23.05.2019 - 17:19 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Weniger Asylbewerber im Landkreis Tirschenreuth

Die Entwicklung der Zahl der Asylbewerber, neue Infos zum Süd-Ost-Link und die Vergabe von einigen Aufträgen: Damit hat sich der Kreisausschuss in seiner Mai-Sitzung im Schnelldurchlauf beschäftigt.

von Martin Maier Kontakt Profil

Asylbewerber:

Derzeit leben 340 Asylbewerber (Stand: 6. Mai) im Landkreis Tirschenreuth. Dies entspricht einem Anteil von 0,47 Prozent der Landkreisbevölkerung. Darauf verwies Oberregierungsrätin Regina Kestel. Anfang 2018 waren es noch 447 Asylbewerber. Wegen des Rückgangs kündige der Landkreis derzeit dezentrale Unterkünfte.

Erfreulich sei, dass die Anzahl der Fehlbeleger rückläufig ist. Waren es Anfang 2018 noch über 35 Prozent sind es mittlerweile rund 25 Prozent. Wobei Kestel einschränkte: „Es wird immer schwieriger, für diese Leute Wohnung zu finden.“ Daher machte sie noch einmal auf die „Online-Wohnraumbörse für anerkannte Flüchtlinge“ auf der Homepage des Landkreises aufmerksam. Dort könnten sich potenzielle Vermieter eintragen. Fehlbeleger müssten wegen ihres Bleiberechts die Heime eigentlich verlassen, dürfen aber bleiben, weil sie keine Wohnung finden.

Vergabe:

Landrat Wolfgang Lippert gab einige Auftragsvergaben öffentlich bekannt: Die Firma Markgraf aus Bayreuth erhielt für rund 440.000 Euro den Zuschlag für die Unterhaltsarbeiten an verschiedenen Kreisstraßen. Die Rädlinger Straßen- und Tiefbau GmbH aus Selbitz übernimmt für knapp 1,1 Millionen Euro die Oberbauverstärkung der Kreisstraße 14 zwischen Pechbrunn und Ochsentränke.

Die neue Fräsmaschine für die Metallabteilung des Beruflichen Schulzentrums Wiesau liefert die Firma Harich aus Feucht. Sie kostet rund 55.000 Euro. Zudem gibt es im generalsanierten Klassentrakt neue Schulmöbel. Der Auftrag ging für 100.000 Euro an die Firma ASS-Einrichtungssysteme aus Stockheim. Und die Vergabe der KWK-Strom- und Wärmelieferung (Anlagencontracting) für die Berufsschule entschied die Kofler Energies Energieeffizienz GmbH mit fast 2,2 Millionen Euro für sich.

Süd-Ost-Link:

Oberregierungsrätin Regina Kestel war Anfang Mai auf der Mitgliederversammlung des Bündnisses „Hamelner Erklärung“ in Hannover. Der Landkreis ist dort Mitglied, um sich rechtliche Unterstützung wegen des Baus des Süd-Ost-Links zu holen. Kestel informierte, dass sich ein Anwalt mit dem Thema Leerrohre auseinandersetzen wird. Zudem würden sich Rechtsanwälte und ein Fachbüro mit der Bündelung der Leitung an der Autobahn beschäftigen. Außerdem hatte die Oberregierungsrätin erfahren, dass es für die von den Landkreisen geforderte 525-kV-Leitung bisher nur einen einzigen Kabelhersteller gibt.

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