07.10.2021 - 11:01 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Tirschenreuther Passion an Allerheiligen

Eine "Zwangspause" hat die Tirschenreuther Passion durch Corona einlegen müssen. Im kommenden Jahr soll das Spiel über das Leiden und Sterben Jesu wieder auf der Bühne des Kettelerhauses aufgeführt werden. Premiere ist jedoch im Oktober.

Szene aus der "Tirschenreuther Passion" im Jahr 2015 im Kettelerhaus.
von Werner Schirmer Kontakt Profil

Bürgermeister Franz Stahl sowie Europassions-Beauftragter und Spielerratssprecher Vinzenz Rahn haben die Mitwirkenden am vergangenen Wochenende im Kettelerhaus über die aktuellen Planungen zur Aufführung der „Neuen Tirschenreuther Passion“ informiert. Zuerst wurde jedoch mit einer Schweigeminute der in diesem Jahr verstorbenen langjährigen Darsteller Josef Schmidkonz, Joachim Wystrichowski, Franz Sommer und Stefan Malzer gedacht.

Zusage von Johannes Reitmeier

„Zu unserem größten Bedauern mussten wir im Jahr 2020 coronabedingt nur wenige Tage vor der Premiere alle Aufführungen, die wir sogar als ‚Europassion‘ gespielt hätten, absagen. Und auch heuer war noch nicht an einen Spielbetrieb zu denken“, so Bürgermeister Franz Stahl. Doch nach vielen Gesprächen seitens der Produktionsleitung mit Regisseur Johannes Reitmeier, hier dankte Stahl insbesondere Gaby Saller, als auch von Vinzenz Rahn werde aus „dunkel“ nun langsam wieder „hell“. Denn es sei gelungen, Johannes Reitmeier für 2022 wieder als Regisseur für eine Aufführung der „Neuen Tirschenreuther Passion“ zu gewinnen.

Blick über Tellerrand

Allerdings stehe der Regisseur dafür erst ab Ende September 2022 zur Verfügung. Daher könne man die Passion nicht wie gewohnt über Ostern, sondern erst im Herbst spielen. Franz Stahl: „Das kommt uns aber auch entgegen, denn Stand heute ist es auf Grund der immer noch nicht überwundenen Pandemie nach wie vor nicht möglich, fest für das Frühjahr zu planen. Aber unserer Einschätzung nach kann das Leiden und Sterben Jesu auch sehr gut ‚Allerheiligen‘ zugeordnet werden. Auch zeige der Blick über den Tellerrand, dass viele europäische Spielorte ihre Passion ebenfalls erst im Herbst spielen. Deshalb haben wir uns entschlossen, unsere ebenfalls auf die Monate Oktober und November 2022 zu legen, mit Premiere am 21. Oktober.“

Druck der Schauspieler

Natürlich habe man auch überlegt, die Tirschenreuther Passion im Jahr 2023, 2024 oder 2025 zu spielen. „Aber 2023 findet bereits in Kemnath eine Passion statt. Und auch bei uns in Tirschenreuth planen wir 2023 ein mehrwöchiges kulturelles Großereignis zum zehnjährigen Ende der Gartenschau. 2024 und 2025 sind es dann schon rund zehn Jahre nach dem Ende der letzten Passionsaufführung in Tirschenreuth. Ein zu langer Zeitraum, wie wir finden, auch weil viele unserer Schauspieler darauf drängen, schnell wieder zu spielen“, sagte der Bürgermeister. Die Stadt Kemnath habe übrigens, informierte Franz Stahl weiter, kein Problem mit dem Tirschenreuther Herbst-Termin. Im Gegenteil, so könne sie bereits in Tirschenreuth für ihre Passion werben, denn da erreiche sie genau ihr Zielpublikum.

Zum Abschluss des Treffens konnte Vinzenz Rahn noch eine ganz besondere Nachricht verkünden: „Es freut mich ganz besonders an dieser Stelle sagen zu können, dass es uns gelungen ist, die Verantwortlichen davon zu überzeugen, wieder eine Europassion nach Tirschenreuth zu vergeben. Wir können diese nun im Jahr 2027 spielen.“ Auch erinnerte er daran, dass 2022 bereits das 25-jährige Jubiläum der Tirschenreuther Passion stattfinde. Ein ganz besonderes Ereignis, dass man bis zur Premiere im Oktober durchaus mit weiteren Events feiern könne.

Weitere Mitspieler gesucht

Für die Aufführung der „Neuen Tirschenreuther Passion“ im kommenden Jahr werden noch Mitwirkende gesucht. Interessenten können sich per E-Mail an die Produktionsleitung wenden. Kontakt: Gaby Saller, gabysaller[at]web[dot]de.

2020 hat Corona der Aufführung die Basis entzogen

Tirschenreuth
Rund 100 Personen wirken an einer Passionsaufführung mit. Im Bild die aktuelle Schauspielertruppe bei einer der letzten Proben vor zwei Jahren.
Viele Mitwirkende waren zur Infoveranstaltung ins Kettelerhaus gekommen.
Franz Stahl (links) und Vinzenz Rahn informierten ausführlich über die Planungen für das Jahr 2022.
Hintergrund:

Premiere am 21.Oktober 2022

In Abstimmung mit Johannes Reitmeier konnten Franz Stahl und Vinzenz Rahn bereits erste Termine bekannt geben.

  • Anfang Mai 2022: Anschreiben an die Spieler über Rollenzusage bzw. eventuelle Neubesetzung.
  • 22. Mai 2022: Erstes Spielertreffen mit Johannes Reitmeier.
  • Frühsommer: Bei Bedarf Vorab-Proben ohne Regisseur mit Marianne Stangl und Manfred Grüssner.
  • 25. September 2022: Offizieller Probenbeginn mit Johannes Reitmeier – und anschließende vierwöchige intensive Probenzeit.
  • Freitag, 21. Oktober 2022: Premiere.

"Unserer Einschätzung nach kann das Leiden und Sterben Jesu auch sehr gut ‚Allerheiligen‘ zugeordnet werden."

Bürgermeister Franz Stahl

„Es ist uns gelungen, die Verantwortlichen davon zu überzeugen, wieder eine Europassion nach Tirschenreuth zu vergeben. Wir können diese nun im Jahr 2027 spielen.“

Europassions-Beauftragter Vinzenz Rahn

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

 

 

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.