebenfalls vom Konzept überzeugt war Manfred Zandt als Fraktionschef der Freien Wähler. Den Stadtwerken wollte Zandt auch zugestehen, dass sie ohne Rücksprache notwendige Entscheidungen zum Betrieb treffen könnten. Konrad Schedl (Grüne) verwies auf Erkenntnisse, dass es im Außenbereich ein geringeres Infektionsrisiko gebe. Außerdem sei bei den Menschen das Verhalten im Umgang mit Corona jetzt besser ausgeprägt.

"Wir sind schlauer geworden", setzte auch Gunar Prauschke (SPD) auf das richtige Verhalten der Badbesucher. Einstimmig sprach sich der Stadtrat für die Öffnung des Bades aus, sobald es die behördlichen Vorgaben zulassen.

"Wir sind schlauer geworden."

Gunar Prauschke (SPD) setzt auf das richtige Verhalten der Freibad-Besucher

Bei der Sitzung wurde auch der neue Haushalt der Stadt Tirschenreuth genehmigt

Tirschenreuth
Hintergrund:

Öffnen nur mit Auflagen

Bei einem Besuch im Freibad (Öffnungstermin steht noch nicht fest) muss ein Hygiene- und Schutzkonzept beachtet werden.

  • So gilt etwa Maskenpflicht für Besucher ab 15 Jahren in den gekennzeichneten Bereichen.
  • Maximal werden 350 Besucher ins Bad gelassen, vorgesehen sind täglich zwei Besuchsblöcke (die genauen Zeiten stehen noch nicht fest).
  • Ein Training für Vereine ist nur außerhalb der Besuchsblöcke möglich.
  • Schwimmkurse werden keine stattfinden.
  • In den Sanitärbereichen gibt es deutliche Einschränkungen.

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