Raus aus dem Probenraum und vor Menschen spielen, Bühnenerfahrung sammeln und selbstkomponierte Musik der Menge präsentieren. Für viele Künstler bleibt das ein Traum - gerade, wenn der Stil nicht dem Mainstream entspricht. Junge Künstler und Vertreter von "Nischenmusik" aus der Gegend sollen dennoch auftreten können: Diese Idee steckt hinter "SUB Port - Support your local music".
Stephan Müller aus Zessau und Georg Weyh aus Falkenberg wollen regelmäßig Veranstaltungen dieser Art im "Alten Sägewerk" in Trabitz abhalten. Dabei sollen sich verschiedene Musikrichtungen drei bis vier Mal im Jahr präsentieren dürfen. Müller kommt seine Funktion als Geschäftsführer von "Learning Campus" gelegen, denn dadurch waren nötige Strukturen wie beispielsweise Versicherungen und Kontakte bereits vorhanden. Beim ersten Event traten Bands aus der Gattung "Stoner Rock" auf, entstanden aus der Desert-Rock-Szene aus Palm Desert. Die Bezeichnung "Stoner Rock" ziele auf den englischen Begriff "stoned" für "bekifft" ab, weswegen sie in der Szene laut Wikipedia umstritten ist.
Die teilnehmenden Bands "Belt Out", "Slaughter of Silence", "Burning Mantis" und "Mowed Meadow" kamen aus Kemnath und dem Steinwald. Künstler durften nur eigene Kreationen vortragen. Weyh spielt bei der Band "Burning Mantis" und hat erkannt: Wenn "man einmal andere Musik hören will, muss man selbst was veranstalten". Die Gruppen aus solchen Richtungen sollen aus dem Proberaum heraus- und auf die Bühnen geführt werden. Weyh und Müller sind froh, dass eine Halle wie das Trabitzer "Sägerwerk" existiert und genutzt werden darf. "Es ist schade, dass mit dem Club-Sterben und hohen Auflagen immer weniger Events stattfinden", erklären sie. Mit Veranstaltungen wie diesen soll deshalb etwas geboten werden.
Geld verdient an der Sache keiner - durch den Eintritt werden nur die Kosten refinanziert und alle Helfer arbeiten ehrenamtlich. Die Anlage stellte Andreas Demleitner für die Veranstaltung kostenlos zur Verfügung. Von der Resonanz des ersten Abends waren Gäste wie Veranstalter begeistert und mit knapp 100 Gästen wurden die Erwartungen weit übertroffen. Das nächste Konzert könnte im Frühjahr steigen. In welche Richtung es gehen soll, ist noch offen. Bands können aber schon jetzt bei Veranstaltern und "Learning Campus" Vorschläge abgeben.















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