16.10.2018 - 13:41 Uhr
TrabitzOberpfalz

Radtouren vom Rauhen Kulm bis in den Steinwald

Der Herbst ist ideal, um zu wandern und radeln. Auch zu Hause gibt es viele schöne Regionen – findet zumindest Simon Dötsch aus Grünbach bei Trabitz. Einige schöne Orte gibt es in unserer Bildergalerie zu sehen.

von Autor HWKProfil

Zusammen mit seiner Freundin Sabrina ist der Student oft in der Natur unterwegs. Zum einen, weil er im "Grünbachtal" fast direkt am Wald wohnt und sich dort gerne um seine Bienen kümmert und zum anderen weil es der ideale Ausgleich zum Beruf bzw. Schule und Studium ist.In den vergangenen Tagen nutzten beide die Gelegenheiten die der herrliche Spätsommer bot um so oft wie möglich mit dem Fahrrad unterwegs zu sein. "Wir haben viele Orte in der Umgebung, die man mit dem Rad ansteuern kann", erklärt der Hobbysportler, der auch häufig mit dem Mountainbike am Ochsenkopf unterwegs ist.

"Egal ob am Barbaraberg mit dem Kloster Speinshart, entlang der Haidenaab mit den Schlössern in Unterbruck, Wolframshof und Kaibitz, auf dem Rauhen Kulm oder der Burg Waldeck: All das sind Orte, wo es sich lohnt, eine Tour zu machen", schwärmt der 21-Jährige. Dötsch - er hat mit dem Rennrad auch schon die Alpen überquert - hofft, dass sich auch andere aus der Region für die Schönheiten zwischen Steinwald, Hessenreuther Wald und den grünen Hügeln in Bayreuth begeistern könnten. "Vielleicht sollten wir uns nur besser verkaufen und verstärkt auf die örtlichen Wander- und Radwege aufmerksam machen", grübelt der Hobbysportler über Möglichkeiten, um die Heimat präsenter zu machen.

Ideen dazu hätte er schon: "Vielleicht geführte E-Biketouren, bei denen verschiedene Sehenswürdigkeiten angefahren werden und vor Ort auf lokale Besonderheiten oder historische Hintergründe eines Bauwerkes oder einer Landschaftsformation eingegangen wird. Vielleicht könnte man dazu auch eine App entwickeln, um Natur und Informationen zu vereinen und für junge Menschen sowie rüstige Senioren interessanter zu machen."

Wenn Dötsch genügend Zeit hat, unternimmt er auch lange Spaziergänge in den Hessenreuther Wald. Nicht weit von seinem Haus ist das sogenannte "Heindlweihergebiet". Es gehörte bis zur Säkularisation dem Kloster Speinshart, das hier seit dem 15. Jahrhundert Fischwirtschaft betrieben hat. Noch heute gibt es an dieser Stelle einen Brunnen, der "Prälatenbrunnen" heißt. Anfang des 19. Jahrhundert gingen die Wälder und die Gewässer an Privatpersonen beziehungsweise dem Staat über.

1958 kaufte das Forstamt Pressath die Flächen, um den "Heindlweiher" trocken zu legen und aufzuforsten. Nachdem dieser Plan verworfen werden musste, weil er große Probleme mit sich brachte, entstand hier in den vergangenen Jahrzehnten ein wertvolles Feuchtbiotop mit seltenen Tier- und Pflanzenarten. "Solche Orte eignen sich perfekt, um abzuschalten und zu entspannen", unterstreicht der Student.

Das ist ein Thema, das seiner Meinung nach in der Zukunft noch große Bedeutung haben wird: "Nämlich, wie und wo Menschen Abstand von ihrem Beruf und anderen Tätigkeiten finden können."

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.