Trabitz
14.10.2026 - 19:24 Uhr

Glasfasertrasse quert Bodendenkmal in Trabitz

Bauten, Glasfaser und ein Baumstreit: Der Trabitzer Gemeinderat stimmte zahlreichen Vorhaben zu – darunter einer Trasse im Bodendenkmal Feilershammer.

Die Glasfasertrasse läuft bei Feilershammer über ein Bodendenkmalgebiet. Bodeneingriffe im Bereich eines Bodendenkmals sind erlaubnispflichtig. Bild: Jürgen Masching
Die Glasfasertrasse läuft bei Feilershammer über ein Bodendenkmalgebiet. Bodeneingriffe im Bereich eines Bodendenkmals sind erlaubnispflichtig.

Ein besonderer Punkt der Oktober-Sitzung des Trabitzer Gemeinderats war der Vollzug des Denkmalschutzgesetzes: In Feilershammer, am Standort des ehemaligen Hammerschlosses, das einst dem Kloster Speinshart zugehörig war, liegt ein Bodendenkmal. Dort ist im Zuge des Glasfaserausbaus die Verlegung von Leitungen im Erdreich geplant. Weil Bodeneingriffe im Bereich eines Bodendenkmals erlaubnispflichtig sind, liegt der Gemeinde ein Antrag nach Art. 7 Abs. 1 des Bayerischen Denkmalschutzgesetzes (BayDSchG) vor. Die denkmalrechtliche Erlaubnis erteilt das Landratsamt als Untere Denkmalschutzbehörde im Einvernehmen mit dem Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege; die Gemeinde wird dazu angehört. Diesem Antrag stimmte der Gemeinderat einstimmig zu. „Sollten hier jetzt tatsächlich irgendwelche Funde auftauchen, muss der Glasfaserausbau gestoppt werden“, wandte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk ein. Tatsächlich sind bei archäologischen Funden unverzüglich Anzeige zu erstatten und die Arbeiten so lange einzustellen, bis die Behörde ihr Einverständnis gibt.

Einstimmiges Einvernehmen

Ansonsten standen bauliche Angelegenheiten im Mittelpunkt. Bereits die ersten beiden Tagesordnungspunkte betrafen Bauanträge im Ortsteil Burkhardsreuth. Zunächst ging es um den Neubau einer landwirtschaftlich genutzten Stahlhalle, die als Abstellmöglichkeit für Fahrzeuge dienen soll und mit einer Photovoltaikanlage auf dem Dach ausgestattet werden soll. Das Gremium gab dem Vorhaben einstimmig sein gemeindliches Einvernehmen. Derselbe Antragsteller plant zudem die Erweiterung einer ebenfalls landwirtschaftlich genutzten Holzscheune, in der künftig ein Getreidesilo untergebracht werden soll. Auch in dieser Sache sah der Gemeinderat keine baulichen Bedenken und stimmte einstimmig zu.

Ebenfalls einstimmig fiel die Entscheidung über einen Bauantrag in Feilersdorf aus. Bürgermeisterin Carmen Pepiuk erläuterte anhand mehrerer Skizzen, wie der Anbau der bestehenden Betriebsleiterwohnung durch einen Teilabbruch und eine Aufstockung des vorhandenen Nebengebäudes samt Errichtung eines Balkons aussehen soll. Auch hierzu gab das Gremium sein Einvernehmen.

Diskussion über Baumparzelle

Dem Antrag der Feuerwehr Burkhardsreuth auf einen Zuschuss in Höhe von 200 Euro für Schulungsmaterial, unter anderem für die Feuerwehrjugend, stimmte das Gremium ebenfalls zu. Zurück kam die Runde zudem auf die in der vorherigen Sitzung angesprochene Frage der Entfernung von drei nicht mehr genutzten Buswartehäuschen. Zwei davon, so Pepiuk, stünden an einer Kreisstraße; hier werde sie sich an das zuständige Landratsamt wenden. Ein Wartehäuschen werde laut Auskunft von Anwohnern aber noch benutzt.

Eine längere Diskussion entbrannte über die Baumparzelle in Preißach. Dort hatten die Wurzeln alter Bäume einen neu errichteten Gehweg angehoben. In der Sitzung zuvor war vereinbart worden, die Bäume zu entfernen und Ersatz zu pflanzen. Nun stellte sich die Frage nach der passenden Baumart. Pepiuk hatte dazu ein Angebot eingeholt und teilte dem Gemeinderat mit: „Es wurden zwei Bäume vorgeschlagen, die wir dort wieder pflanzen könnten.“ Die Anwohner zeigten sich damit jedoch nicht zufrieden – eine Ersatzpflanzung an derselben Stelle wünschten sie nicht. Im Gremium gab es dazu unterschiedliche Meinungen. So wurde etwa angemerkt, dass Bäume eine optische Trennung zum Gehweg schafften. Vorgeschlagen wurde außerdem, die Ersatzpflanzung stattdessen im Bereich des Spielplatzes bei den Sitzbänken vorzunehmen, um dort im Sommer Schatten zu spenden. Das Angebot liege bei etwa 2700 Euro; die Pflanzung müsse noch in diesem Jahr vollzogen werden, sagte Pepiuk. Abschließend informierte die Bürgermeisterin, dass sich der Arbeitskreis „Heckenpflege“ mehrere Stellen im Gemeindegebiet angesehen und dabei auch die Tätigkeit des Bauhofs begutachtet habe. Eine Stelle müsse jedoch extern vergeben werden.

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