20.10.2020 - 13:21 Uhr
TrabitzOberpfalz

Trinkwasserverschmutzung in Trabitz: „Stecknadel“ noch nicht gefunden

Wochenlang mussten die Einwohner der Gemeinde Trabitz ihr Trinkwasser abkochen. Das ist mittlerweile zwar passé, dennoch wird weiterhin nach der Ursache für die Verschmutzung geforscht.

Dem teilweise noch recht baustellenmäßigen Umfeld des Meierhof-Hauptgebäudes will die Gemeinde eine Verschönerungskur angedeihen lassen und hofft hierfür auf Städtebaufördermittel. Das einstige "Memory" sei für Hochzeiten, Sitzungen und Seminare sehr gefragt, freut sich Bürgermeisterin Carmen Pepiuk. Damit das so bleibe, müsse auch das "Drumherum" stimmen.
von Bernhard PiegsaProfil

Der „Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen“ gleiche die Fahndung nach der Ursache für die zeitweiligen Trinkwasserverschmutzungen im Trabitzer Leitungsnetz, bemerkte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Sitzung des Gemeinderats. Trotz intensiver Bemühungen habe man die Ursache für die vorübergehende Kontamination mit Enterokokken noch immer nicht ermittelt: „Wir setzen die Nachforschungen aber fort.“

Den Wasserwerksmitarbeitern dankte Pepiuk für deren erfolgreiche Anstrengungen, eine chemische Behandlung (Chlorung) des Trinkwassers zu vermeiden, das inzwischen wieder bedenkenlos genossen werden könne (wir berichteten).

Erweitert wurde die Bedarfsmitteilung für vorzumerkende Zuschüsse aus dem Bund-Länder-Städtebauförderprogramm „Kleine Städte und Gemeinden“. Der Außenbereich des Meierhofes, der Meierhof-Scheunenbau und die energetische Ertüchtigung der „Alten Säge“ wurden per Gemeinderatsbeschluss mit aufgenommen.

Die Bürgermeisterin erinnerte daran, dass ortsgestaltende Modernisierungen oder Neubauten im Sanierungsgebiet der Ortschaft Trabitz mit 60 bis 80 Prozent der förderfähigen Kosten bezuschusst werden können: „Die Gemeinde bleibt dauerhaft im Förderprogramm, es sei denn, dass sie für längere Zeit jegliche förderberechtigte Aktivität einstellt.“ Auch private Gestaltungsmaßnahmen im Sanierungsgebiet würden bezuschusst.

Im Übrigen müsse die Gemeinde die in ihren jährlichen Bedarfsmitteilungen aufgezählten Maßnahmen nicht zwingend im betreffenden Jahr verwirklichen: „Die Regierung benötigt einen gewissen Überblick über die Gelder, die möglicherweise im fraglichen Haushaltsjahr abgerufen werden, aber die Gemeinde kann aus finanziellen oder planungstechnischen Gründen ein gemeldetes Vorhaben auch auf einen späteren Zeitpunkt vertagen. Die Bedarfsmitteilung ist kein bindender Förderantrag.“

Formsache waren die Erneuerung des Konzessionsvertrags, der dem Stromnetzbetreiber Bayernwerk für die Jahre 2023 bis 2043 erlaubt, gegen Zahlung eines Entgelts gemeindeeigene Stromleitungen zu nutzen, und die Erteilung des gemeindlichen Einvernehmens für zwei Einfamilienhaus-Bauvorhaben auf den Flurnummern Preißach 12 und Preißach 563/6. Laut Pepiuk sind inzwischen fünf Grundstücke im Baugebiet "Kirschbaumacker" und drei Parzellen in Preißach/Am Bühl verkauft oder vorgemerkt.

Ferner informierte sie, dass die Kreisumlage im nächsten Jahr 557.913,20 Euro betragen werde, also rund 50.000 Euro weniger als heuer: „Die Umlagensätze werden aufgrund der zwei Jahre zuvor erzielten Steuereinnahmen kalkuliert.“

Im Gange seien die baulichen Untersuchungen für die Fassadensanierung des Pichlberger Feuerwehrhauses, in Bälde sei mit einem Kostenvoranschlag zu rechnen. Die Teilnehmerversammlung für das Pichlberger „boden:ständig“-Erosionsschutzprogramm mit Wahl eines Teilnehmergemeinschaftsvorstands finde am 28. Oktober um 19 Uhr im Preißacher Schützenheim statt.

Das vom Amt für Ländliche Entwicklung geförderte Kleinprojekt der Schulhofsanierung in Burkhardsreuth sei abgeschlossen, teilte die Bürgermeister schließlich mit: „Bei Netto-Gesamtkosten von 12.903,82 Euro erhalten wir den Höchstförderbetrag von 10.000 Euro.“

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Im Blickpunkt:

Bürger an Grünbachkreuzungsplanung beteiligt

Zurzeit liefen die Planungen für die Neugestaltung der Kreuzung in Grünbach, informierte Bürgermeisterin Carmen Pepiuk in der Sitzung des Gemeinderats. Bei einer Ortsversammlung am 1. Oktober hätten sowohl die Verwaltung als auch die Einwohner Vorschläge präsentiert, auf deren Basis nun ein Planentwurf erarbeitet werde: „Sobald der vorliegt, wird eine weitere Ortsversammlung folgen.“

Für die bei der Sanierung des Meierhofes angefallenen Mehrkosten habe die Regierung einen 80-prozentigen Zuschuss aus Städtebaumitteln gewährt: „Anerkannt wurden Kosten von 400.000 Euro, der Zuschuss beträgt mithin 320.000 Euro.“ Für Ende November sei schließlich ein Hebefest für den Kindergartenneubau geplant.

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