Trabitz
17.05.2018 - 20:00 Uhr

Sitzung des Trabitzer Gemeinderats: Kurzes Halten bleibt erlaubt

Schild-Bürgerstreich im Kirchdorf: Ein paar Klebestreifen schaffen keine neuen Verkehrsregeln. Nach wie vor gilt längs der Ortsstraße am Burkhardsreuther Friedhof ein eingeschränktes Halteverbot an Werktagen - auch wenn ein vergrätzter Zeitgenosse eigenmächtig versucht, mit etwas rotem Isolierband ein absolutes Halteverbot zu erzwingen.

Sieht aus wie ein absolutes Halteverbot, ist aber keins: Nach wie vor gilt auf der Ortsstraße beim Burkhardsreuther Friedhof nur ein eingeschränktes Halteverbot, der zweite rote Schrägbalken wurde von einer unbekannten Person eigenmächtig aufgeklebt.  	Bild: bjp
Sieht aus wie ein absolutes Halteverbot, ist aber keins: Nach wie vor gilt auf der Ortsstraße beim Burkhardsreuther Friedhof nur ein eingeschränktes Halteverbot, der zweite rote Schrägbalken wurde von einer unbekannten Person eigenmächtig aufgeklebt. Bild: bjp

In seiner Maisitzung bestätigte der Trabitzer Gemeinderat vorerst das bestehende eingeschränkte Halteverbot (Parkverbot), das von Montag bis Samstag ein kurzzeitiges Halten entlang der Friedhofsmauer gestattet. Einig waren sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und die Räte, dass Dauerparken an der engen Dorfstraße gegenüber dem Gelände der Firma RMS nicht hinnehmbar ist.

Doch auf das von einem Ortsbürger beantragte absolute Halteverbot will die Gemeinde noch verzichten, weil damit nicht einmal ein kurzes Halten vor dem östlichen Friedhofseingang zum Aussteigen, Be- und Entladen erlaubt wäre. "Wir erwarten aber, dass Bürger und Besucher werktags das Parkverbot beachten und auf Dauerparken an diesem Straßenabschnitt verzichten", betonten die Gemeindeverantwortlichen.

Immerhin behinderten Dauerparker nicht nur die teils sperrigen Fahrzeuge, die das RMS-Gelände befahren und verlassen müssten, sondern auch Lkw und schwere landwirtschaftliche Maschinen, die auf der schmalen Dorfstraße den Ort durchfahren. "Sogar das Feuerwehr-Einsatzfahrzeug wurde schon von parkenden Fahrzeugen ernstlich behindert", beklagte Gemeinderat Hans Hey. Nicht zuletzt hoffe man, "dass darauf geachtet wird, die von den Einwohnern sorgfältig gepflegte Böschung unterhalb der Mauer nicht mit Autos zu streifen und zu beschädigen". Sollte es weiterhin Probleme geben, behält sich die Gemeinde vor, ein absolutes Halteverbot zu verhängen.

Zurückhaltender will die Gemeinde künftig Genehmigungen für Feuerwerke im Trabitzer Ortsbereich handhaben: Sie sollen nur noch für Hochzeiten, Firmenjubiläen und Feiern zu "runden" Wiegenfesten ab dem 50. Geburtstag erlaubt werden. Einmütig stimmten die Räte einer Zweckvereinbarung über einen gemeinsamen Datenschutzbeauftragten für die Verwaltungsgemeinschaft und ihre Mitgliedskommunen zu. Dieser Beschluss war wegen der zum 25. Mai in Kraft tretenden EU-rechtlichen Datenschutzgrundverordnung notwendig geworden.

Formsache war die gemeindliche Stellungnahme zum Bebauungsplan der Stadt Pressath für die Freiflächen-Photovoltaikanlage Dießfurt: Der Gemeinderat stellte fest, dass gemeindliche Belange nicht berührt werden. Zum Schluss gab die Bürgermeisterin zur Kenntnis, dass die Mitgliederversammlung der Energiegenossenschaft NEW zugestimmt habe, das Trabitzer Nahwärmeprojekt zu unterstützen und auf Wunsch die Trägerschaft zu übernehmen.

Die Entscheidung, ob die NEW oder eine lokale Genossenschaft das Nahwärmenetz betreiben solle, werde der gemeindliche Nahwärme-Arbeitskreis nach Pfingsten treffen, Mitte Juni solle der nächste öffentliche Informationsabend stattfinden. Die Meierhof-Sanierung schreite planmäßig vorwärts, was vor allem das Verdienst der "sehr guten und fleißigen" Baufirmen sei.

 
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