17.09.2020 - 13:16 Uhr
TrabitzOberpfalz

Energiesparender Kita-Neubau

Energieeffizienz, Hygiene und Umweltfreundlichkeit: Damit soll die neue Kindertagesstätte der Gemeinde Trabitz punkten. Dafür sorgen sollen unter anderem kleine Durchlauferhitzer und eine Fußbodenheizung.

Auf Energieeffizienz werden Heizung und Warmwasserbereitung im neuen Trabitzer Kindergarten angelegt, dessen Bau seit August läuft. Die Einzelheiten erklärt Ingenieur Jürgen Wloka in der Gemeinderatssitzung.
von Bernhard PiegsaProfil

Ausführlich stellte Jürgen Wloka vom Weidener Planungsbüro Wloka in der Sitzung des Gemeinderats das Heizungs-, Lüftungs-, Sanitär- und Elektrotechnikkonzept für den Neubau des Kindergartens vor. Dieses setzt auf größtmögliche Energieeffizienz, Hygiene und Umweltfreundlichkeit. So sollen die Räume weitgehend per Fenster und Türen be- und entlüftet werden: „Nur für die Schlaf- und Wickelräume, wo es zu gewissen ‚besonderen Geruchsbelastungen‘ kommt, sind unterstützende Lüftungsgeräte vorgesehen“, erläuterte Wloka.

Warmwasser werde nicht in einem zentralen Großboiler zubereitet, sondern in kleinen Durchlauferhitzern, die nur bei Bedarf anspringen: „Der Energieverbrauch einer solchen Lösung ist nachweislich niedriger.“ Die aus dem örtlichen Fernwärmenetz gespeiste Heizung des neuen Kindergartens werde als Fußbodenheizung konzipiert, informierte der Planer.

Für das Außengelände seien Pollerleuchten vorgesehen, außerdem solle das Gebäude abends von zwei Seiten angestrahlt werden: „Diese Bestrahlung wird aber keinesfalls die ganze Nacht hindurch brennen.“ Die voraussichtlichen Kosten kalkulierte Wloka auf rund 457.500 Euro, was über 40.000 Euro unter der Schätzung des Architekturbüros liegt. Der Gemeinderat beauftragte das Plaungsbüro Wloka einstimmig mit der detaillierten Entwurfsplanung. Das Ausschreibungsverfahren für die Anlagen soll im Oktober und November vollzogen werden.

Bürgermeisterin Carmen Pepiuk ließ noch wissen, dass die Regierung der Oberpfalz für dieses Jahr 848.000 Euro aus dem Sonderprogramm „Kinderbetreuungseinrichtungen“ und eine erste Rate von 350.000 Euro aus FAG(Finanzausgleichs)-Mitteln für den Neubau des Kindergartens zugesagt habe. Obendrein habe das Münchener Finanzministerium einen Zuschussbetrag von maximal acht Millionen Euro aus dem bayerischen „Gigabitprogramm“ zur Schließung von Breitbandversorgungslücken bei einer Höchstförderquote von 90 Prozent zugesagt.

Die im vergangenen Jahr beschlossene gemeindliche Subventionierung der Ferienfreizeitwochen bestätigte das Gremium für weitere vier Jahre: Somit gibt es vorerst bis 2024 für jedes erste teilnehmende Kind einer Familie 65 Euro und für etwaige weitere Kinder 45 Euro Zuschuss je genutzter Ferienprogrammwoche.

Ausschließlich formale Gründe hatte die Aufhebung und Wiederholung des im Juli gefassten Beschlusses über den Beitritt der Gemeinde zum Zweckverband Kommunale Verkehrssicherheit Oberpfalz. Einen Vorschlag von Gemeinderätin Eva Mayrhofer-Dötsch (Freie Wähler Weihersberg-Zessau), den von der Kommune verbrauchten Strom von der Energiegenossenschaft NEW zu beziehen, begrüßte Pepiuk. Sie wird gemeinsam mit der Verwaltung in Gespräche mit der Genossenschaft eintreten.

Schließlich berichtete die Bürgermeisterin, dass Naturparkverwaltung und Untere Naturschutzbehörde die Kommune bei einem gemeinsamen Ortstermin mit dem zuständigen Arbeitskreis des Gemeinderats für ihre Initiative eines Hecken- und Grabenpflegeprogrammes gelobt hätten. Über Einzelheiten seiner Umsetzung habe man vor Ort gesprochen.

Ihrem Abschluss gehen die Arbeiten an den Außenanlagen des Meierhof-Jugendhauses entgegen: Rasen-Einsäen, Bepflanzungen sowie die Aufstellung des früher vor dem „weißen Haus“ an der Kurbersdorfer Straße platzierten Marterls und einer Sitzbank sollen bis Ende Oktober erledigt sein, kündigte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Gemeinderatssitzung an. Auf Anfrage von Konrad Bauer (CSU) informierte sie, dass das Obst aus den gemeindeeigenen Streuobstwiesen „von jedermann“ geerntet werden dürfe. Ferner gab sie zur Kenntnis, dass das Landratsamt den Gemeindehaushalt 2020 genehmigt habe.

Das gemeindliche Einvernehmen wurde für den Anbau an einen Milchviehstall und den Neubau eines Güllebehälters auf Flurnummer Feilersdorf 12 und 75 erteilt. Mit Blick auf die Entwicklung der Steuereinnahmen unter den derzeitigen „Krisenbedingungen“ merkte Pepiuk an, dass die Gemeinde im zweiten Quartal 2020 181.295 Euro aus dem Einkommensteueranteil erhalten habe: gut 30.000 weniger als im Vergleichszeitraum 2019. Die Umsatzsteuereinkünfte seien um rund 3000 auf 29.581 Euro gesunken. Der vom Gemeinderat genehmigte Jahresabschluss der gemeindlichen Wassserversorgung für 2019 weist eine Bilanzsumme von 1.147.510,08 und ein Defizit von 67.679,58 Euro aus, das aus der allgemeinen Rücklage ausgeglichen wird.

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