08.04.2019 - 11:32 Uhr
TrabitzOberpfalz

Kreis-CSU: Mehr Frauen nominieren

Die Trabitzer CSU stellt sich für die Kommunalwahlen 2020 auf. Die Hoffnungen liegen dabei auf einer bestimmten Frau.

Stellvertretender CSU-Kreisvorsitzender Albert Nickl (links) gratulierte nicht nur der Ortsvorsitzenden Carmen Pepiuk zur Wiederwahl, sondern auch Heinrich Bauer zu 55 Jahren Mitgliedschaft.
von Bernhard PiegsaProfil

Kommunalpolitik ist kein Ruhekissen: Das illustrierte der umfangreiche Jahresbericht der Ortsvorsitzenden Carmen Pepiuk bei der Hauptversammlung des CSU-Ortsverbands Trabitz im Gasthof Dötsch. Und das neue „Arbeitsjahr“ stellt die 29 Mitglieder vor eine besondere Herausforderung: Am 15. März 2020 werden die Mandats-„Karten“ in Gemeinden und Kreisen neu gemischt.

„Die Kommunalwahlen 2020 werden uns in den kommenden Monaten beschäftigen, und wir werden uns gründlich auf einen erfolgreichen Wahlkampf vorbereiten“, gab Pepiuk den Kurs vor. Vor allem gelte es, wieder eine Liste mit vertrauenswürdigen und kompetenten Gemeinderatskandidaten zu bilden, die bei der Nominierungsversammlung in der zweiten Jahreshälfte gutgeheißen werden solle. Hierzu wünschte auch stellvertretender Landrat Albert Nickl viel Erfolg.

Einstimmig votierte die Versammlung dafür, Carmen Pepiuk nicht nur für weitere zwei Jahre als Ortsvorsitzende zu bestätigen, sondern sie auch für einen Platz auf der CSU-Kreistagsliste vorzuschlagen. Albert Nickl begrüßte diese Entscheidung: „Die Kreis-CSU ist daran interessiert, möglichst viele Frauen zu nominieren, und Carmen wäre als gute Bürgermeisterin und erfahrene Geschäftsfrau auch eine kompetente Vertreterin der Verwaltungsgemeinschaft Pressath und des westlichen Landkreises.“ Freilich habe die CSU-Kreisdelegiertenversammlung das letzte Wort bei der Listengestaltung: „Aber ich sehe gute Erfolgschancen.“

Pepiuk versprach ihrerseits, sich im Falle einer Wahl zur Kreisrätin „für unsere Gemeinde und den westlichen Kreis nach Kräften einzusetzen“. Daran zweifele er nicht, entgegnete Albert Nickl: Pepiuk und die CSU hätten in den vergangenen Jahren ihren Teil zum Ruf Trabitz‘ als eine „Beispielgemeinde“ beigetragen, in der „zugepackt und nicht nur geredet“ werde. Dieses Ansehen verdanke die Gemeinde ihren tatkräftigen Bürgern und Vereinen, aber auch den Gemeindeverantwortlichen, die es verstünden, „wichtige Projekte anzupacken und Gelegenheiten zur Erlangung von Fördermitteln wahrzunehmen“.

Wenn die Infrastruktur stimme, fühlten sich auch die Bürger wohl, unterstrich Nickl: „Menschen, die sich in ihrer Gemeinde wohl fühlen, leben gern dort und stellen die Zukunft ihrer Heimat sicher.“ Eine bürgernahe Arbeit an der kommunalpolitischen Basis sei zudem unabdingbar für Wahlerfolge auf höheren Ebenen und trage zur Position der CSU als „noch immer einzige wichtige Volkspartei in Bayern“ bei, unterstrich der Vizelandrat, stellvertretende CSU-Kreisvorsitzende und Speinsharter Bürgermeister.

Gewiss könne die Partei die „Watschen“ von 2017 und 2018 nicht wegdiskutieren, doch seither habe sich manches verändert. Das Verhältnis zur Schwesterpartei CDU, in dem es „gescheit geknirscht“ habe, habe sich entspannt: „Vor allem wie man zeitweilig miteinander umging, hat viel Befremden und Schaden gestiftet. Aber inzwischen sind wir wieder zu einer Mannschaft zusammengerückt, wie vor allem das gemeinsame Europawahlprogramm zeigt.“

Ein Lob hatte Nickl für die neue Imagekampagne des Landkreises: „Sie weckt das Bewusstsein dafür, dass es sich im ländlichen Raum mindestens so gut lebt wie in den größeren Städten.“ Manches, was in der Großstadt „serviert“ werde, müsse hier durch gesellschaftliches Engagement erarbeitet werden: „Doch gerade dies schafft das menschliche Miteinander, das das Leben hier so schön macht und das die Großstädter gar nicht mehr kennen.“ Auch an attraktiven Arbeitsplätzen fehle es hier längst nicht mehr.

Info:

Kaum Veränderungen im Vorstand

Bei der Vorstandsneuwahl bestätigten die Mitglieder außer der Vorsitzenden Carmen Pepiuk auch die stellvertretenden Vorsitzenden Willibald Pscherer und Bernhard Piegsa, Kassenwart Konrad Bauer sowie die Kassenprüfer Heinz Stabla und Albert Fenzl in ihren Ämtern. Für Hubert Petzak rückt Bernhard Piegsa ins Amt des Schriftführers nach. Zu Beisitzern wurden Franz Groß, Hans Hey, Marianne Hey, Rita Hey und Werner Rupprecht berufen. In der Kreisdelegiertenversammlung vertreten Carmen Pepiuk und Konrad Bauer den Ortsverband, Stellvertreter sind Willibald Pscherer und Werner Rupprecht.

Für langjährige Mitgliedschaft wurden außerdem geehrt: Carmen Pepiuk, Werner Rupprecht (jeweils 10 Jahre); Konrad Bauer (30 Jahre); Wolfgang Groß, Josef Sloot (jeweils 35 Jahre); Albert Fenzl, Josef Sollfrank (jeweils 40 Jahre); Ehrenvorsitzender Heinrich Bauer (55 Jahre). „Man kann sagen: Unser Heiner ist die Trabitzer CSU“, würdigte Carmen Pepiuk die Verdienste des Ortsverbands-Urgesteins. Des verstorbenen Mitglieds Karl Groß gedachte man mit einer Schweigeminute.

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