Tirschenreuth
17.11.2020 - 14:50 Uhr

Tirschenreuths Bürgermeister referiert bei Tagung der Körber-Stiftung

Bürgermeister Franz Stahl referiert bei Fachtagung der Körber-Stiftung. Dabei wird auch das funktionierende Altersmanagement der Kommunen herausgestellt.

Moderatorin Karin Haist im Austausch mit Teilnehmern der Fachtagung. Gefragter Gesprächspartner ist auch Bürgermeister Franz Stahl. Bild: Körber-Stiftung/exb
Moderatorin Karin Haist im Austausch mit Teilnehmern der Fachtagung. Gefragter Gesprächspartner ist auch Bürgermeister Franz Stahl.

Die Corona-Pandemie hat Deutschlands Städte und Gemeinden wieder fest im Griff. Die Ansteckungsgefahr für Ältere steigt, viele fürchten neue Isolation. Für Verantwortliche in den Kommunen ist es nicht einfach, die ältere Bevölkerung im Ausnahmezustand zu erreichen. Und zu schützen vor dem Virus sowie vor den Auswirkungen der Kontaktsperre.

Eine qualitative Befragung der renommierten Hamburger Körber-Stiftung und des "Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung" stimmt jetzt aber optimistisch. In der ersten Phase der Pandemie hätten sich viele Kommunen als innovative Krisenmanager bewährt und Lösungen für die Versorgung und soziale Einbindung ihrer älteren Bewohner geschaffen, hat die Befragung ergeben. Nun können sie auf lokale Ökosysteme bauen: Kommunikation und Kooperation in überschaubaren Räumen, gewachsene Strukturen und Netzwerke.

Mit solchen Strategien hätten die Bürgermeisterämter, Sozialdezernate und Altersreferate in der Krise vielerorts Neues geschaffen: zum Beispiel Fenstergespräche in der Kasseler Altenhilfe, Digital Cafés für Senioren in Halle an der Saale oder Hilfsangebote der Tirschenreuther Institution "Leben plus".

Kommunale Investitionsfreude

Was sich im Altersmanagement bewährt hat, tauge zum Vorbild für lokales Innovationsmanagement, finden Karin Haist, Leiterin der Projekte demografische Zukunftschancen in der Körber-Stiftung, und Catherina Hinz, Direktorin des "Berlin Instituts für Bevölkerung und Entwicklung". Die Kommunen seien ein guter Nährboden für Innovationen, analysieren die beiden Demografieexpertinnen. Sie führen das auch auf die Subsidiarität zurück, das Prinzip der Verantwortung der kleineren Einheit: "Dass Deutschland im internationalen Vergleich bis Herbst 2020 gut durch die Corona Krise kam, ist nicht nur dem funktionierenden Gesundheitssystem und den staatlichen Sicherungsmaßnahmen zu verdanken, sondern auch der kommunalen Innovationsfreude."

Das Altersmanagement der Kommunen in der Corona-Pandemie stand auch im Mittelpunkt des "11. Körber Demografie-Symposiums" Anfang November. Dabei wurde sich auch mit der Frage beschäftigt, Corona die altersfreundliche Stadt verändere. Ursprünglich in Hamburg geplant, fand die Fachtagung nun im Rahmen einer Videokonferenz statt.

Lob für "Leben plus"

Kompetenter Gesprächspartner der Veranstaltung war auch Tirschenreuths Bürgermeister Franz Stahl, der ausführlich über das Engagement der Stadt im Hinblick auf die Eindämmung der aktuellen Pandemie berichtete. Neben den Leistungen von Vereinen und Unternehmen stellte Stahl auch die Arbeit des sozialen Netzwerks "Leben plus" heraus, das zahlreiche Hilfebedürftige begleitet und betreut. "Darauf bin ich sehr stolz - und ich kann allen, die sich seit Monaten dafür stark machen, nur von Herzen danken", so Stahl.

Bürgermeister Franz Stahl ist live aus seinem Dienstzimmer zugeschaltet. Bild: Stadt Tirschenreuth/exb
Bürgermeister Franz Stahl ist live aus seinem Dienstzimmer zugeschaltet.
 
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