17.01.2020 - 17:32 Uhr
TirschenreuthOberpfalz

Von Wölfen, einer Arche Noah und mehr Natur in der Stadt

Der Bund Naturschutz stellt sein neues Jahresprogramm vor. Es macht krasse Gegensätze deutlich. Während die Wölfe zurückkehren, verschwinden viele Singvögel. Und dann ist da noch ein prominenter Gast, der kommen soll.

Bei den Exkursionen durch Wald und Flur können Naturliebhaber manche Raritäten unter den Insekten entdecken, die immer seltener werden, wie dieses große Heupferd.
von Ulla Britta BaumerProfil

Öffentlichkeitsarbeit wird bei der Kreisgruppe des Bundes Naturschutz im Landkreis Tirschenreuth groß geschrieben. Die Umweltaktivisten wollen die breite Bevölkerung informieren und für Naturthemen sensibilisieren. Geschäftsführerin Ursula Schimmel plant dazu in vielen Gemeinden im Landkreis Aktivitäten. Die Exkursionen Vorträge, Spaziergänge sowie Familienausflüge zeigen, welch gewaltigen Naturschätze die Heimat bietet. Die Ausflüge sind zudem alle kostenlos. "Wölfe in Bayern"

Am Dienstag, 4. Februar beginnt das Jahresprogramm spektakulär mit einem Vortrag im Gasthof "Bayerischer Hof" in Wiesau. Wolfsbeauftragter Markus Martini vom Landesamt für Umwelt klärt um 19.30 Uhr zum Thema "Wölfe in Bayern - aktueller Stand" darüber auf, welche Konsequenzen die Verbreitung für Mensch und Natur hat.

Weiter geht es am 12. Februar um 19 Uhr mit "Laudatio Si und Klimaschutz", einem Vortrag der Umweltreferentin der Diözese Regensburg, Beate Eichinger, im Mehrzwecksaal Brand. Umweltschützer Hubert Weiger wird vom 12 bis 14. Februar zur Tagung im Evangelischen Bildungszentrum Bad Alexandersbad erwartet. Das Thema lautet "Nachhaltigkeit braucht Heimat - neue Aufgaben und Chancen für ländliche Räume". Nach der Jahreshauptversammlung am 19. März im Gasthof Hackelstein in Fuchsmühl geht's weiter mit einem Vortrag über die Pflege von Obstbäumen und Sträuchern am 20. März im Gasthof "Waffenschmied" in Brand. Ein schönes Thema ist dem 27. April gewidmet. Bei einem Rundgang durch Kemnath mit Erwin Möhrlein vom LBV wird "Natur in der Stadt" entdeckt. Treffpunkt ist um 18 Uhr am Ärztezentrum-Parkplatz am Seeleitenplatz). Eine heimatkundliche und naturkundliche Familienwanderung gibt es am 3. Mai ab 10 Uhr entlang der Südseite des Kösseine-Massivs. "Die Stunde der Gartenvögel" schlägt mit einer Bestimmung von heimischen Singvögeln am 9. Mai um 7 Uhr mit Roland Bönisch vom LBV in Waldsassen, Treffpunkt ist am Naturerlebnisgarten. "Rund um die Teichwirtschaft" informiert Thomas Beer vom Fischhof Beer in Kleinsterz am 16. Mai um 16 Uhr (Treffpunkt am Fischhof), während am 21. Juni "Geologie, Natur und Heimatkunde" um 14 Uhr bei einer Exkursion mit Martin Füssl ins Visier genommen werden (Treffpunkt Ortsmitte von Weha bei Kastl).

Am 1. August und am 22. August stehen die beiden Exkursionen "Biotop Zinster Steinbruch" (Treffpunkt um 15 Uhr am Eingang zum Steinbruch) und "Naturschutz bei der Waldbewirtschaftung" (14 Uhr südliche Kösseine) auf dem Programm. "Wo wohnt das Reh, wo lebt der Specht?" sind Fragen, die bei der Familienführung am 5. September mit Försterin Annette Schödel im Naturpark Steinwald gestellt werden (Treffpunkt Wanderparkplatz Harlachberg bei Pullenreuth um 14 Uhr).

Begehung am Teichlberg

Ein großes Thema ist am 4. Oktober um 15 Uhr die Waldbegehung des Teichlbergs bei Pechbrunn. Durch die vom Basaltabbau gerettete "Arche Noah", einem Naturwald-Reservat erster Sahne, führen Hubert Weiger und Richard Mergner. Treffpunkt ist in Pechbrunn an den Parkplätzen an den Sportplätzen. Das Programm endet am 12. November im Kunsthaus Waldsassen mit dem Vortrag "Biodiversität in der Entwicklungshilfe".

Alle aktuellen Programmpunkte stehen auch im Internet auf tirschenreuth.bund-naturschutz.de/veranstaltungen. Weitere Infos können über E-Mail unter der Adresse tirschenreuth@bund-

naturschutz.de angefordert werden.

Auf den geschützten Wiesen und Biotopen gibt es noch viele Schmetterlinge.
Schmetterlinge sind auch in der Stadt heimisch. "Natur in der Stadt" wird beim BN deshalb groß geschrieben.
Nicht immer kommen die scheuen Rehe so nah wie hier auf diesem Foto, wo sich das Tier in einen Garten verirrt hat. Aber vielleicht gibt es beim BN-Familienausflug "Wo wohnt das Reh? Wo wohnt der Specht?" eine überraschende Begegnung.
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