Tirschenreuth
28.04.2019 - 16:00 Uhr

Vorhaben prägen Stadt über Jahrzehnte

Manfred Zandt bescheinigt dem Haushalt eine besondere Qualität. "Gerade die vielfältigen Infrastrukturmaßnahmen, die angestoßen werden, prägen die Stadt über Jahrzehnte", urteilte der Freie Wähler.

Zu den Veränderungen im Ort tragen auch private Maßnahmen bei, etwa die Umgestaltung und Erweiterung des Hauses St.Elisabeth. Bild: ws
Zu den Veränderungen im Ort tragen auch private Maßnahmen bei, etwa die Umgestaltung und Erweiterung des Hauses St.Elisabeth.

Für die CSU durfte Gold als erster nicht nur den Verantwortlichen für die Ausarbeitung des Haushalts danken. "Die hervorragenden Zahlen und Eckpunkte verdanken wir den Bürgern mit ihren Steuern und Gebühren, den Betrieben durch die Gewerbesteuer und der staatlichen Unterstützung". Und gerade mit Blick auf die gute Finanzlage wollte Gold nicht zögern, die großen Aufgaben anzugehen. "Eine Stadt kann sich auch marode sparen", warnte Gold. Das Projekt "Rathaus II" würde eine bürgerfreundliche Verwaltung für die Zukunft garantieren. Ausgaben für die Feuerwehren in der Stadt und den Ortsteilen schaffen öffentliche Sicherheit und seien Zeichen der Wertschätzung. Positiv vermerkte Gold die Ausgaben für Familien, etwa den Bau des neuen Kindergartens, sowie die Unterstützung für Vereine, die "unser Stadt- und Dorfleben prägen". Hervorheben wollte er den Ansatz für Ortsstraßen (800 000 Euro). Die Stadt trage erheblich zum Straßenbau bei und entlaste die Anlieger.

Moderner Dienstleister

Die anstehenden Investitionen sind für Manfred Zandt das besondere Kennzeichen des Haushalt. So findet sich darin die Schlussrate von 3,2 Millionen Euro für das Feuerwehrhaus (Gesamtkosten rund 6,5 Mio. Euro). Dadurch sei die Wehr "auf sehr lange Zeit" im Gebäudebestand auf dem modernsten Stand. Die Maßnahme sei zudem Ausdruck der besonderen Wertschätzung. Weitere Bauvorhaben würden den Umbau der Stadt zu einem modernen Dienstleister fortsetzen. Mit dem neuen Kindergarten (3 Mio. Euro) reagiere man auf die Veränderung des Berufs- und Familienlebens, das Projekt Stadtgrün (4 Mio. Euro) schaffe eine hohe Aufenthaltsqualität, die Maßnahmen an der Mittelschule (bis 2024 15 Mio. Euro) hätten einen "modernen und zukunftsfähigen Bildungsstandort" zur Folge. Aufgrund der Stabilisierungshilfe seien dem Stadtrat die Hände gebunden, kommunale Steuern zu senken. Der Ausbau der Infrastruktur sei der "konsequente Weg, den Steuerzahler indirekt daran teilhaben zu lassen".

Schulden steigen

Manfred Zandt wusste aber auch, dass die Vorhaben laut Finanzplanung die Schulden in den nächsten Jahren auf rund 18,6 Millionen Euro ansteigen lassen. "Wir sind als Stadt in der glücklichen Lage, mit zukunftsorientierten Projekten eine nachhaltige, lebenswerte Umgebung zu schaffen", bewertete Gunar Prauschke für die SPD den Haushalt. Das Projekt Stadtgrün, der Kindergarten in der Altstadt oder die Investitionen in den Lernstandort nannte er als Beispiele. Besonders freute ihn, dass die Stadt noch bezahlbaren Mietwohnraum vorweisen könnte.

 
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