13.05.2022 - 13:52 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Tirschenreuther Kreisräte begegnen Entwicklungsplan mit Skepsis

Das Thema "Landesentwicklungsplan" beschäftigt derzeit viele Kommunalgremien. Auch im Kreisausschuss stand das Thema auf der Tagesordnung. Hier ging es nicht um einen Beschluss, sondern um eine grundsätzliche Beurteilung des Vorhabens.

In Erbendorf ist ein neues Baugebiet "Naabhöhe II" geplant. Macht das neue Landesentwicklungsprogramm künftig solche Vorhaben schwieriger?

Thematisiert wurde in der jüngsten Sitzung des Kreisausschusses auch der Entwurf für die Teilfortschreibung des Landesentwicklungsprogramms Bayern, das für gleichwertige Lebensverhältnisse auf dem Land, für nachhaltige Anpassung an den Klimawandel und eine gesunde Umwelt sowie nachhaltige Mobilität sorgen soll. Die Fraktionen haben dabei so ihre Zweifel, ob die Umsetzung das halten wird, was das Papier verspricht.

Vor allem die Schärfung des Anbindegebots bei der Ausweisung neuer Bauflächen sehen die Tirschenreuther Fraktionen sehr kritisch. "Wir müssen höllisch aufpassen, dass unsere Ortsteile und kleinen Dörfer noch eine Zukunft haben", meinte zum Beispiel der Falkenberger Bürgermeister Matthias Grundler (Liste Zukunft). Sein Wiesauer Amtskollege Toni Dutz (CSU) erklärte angesichts der Pläne, dass man froh sein könne, "dass es unser interkommunales Gewerbegebiet in Wiesau schon gibt." SPD-Sprecher Uli Roth erkannte zwar ehrenwerte Ziele in der Planung, ließ aber ebenfalls Zweifel durchblicken, ob sie verwirklicht werden. Und auch die Grüne Heidrun Deubzer-Schelzke hatte Befürchtungen, dass sich daraus Nachteile ergeben könnten. Für die Freien Wähler wünschte sich Hans Klupp grundsätzlich mehr Entscheidungsgewalt bei den Kommunen und weniger staatliche Vorgaben. Fazit von Landrat Roland Grillmeier: Man müsse als Vertreter des ländlichen Raums bei diesem Thema am Ball bleiben.

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