Tirschenreuth
20.03.2019 - 15:07 Uhr

Trasse kollidiert mit Ortsumgehung

Franz Stahl bringt erneut Einwände zu Süd-Ost-Link vor

Der Vorschlagskorridor für den Süd-Ost-Link findet auch bei der Stadt Tirschenreuth keine Zustimmung. In einem nächsten Schreiben an die Bundesnetzagentur listet Bürgermeister Franz Stahl erneut die Bedenken und Einwände auf. Bereits vorgebrachte Bedenken "sind in keiner Weise von Ihnen gewertet worden", vermerkt Stahl.

Kaolinabbau blockiert

Stahl verweist, dass der nördliche und östliche Bereich um Tirschenreuth das Reservat der Trinkwassergewinnung der Stadt ist. Im Vorschlagskorridor würden zudem um Gebhardtshöhe und Schmelitz Bereiche für den Kaolinabbau liegen. Die vorgeschlagene Trassenführung würde den künftigen Abbau blockieren.

Der östliche Bereich der Stadt um die Gemeindeteile Groß- und Kleinklenau sei künftiges Entwicklungsgebiet im Wohnungsbau. "Die nahe Heranführung an den Ortsteil Wondreb berührt unser Bestreben an der Miteinbeziehung der Totentanzkapelle und des Fischhofs zur Ernennung zum Weltkulturerbe Klosterlandschaft Waldsassen im Stiftland", schreibt Stahl weiter. "Die Planungen zum Süd-Ost-Link kollidieren mit den Überlegungen des Staatlichen Bauamtes und der Stadt Tirschenreuth zur Ortsumgehung (Süd-Ost-Umgehung)", kritisiert der Bürgermeister weiter. Einschränkungen und auch mögliche Mehrkosten wären dadurch zu erwarten. Der rechtsverbindliche Flächennutzungsplan der Stadt Tirschenreuth werde derzeit überarbeitet und die geplante Trassenführung der Ortsumgehung in die Planung aufgenommen.

Naturschutzfläche

Stahl nennt auch den Bereich an der Tirschenreuther Waldnaab als eine bedeutsame Naturschutzfläche, die im unmittelbaren Bereich liegt und ganz durchschnitten würde. Dort befänden sich unter anderem auch Ausgleichsflächen der Stadt Tirschenreuth. "Von Einschnitten im Bereich der Landwirtschaft ganz zu schweigen!", beklagte Stahl in dem Schreiben an die Bundesnetzagentur.

Im Übrigen schließe sich Tirschenreuth den Einwendungen des Landkreises Tirschenreuth, des Landkreises Neustadt/WN und des Bundestagsabgeordneten Albert Rupprecht an, schreibt der Bürgermeister.

 
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