05.11.2019 - 11:02 Uhr
TrabitzOberpfalz

Reformation sichtbar gemacht

Mit Feuerkörben und einem großen Reformationsfeuer wurde vor der Trabitzer Kirche auf das Fest der evangelischen Christen aufmerksam gemacht. Auch in der Kirche wartete etwas Besonderes auf die Gläubigen.

Das Kindergottesdienstteam, bestehend aus Paula Wolf, Evi Sloot und Christine Rupprecht (von links), gestaltet mit Pfarrer Klausfelder den Gottesdienst zum Gedenken an die Reformation statt.
von C. & W. RupprechtProfil

Die Pauluskirche in Trabitz ist eine Filialkirche der evangelischen Kirchengemeinde Neustadt am Kulm. Dort fand am Samstag ein Familiengottesdienst zum Gedenken an die Reformation statt. Bereits bei der Ankunft wurden die Gottesdienstbesucher von stimmungsvollen Lichtern und Feuerkörben eingestimmt. Pfarrer Hartmut Klausfelder nannte gleich zu Beginn den Grund für das Reformationsfeuer: Viele Menschen und vor allem die Kinder denken bei dem Datum "31. Oktober" nur noch an Halloween. So sei der Gedanke entstanden, die Reformation mit Licht und Feuer nach außen hin sichtbar zu machen.

Im Gottesdienst erzählte das Kindergottesdienst-Team vom Leben des Reformators Martin Luther. Zur Veranschaulichung wurden Bilder gezeigt. Luther wuchs in einer Zeit auf, in der Menschen oft Angst hatten, Fehler zu machen und von Gott verdammt zu werden. Nach Krankheit, Verletzung und einem Blitzschlag versprach Luther, Mönch zu werden. Er widmete sich in seinem neuen Leben dem Studium der Bibel und suchte nach Antworten, wie man Gott gefallen könne. Schließlich erkannte er, dass nur Gottes Liebe und Vergebung sowie der Glaube an Jesus retten kann. Diese Erkenntnisse veröffentlichte er in 95 Thesen an der Kirchentüre zu Wittenberg.

Mit der Liedauswahl unterstrich Pfarrer Klausfelder die Aussagen Luthers: „Einfach nur so wirst du von Gott geliebt“, hieß es in der Hymne des Kindergottesdienstes. „Meine Hoffnung und meine Freude“ wurden zudem in der Gebärdensprache wiedergegeben, was eine besondere Erfahrung war. Der Gesang trat dabei immer mehr in den Hintergrund und die Gläubigen erlebten die Aussagen des Liedes noch intensiver. Am Schluss durfte natürlich das Lied, das aus Luthers Feder stammt, nicht fehlen: „Eine feste Burg ist unser Gott“. Der Gottesdienst wurde von den Geschwistern Pühl auf der und Gitarre sowie von Christine Pühl an der Orgel musikalisch umrahmt.

Im Anschluss an den Gottesdienst wurde das Reformationsfeuer entzündet. Bei Bratwürsten und Getränken saßen die Gläubigen noch gemütlich zusammen und erörterten Luthers Leben, seine Zeit auf der Wartburg und sein Verdienst um die Übersetzung der Bibel aus dem Griechischen ins Deutsche. Auch seine spätere Heirat mit Katharina von Bora (1525) und so manche weltlichen Themen waren im Gespräch.

Die Geschwister Pühl umrahmen den Gottesdienst musikalisch.
Feuerkörbe und Lichter in Gläsern laden die Gläubigen zum Gottesdienst in die Filialkirche Trabitz ein.
Pfarrer Klausfelder stellt das Lied "Meine Hoffnung, meine Freude" in Gebärdensprache vor.
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