03.08.2021 - 13:31 Uhr
TrabitzOberpfalz

Neuer Kindergarten im Trabitz nimmt im Oktober Betrieb auf

Der Gemeinderat lässt sich vom Träger "Learning Campus" noch einmal umfangreich über den neuen Kindergarten informieren. Tiergestützte Pädagogik für fast doppelt so vielen Kindern Platz bieten und die Eltern werden per App informiert.

Ein cremefarbener Ton wird bald das äußere Bild des neuen Trabitzer Kindergartens bestimmen. Am 2. Oktober wird das Gebäude eingeweiht.
von Bernhard PiegsaProfil

Nun steht es fest: Ein cremefarbenes Kolorit, das etwas heller ausfallen wird als das Beige des Jugendhauses Meierhof, wird das Erscheinungsbild des neuen Trabitzer Kindergartens bestimmen. Bunte Farbkreise werden die Fassade optisch auflockern. In seiner außerordentlichen zweiten Julisitzung, der letzten vor der Sommerpause, stimmte der Gemeinderat außerdem dafür, Gebäudesockel und Holz-Gestaltungselemente in Grau zu halten.

Laut Bürgermeisterin Carmen Pepiuk wird der Betrieb in der neuen Kindertagesstätte am 4. Oktober beginnen, die Einweihung und ökumenische Segnung mit geladenen Gästen sei für 2. Oktober vorgemerkt. Ob es anschließend auch einen Tag der offenen Tür geben werde, hänge von den Pandemievorschriften ab.

Kinderkonferenzen

Umfangreichster Tagesordnungspunkt war allerdings die Bilanz des zurückliegenden Erziehungsjahres in der Trabitzer Kindertagesstätte, die Sabrina Schwabl, Bereichsleiterin des Arbeitsfelds „Kindergarten“ beim Pädagogikdienstleister und Einrichtungsträger „Learning Campus“, für Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und die Gemeinderäte zog.

„Wir bereiten die Feste gemeinsam mit den Kindern vor und fördern dabei deren individuelle Fähigkeiten im Hinblick auf Kreativität und Motorik“, unterstrich die Erzieherin. Auch an der Vorbereitung aller weiteren Projekte würden die Kinder unmittelbar beteiligt: „In Kinderkonferenzen können sie Vorschläge unterbreiten und darüber demokratisch abstimmen.“ Dabei habe vor allem das im Aufbau befindliche neue Kindergartengebäude das Interesse der Mädchen und Buben auf sich gezogen: „Wir haben den Fortgang der Bauarbeiten und die Fahrzeuge beobachtet, konnten die Baustelle besuchen, und die Kinder haben sogar ein Baustellenlied gedichtet und eigene kleine Häuser aus Kartons, Holz und Beton gebaut.“

Auf Hasen folgen Esel

Als Facette der „tiergestützten Pädagogik“ habe man jedem Tier aus dem Märchen „Die Bremer Stadtmusikanten“ je eine Woche gewidmet. Im Kindergarten hätten außerdem die Hasen „Rosi“ und „Bonny“ ein Zuhause gefunden: „Die Kinder haben ‚Hasendienst‘, kümmern sich um die Tiere und lernen so Verantwortungsbewusstsein. Außerdem gewinnen sie ein Gefühl für die Bedürfnisse der Tiere, etwa dafür, dass ein Tier auch einmal in Ruhe gelassen werden muss. Dies zu erkennen und respektieren zu lernen, hilft ihnen ja auch im Umgang mit anderen Menschen weiter.“ Demnächst zögen noch die Esel „Fridolin“ und „Luigi“ von Gänsmühle nach Trabitz um.

Der kontinuierlichen Zusammenarbeit mit dem Hof „Gänsmühle“ komme besondere Bedeutung für die Weckung und Schulung von Natur- und Umweltbewusstsein zu, bekräftigte Schwabl: „Wir möchten den Kindern zeigen, woher das Essen kommt, welche Aufgaben die Landwirte haben, wie die Tiere auf dem Hof leben und was man tun kann, damit es ihnen gut geht.“ Mit Blick hierauf kümmerten sich die Kinder um einen von ihnen selbst bestellten Kartoffelacker, hätten sich mit Hoftieren, Kräutern und Getreidearten beschäftigt und als Brotbäcker betätigt. In „Waldtagen“ und „Waldwochen“ werde zudem der Wald mit seiner Flora und Fauna erkundet, führte die Referentin weiter aus.

Info-App für Eltern

Das neue Erziehungsjahr werde zunächst vor allem im Zeichen des Umzugs vom alten ins neue Kindergartengebäude stehen, skizzierte Schwabl in der Gemeinderatssitzung die weitere Entwicklung. Den Kontakt zu den Familien werde man künftig vor allem mit Hilfe einer Info-App pflegen, die wichtige Informationen per „Push-Nachrichten“ an die Smartphones der Eltern verschicke und einen Terminkalender enthalte: „Zurzeit nutzen wir noch ein Online-Portal.“ Ein zweiwöchiger Testlauf mit der App sei sehr gut verlaufen. Wer die App nicht nutzen könne oder wolle, werde per E-Mail informiert, außerdem werde es vorerst weiterhin Aushänge in der Kita geben: „Wir hoffen aber, im Interesse der Papiereinsparung früher oder später auf die Aushänge verzichten zu können.“

Kindertagesstätte Trabitz setzt auf tiergestützte Pädagogik

Trabitz
Trotz der Pandemielage herrscht im Trabitzer Kindergarten volles Programm: Bereichsleiterin Sabrina Schwabl gab dem Gemeinderat einen Eindruck von der Arbeit, die in der Einrichtung geleistet wurde.
Info:

Mehr Kapazität im neuen Kindergarten

Im alten Kindergartengebäude seien bisher 26 Kindergarten- und zwölf Krippenplätze verfügbar gewesen, merkte „Learning Campus“-Kindergarten-Bereichsleiterin Sabrina Schwabl in der Gemeinderatssitzung noch an. In beiden Abteilungen seien alle Plätze bis auf jeweils einen belegt gewesen. Ab Oktober vergrößere sich das Angebot auf 50 Kindergarten- und 24 Krippenplätze: „Nach derzeitigem Anmeldungsstand werden wir im Herbst mit 37 Kindergarten- und 16 Krippenkindern anfangen, bis März 2022 steigt die Zahl der belegten Krippenplätze auf 20.“

 

 

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