12.11.2021 - 11:22 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Tirschenreutherin Margarete Möstl: Vor 100 Jahren geboren und immer noch charmant und attraktiv

Margarete Möstl feierte im Seniorenheim Mühlbühl mit der Familie und Ehrengäste ihren ganz besonderen runden Geburtstag

Bürgermeister Franz Stahl überreichte der Jubilarin Margarete Möstl Blumen und Geschenke aus dem Rathaus und machte der 100-jährigen Frau nette Komplimente zu ihrem guten Aussehen und ihrer immer noch geisitgen Frische.
von Ulla Britta BaumerProfil

"Für mich ist das der absolute Wahnsinn", sagte Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler am Donnerstag zu Jubilarin Margarete Möstl im Seniorenheim Haus Mühlbühl. Sie habe es geschafft, 100 Jahre alt zu werden trotz vieler schlimmer Zeiten des vergangenen Jahrhunderts. "Sie haben all das erlebt, was ich nur als historische Daten im Kopf habe, wie den Zweiten Weltkrieg und die Nazis", meinte Scheidler und zog den Hut vor der betagten Frau, die ihm mit geistig absoluter Frische aus ihrem langen Leben erzählte.

Scheidler, Bürgermeister Franz Stahl, Dritter Bürgermeister und Schwiegersohn Norbert Schuller sowie Enkel Andreas Schuller hatten sich am frühen Morgen unten an der Heimpforte am Mühlbühl auf Corona testen lassen, um dem Geburtstagskind persönlich, aber gefahrlos für sie Glückwünsche überbringen zu können. Und weil es selbst im Seniorenheim nicht alle Tage hundertste Geburtstage gibt, war es für Heimleiterin Nicole Rischer-Bäumler eine Selbstverständlichkeit, ihren Urlaub zum persönlichen Gratulieren zu unterbrechen. Die Gäste erlebten eine 100-Jährige, die aufgeweckt, attraktiv noch im Alter und charmant ihren großen Geburtstag feierte. Besonders stolz machte das den 31-jährigen Enkel Andreas Schuller, der seit sieben Jahren die Oma betreut. "Ich habe schon als Kind viel Zeit bei ihr verbracht", berichtete Schuller. Leider sei vor sieben Jahren die Tochter von Margarete Möstl, Ehefrau von Norbert Schuller sowie Mutter von Andreas Schuller, viel zu früh gestorben. Das sei ein schwerer Schicksalsschlag gewesen. Bürgermeister Franz Stahl fand es großartig, wie fit die Jubilarin im Alter von 100 Jahren sei. "Und Sie sind immer noch eine schöne Frau", flirtete er mit dem Geburtstagskind.

Geboren und aufgewachsen in Großensterz, fand Margarete Möstl später als Haushälterin beim ehemaligen Bürgermeister Karl Rufing ihre berufliche Erfüllung. Geprägt hat sie auch ihre Kindheit, an die sie sich gut erinnert. "Wir mussten jeden Tag im Winter durch hohen Schnee zu Fuß zur Schule nach Leonberg stapfen." Vor 69 Jahren, im Alter von 31, heiratete die gebürtige Großensterzerin den Tirschenreuther Ludwig Möstl. Das Paar bekam zwei Töchter. "Sie sind ja nur einen Tag älter als ich", meinte Stahl lachend mit Blick auf seinen eigenen 61. Geburtstag am 12. November. Stahl informierte die Jubilarin, dass sie nun die dritte 100-Jährige in der Kreisstadt sei. "Ich habe nie gedacht, dass ich das erlebe", strahlte das Geburtstagskind. Sie lobte das Pflegepersonal im Seniorenheim Mühlbühl. Alle seien immer nett zu ihr. Norbert Schuller berichtete lachend von den Anrufen der Schwiegermutter, wenn ein Bild von ihm in seiner Funktion als Dritter Bürgermeister im "Neuen Tag" sei. "Sie liest noch jeden Tag die Zeitung von vorn bis hinten durch." Die Politiker haben der Jubilarin große Blumensträuße und Geschenke mitgebracht. Per Post hat bereits Ministerpräsident Markus Söder gratuliert, Freunde und Bekannte gaben Geschenke ab, und die Heimleiterin überreichte eine ganze Kiste herzlich gemeinter Gaben vom Pflegeteam des Hauses Mühlbühl.

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Wiesau
Zum 100. Geburtstag von Margarete Möstl (rechts) gratulierten unter anderem die Seniorenheimleiterin Nicole Rischer-Bäumler, Enkel Andreas Schuller, Schwiegersohn Norbert Schuller, Stellvertretender Landrat Dr. Alfred Scheidler und Bürgermeister Franz Stahl (von links).

"Ich habe nie gedacht, dass ich das erlebe."

Margarete Möstl

 

 

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