16.06.2020 - 09:22 Uhr
TrabitzOberpfalz

Kanalisation ist keine Müllkippe

Feuchttücher, Hausschuhe und Teppiche landen immer wieder im Abwassersystem. Das ist ärgerlich und obendrein teuer, betont Bürgermeisterin Carmen Pepiuk.

Bürgermeisterin Carmen Pepiuk appelliert an die Bürger, ihren Abfall nicht via Kanalisation zu entsorgen.
von Bernhard PiegsaProfil

Trotz vieler Ermahnungen sei die Abfallentsorgung via Kanalisation nach wie vor ein Ärgernis, beklagte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Gemeinderatssitzung. Nicht nur Feuchttücher, sondern sogar Hausschuhe, kleine Teppiche und Ähnliches landeten auf diesem Wege im Abwassersystem: „Die Folge ist, dass die Pumpen in den Hebewerken stundenlang ausfallen oder kaputtgehen. Eine neue Pumpe kostet rund 5000 Euro.“ Mit einem Informationsschreiben in deutscher und englischer Sprache wolle die Gemeinde nochmals über diese Problematik aufklären, damit diese leidige Unsitte aufhöre.

Zur Kenntnis nahm der Gemeinderat den jüngsten Bericht der überörtlichen Prüfung durch den Kommunalen Prüfungsverband. Gefordert wurden unter anderem eine zügigere Gewerbesteuerveranlagung und eine konsequentere Information betroffener Grundstückseigentümer über den durchzuführenden Austausch von Gartengrundstücks-Wasserzählern, deren Eichfrist abgelaufen ist. „Für die Gartenwasserzähler sind die Grundstückseigner selbst zuständig“, ließ Pepiuk wissen.

525 Euro Jugendförderung überweist die Gemeinde an Vereine mit Jugendabteilungen. „Unsere Vereine haben für vergangenes Jahr insgesamt 105 Kinder gemeldet, eins weniger als 2018“, informierte Bürgermeisterin Pepiuk die Räte. Auf Anfrage von Andreas Walter (Freie Wähler Trabitz/FWT) gab sie zur Kenntnis, dass das am östlichen Ortseingang platzierte gemeindliche Geschwindigkeitsmessgerät auf Ersuchen einiger Bürger aufgestellt worden sei. Die Beauftragung eines externen Verkehrsüberwachungsdienstes wie in Pressath und Schwarzenbach kommt nach Pepiuks Worten derzeit nicht in Betracht: „Diese Dienste sind derart ausgelastet, dass sie keine Gemeinden mehr annehmen.“

Die Planunterlagen für das Überschwemmungsschutzprojekt „boden:ständig“ für Pichlberg könnten auf Wunsch bei ihr in der Gemeindekanzlei eingesehen werden, gab die Bürgermeisterin auf Nachfrage von Josef Kroher (CSU) zur Kenntnis. Sobald Corona es erlaube, fänden die Ortsgespräche zu diesem Vorhaben statt: „Ohne Mitsprache der betroffenen Bürger wird nichts entschieden.“ In den Arbeitskreis „Heckenpflegekonzept“, der die Pflege der gemeindeeigenen Flurbereinigungshecken begleiten wird, wurden Carmen Pepiuk, Lukas Deubzer, Konrad Dippel, Bernhard Dötsch, Josef Kroher und Josef Marzi berufen, außerdem wird ihm Reinhold Sternkopf vom Bauamt der Verwaltungsgemeinschaft angehören.

Einstimmig angenommen wurde die in Details präzisierte und aktualisierte Erschließungsbeitragssatzung. Das gemeindliche Einvernehmen erteilte der Gemeinderat folgenden Bauangelegenheiten: Bauantrag für Anbau an das bestehende Wohnhaus und Umbau der Einliegerwohnung auf Flurnummer Feilersdorf 8, Tekturplan für Bau eines Gärrestlagers und des Blockheizkraftwerksgebäudes 2 auf Flurnummer Preißach 223, Bauantrag für den Ausbau des Dachgeschosses einer Doppelgarage zum Wohnraum auf Flurnummer Feilersdorf 12.

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