Der Landkreis ist bei der Bestellung von kommunalen Behindertenbeauftragten auf einem sehr guten Weg. 22 Beauftragte gibt es in den 26 Städten und Gemeinden. Lediglich die Gemeinden Fuchsmühl, Leonberg, Mähring und Reuth bei Erbendorf sind noch weiße Flecken. Dies berichtete Kreis-Behindertenbeauftragter Reinhard Schön beim ersten Treffen nach den Kommunalwahlen der bestellten Männer und Frauen im Sitzungssaal des Landratsamtes. Man sei weiter bestrebt, die weißen Flecken zu tilgen. Die Suche nach geeigneten Männern und Frauen werde fortgesetzt.
Seit sechs Jahren im Amt
Vor sechs Jahren sei es seine erste Aufgabe gewesen, eine Struktur im Landkreis für Behindertenbeauftragte zu schaffen, bilanzierte Schön. "Anfangs war das eine schwierige Aufgabe", erinnerte sich Schön. Mittlerweile sei ein dichtes Netzwerk geschaffen worden, viele Beauftragte seien gleichzeitig als Seniorenbeauftragte, bei Nachbarschaftshilfen, im Netzwerk Inklusion, als Wohnberater und bei anderen sozialen Diensten engagiert. "Wir haben damit gute Kontakte zu diesen Diensten."
Einsatz für mehr Menschlichkeit
Stellvertretender Landrat Alfred Scheidler bezeichnete die Arbeit der ehrenamtlichen Behindertenbeauftragten als ungemein wichtig im Sozialbereich. Er zollte ihnen deshalb große Anerkennung. "Sie sind das Bindeglied zwischen den Kommunen und Menschen mit Behinderungen", lobte Scheidler diesen Einsatz für Menschlichkeit sehr.
Vier Beauftragte verabschiedete Schön aus dem Amt. Dies waren Petra Sommer-Stark (Stadt Waldsassen), Werner Schnabl (Stadt Bärnau), Josef Etterer (Gemeinde Kastl) und Richard Eckstein (Markt Konnersreuth). Für alle vier Personen gab es fürs Mitmachen Dank und Geschenke.
Bei einer Vorstellungsrunde erzählten alle Beauftragten von sich, ihren Beweggründen zum Amt und welche Verbesserungen sie sich wünschen für die Arbeit am Menschen mit Behinderungen. Auffallend war: Nahezu jeder der bestellten Funktionäre hat einen engen Bezug zur Behindertenarbeit und bringt Fachwissen mit, sei es aus persönlichen Gründen, in der Familie oder beruflich sowie im privaten Engagement in unterschiedlichen Sozialdiensten.
Besonders freute sich Schön, dass vier Kommunen erstmals einen Behindertenbeauftragten haben: In der Stadt Erbendorf übernahm Markus Fütterer diese Aufgabe, in der Gemeinde Krummennaab Angela Haderer, in Neusorg Alois Greger und in Falkenberg Bürgermeister Matthias Grundler. Der Rathauschef möchte sich zusätzlich zu seinen vielen Aufgaben als Gemeindeoberhaupt auch im Behindertenbereich engagieren.
Neu im Amt sind auch in Bärnau Josef Zant, in Kastl Andreas Wöhrl, in Kemnath Michael Plannerer, in Konnersreuth Lorenz Haberkorn und in Waldsassen Bettina Frost. Reinhard Schön aus Schönficht wird weiter als Kreisbehindertenbeauftragter die Koordination und Leitung der Arbeit übernehmen, seine Stellvertreterin ist Doris Scharnagl-Lindinger aus Oberteich bei Mitterteich. Nach der Vorstellungsrunde tauschten die Beauftragten Ideen aus.

















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