13.07.2021 - 14:03 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Versteckte Demokratie-Schätze des Landkreises Tirschenreuth sichtbar machen

Die Dreharbeiten für den Kurzfilm „Orte der Verantwortung“ im Landkreis Tirschenreuth sind abgeschlossen. Das Ziel: Es sollen Räume der Demokratie aus der jüngeren Geschichte und Gegenwart in den Mittelpunkt rücken.

Altbürgermeister Werner Nickl und Interviewerin Bettina Hahn am Set im Familienzentrum Mittendrin.
von Externer BeitragProfil

Für das Projekt „Orte der Verantwortung“ standen kürzlich im ganzen Landkreis Tirschenreuth Interviewpartner vor zwei Kameras und Mikrofonen. Schon im April hatten Friedrich Wölfl und Christina Ponader von der Demokratie-Werkstatt im Netzwerk Inklusion Landkreis Tirschenreuth zur Mitarbeit an einem Kurzfilm zur Demokratie im Landkreis aufgerufen. Bei einem ersten Online-Treffen fanden sich dann fünf Mitstreiter. Gemeinsam machten sie sich auf den Weg, um die finanzielle Unterstützung zu sichern, passende Projekte auszuwählen, Interviewpartner zu gewinnen und mögliche Drehorte auszuwählen. Von Mai bis Juli hatten sie laut einer Mitteilung "damit alle Hände voll zu tun".

Die Auswahl der Projekte sei einerseits leicht gewesen, "weil es so viele gute Beispiele für Orte der Verantwortung und Demokratie im Landkreis gibt". Andererseits sei es schwer festzulegen, wo man beginnen soll, "damit man die zum Teil versteckten ‚Schätze‘ des Landkreises in Breite und Vielfalt hebt und würdigt". Die Finanzierung gelang über Mittel für die "Lange Nacht der Demokratie", aus dem Bundesprogramm "Demokratie Leben!", durch Mittel aus dem Regionalmanagement und Eigenmittel des Netzwerks. Nicht zuletzt das Preisgeld für den Inklusionspreis des Bezirks Oberpfalz sei hier eine wertvolle Hilfe.

Kürzlich ging es in die Vollen: Lukas Höllerer (Mediengestalter und Kreativer von der „Goldenen Hölle“) rückte mit einem Auto voll Licht-, Ton- und Filmequipment an. Start der Filmaufnahmen war beim ehemaligen Landrat Karl Haberkorn, weiter ging es mit den Aktivisten der Bürgerinitiative gegen Atommüll im Grenzland und Statements zur ersten Behindertenbeauftragten im Landkreis Tirschenreuth, Emmi Bauer. Auch das Familienzentrum Mittendrin in Kemnath und das BRK-Impfzentrum ermöglichten einen Blick in ihre Aktivitäten.

Den Abschluss bildeten Interviews mit den Sucht-Selbsthilfegruppen Kreuzbund und Anonyme Alkoholiker in Kemnath. Detailliert vorbereitete Interviews und Recherchen von Friedrich Wölfl, Jürgen Lauterbach, Doris Scharnagl-Lindinger, Angelika Schraml, Bettina Hahn und Jessika Wöhrl-Neuber machten es den Interviewten laut Mitteilung leicht ins Erzählen zu kommen. Vor der Kamera waren sowohl Haupt- als auch Ehrenamtliche zu sehen.

Christina Ponader koordinierte die Drehorte und Termine: „Wir haben sehr viele tolle Aufnahmen sammeln können. Jetzt wird es gar nicht so leicht, aus diesen vielfältigen und durchweg lebendigen Schilderungen und Eindrücken einen Kurzfilm zusammenzustellen.“ Der Film soll am 2. Oktober diesen Jahres anlässlich der "Langen Nacht der Demokratie" präsentiert werden.

Auch das Preisgeld des Inklusionspreises floss in das Filmprojekt

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