„Als freie, für Menschen vieler Anschauungen offene und nicht starr organisierte Liste wollen wir dazu beitragen, dass Trabitz einen starken Gemeinderat hat, der unserer Bürgermeisterin gute Vorlagen für ihre Arbeit gibt“: Selbstbewusste Worte waren bei der Nominierungsversammlung der Freien Wählergemeinschaft der Gemeinde Trabitz (FWG) im Sportheim zu hören. Mit einer vollständigen, 24-köpfigen Liste und den amtierenden Ratsmitgliedern Barbara Heser und Konrad Dippel als Spitzenkandidaten treten die „Freien“ in den Wettstreit um die zwölf Gemeinderatsmandate ein.
„Wir verzichten bewusst auf ein starres Listenprogramm und feste Mitgliedschaften, denn wir wollen eine offene Plattform für recht viele Bürger sein, die bereit sind, in dem wichtigen Amt eines Gemeinderats Verantwortung für Trabitz zu übernehmen“, bekräftigte Konrad Dippel. Dies entspreche dem Charakter der Gemeinderatswahl als einer „Personenwahl“: „Jeder von uns soll seine Einstellung haben, ohne sie an einer Partei festmachen zu müssen – das Parteidenken ist eigentlich ein alter Zopf.“ Deshalb gelte es auch klarzustellen, dass die FWG-Liste „kein Ableger der Aiwanger-Partei“ sei: „Das sind zwei Paar Stiefel.“
Die neue Liste beende die Abspaltung der bisherigen „Freien Christlichen Wählergemeinschaft“ (FCW) von der FWG und schaffe so mehr Klarheit, führte Dippel weiter aus: „Vor langer Zeit haben sich die beiden Gruppen getrennt, aber das soll nicht in alle Ewigkeit so bleiben.“ Nichts ändern solle sich durch die „Wiedervereinigung“ jedoch an Selbstverständnis und Diskussionskultur des Ratsgremiums: „Ein gut ‚diversifizierter‘ Gemeinderat, in dem alle Fragen eingehend durchdiskutiert werden und der so die wesentlichen Leitlinien der Gemeindepolitik zeichnet, soll das Ziel sein. So sieht es auch die Gemeindeordnung vor.“
Herbert Dumler regte an, künftig mindestens einmal pro Jahr eine Zusammenkunft der Kandidaten und Freunde der FWG-Liste einzuberufen: „Jene, die in den Gemeinderat gewählt wurden, sollten dann über die Gemeindepolitik und ihr Abstimmungsverhalten Rechenschaft geben. Wir sind eine gemeinsame Gruppe, die über die Wahl hinaus einen gewissen Zusammenhalt pflegen und informiert werden sollte.“ Barbara Heser schlug vor, in einer Versammlung nach der Wahl das Thema nochmals aufzugreifen: „Wenn die Mehrheit dann dafür ist, könnten künftig solche Kandidatentreffen regelmäßig stattfinden.“
Ein Kuriosum des Gemeindewahlrechts ließ Konrad Dippel nicht unerwähnt: „Obwohl es nur drei, allenfalls vier Gemeinderatslisten geben wird, wird unsere Liste voraussichtlich mit der Nummer sieben oder acht auf den Wahlzetteln erscheinen.“ Dies hänge mit der starken Parteienorientierung des Wahlrechts zusammen: „Die ersten sechs Nummern sind für die im Landtag vertretenen Parteien vorgemerkt.“
Das gelte unabhängig davon, ob eine Partei eine eigene Gemeindewahlliste benenne oder nicht: „Von den Landtagsparteien stellt bei uns nur die CSU eine Liste mit der Nummer eins auf. Listen mit den Ordnungszahlen zwei bis sechs wird es nicht geben, denn diese Listennummern wären für die Grünen, die Landespartei der Freien Wähler und so weiter reserviert.“ Als freie örtliche Wählergruppe könne die FWG nicht die Ordnungszahl drei der „Aiwanger-Partei“ beanspruchen.
Die Kandidaten
„Das ‚Baby‘ unserer gemeinsamen Liste ist nicht nur reibungslos auf die Welt gekommen, sondern hat auch alle Finger“, freute sich Konrad Dippel über die lückenlose Liste der Freien Wählergemeinschaft der Gemeinde Trabitz (FWG). Folgende 24 Kandidaten stellen sich bei der Gemeinderatswahl am 15. März dem Votum der Trabitzer: 1. Barbara Heser; 2. Konrad Dippel; 3. Andreas Walter; 4. Nicole Kampka; 5. Johannes Pamler; 6. Tobias Barth; 7. Martin Schlicht; 8. Patrick Plaß; 9. Alois Steinkohl; 10. Diana Göppl; 11. Peter Jahn; 12. Christian Prösl; 13. Franziska Heser; 14. Martina Dippel; 15. Josef Göppl; 16. Matthias Lang; 17. Nadine Prösl; 18. Siegfried Kiefer; 19. Markus Deubzer; 20. Tobias Bock; 21. Markus Heining; 22. Christian Pemp; 23. Margit Walter; 24. Josef Dziwok. Einen eigenen Bürgermeisterkandidaten nominiert die FWG nicht. Von den amtierenden Gemeinderatsmitgliedern der Freien Christlichen Wählergemeinschaft (FCW) kandidiert Hans Deubzer nicht mehr, vertritt aber die FCW im gemeindlichen Wahlausschuss.













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