17.01.2019 - 14:44 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Weniger Babys im Kreis Tirschenreuth

Nach einem kleinen Zwischenhoch sinkt die Zahl der Geburten im Landkreis Tirschenreuth wieder. Dennoch geben die 569 neuen Erdenbürger nicht nur ihren Eltern viel Anlass zur Freude.

Entwicklung der Geburtenrate im Landkreis
von Michaela Kraus Kontakt Profil

Der Rückgang um acht Babys im Vergleich zum Jahr 2017 nimmt sich überschaubar aus. Die neuesten Zahlen, die dem Landratsamt direkt aus den 26 Gemeinden gemeldet wurden, belegen eine relativ stabile Basis. Berücksichtigt sind übrigens nicht nur die Geburten aus dem Krankenhaus Tirschenreuth – hier wurden 2018 genau 368 Babys entbunden. Doch die stammen nicht alle von Eltern aus dem Landkreis. Umgekehrt entbinden viele Mütter zwischen Kemnath und Mähring, Konnersreuth und Plößberg auch in benachbarten Kliniken. In der Statistik sind alle Neugeborenen erfasst, die 2018 mit Wohnsitz in einer Landkreisgemeinde gemeldet wurden.

Die wenigsten Geburten gab es diesmal in Friedenfels. Mit vier Mädchen und Buben verfehlte die Steinwald-Gemeinde den Negativ-Rekord aus dem Jahr 2015 aber noch deutlich: Damals gab es ein einziges Baby in Friedenfels. Beim Blick in die Zahlen, die bis ins Jahr 1999 reichen, fällt ein munteres Auf und Ab ins Auge. Die zweitwenigsten Geburten registrierte man 2007 mit drei Neuankömmlingen in Pechbrunn. Nur jeweils vier Babys im Jahr tauchen in der Langzeit-Statistik öfter auf: In Ebnath, Falkenberg, Friedenfels, Leonberg und Neualbenreuth.

Die frischen Zahlen für das abgelaufene Jahr bewegen sich in einer Bandbreite zwischen 4 und 71 Geburten. Spitzenreiter ist – wie könnte es anders sein - die Kreisstadt mit den meisten Einwohnern. Auf Platz zwei kommt Waldsassen (59 Geburten), auf Platz drei Mitterteich (52), gefolgt von Kemnath (39), Erbendorf (34), Waldershof (33), Plößberg (32) und Wiesau (31).

Dass in kleineren Gemeinden weniger Babys zur Welt kommen, liegt auf der Hand. Vor diesem Hintergrund sind die 29 Geburten in Bärnau und 18 in Mähring besonders erfreulich, bedeuten sie doch jeweils einen kräftigen Zuwachs im Vergleich zu 2017. Fast sensationell erscheint der Anstieg in Kulmain: Hier hat sich die Zahl der Neugeborenen mit 27 mehr als verdoppelt. Die Tendenz zeigt auch in Konnersreuth mit 16 Kindern, in Fuchsmühl mit 14 Kindern und in Leonberg mit 10 Kindern nach oben.

Das prozentual zur Einwohnerzahl kräftigste Minus weist die Statistik diesmal für Immenreuth aus. Hier kamen 12 Babys weniger zur Welt als im Vorjahr. In Kemnath betrug der Rückgang 13, in Mitterteich 16 Kinder. Negative Zahlen melden auch kleinere Kommunen wie Neusorg (-7), Krummennaab (-5), Neualbenreuth und Reuth (-4), Friedenfels (-3) und Falkenberg (-2).

Auch wenn die Gesamtbilanz mit 569 Babys wieder einen leichten Knick nach unten in der Langzeitkurve bedeutet: So schlecht sieht es gar nicht aus mit der Zeugungs- und Gebärfreude. Eine ähnliche Zahl wie jetzt wurde etwa im Jahr 2008 erreicht. Und da lebten noch fast 4000 Menschen mehr im Landkreis. Vom bisherigen Tiefpunkt aus dem Jahr 2007, als es nur 512 neue Erdenbürger gab, sind die neuen Zahlen noch weit entfernt.

Die Geburtenzahlen 2018 im Landkreis Tirschenreuth
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