24.03.2020 - 08:43 Uhr
TrabitzOberpfalz

Weniger Babys, weniger Jugendliche

Viele Zahlen wurden in der Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses in Trabitz genannt. Kreisjugendamtsleiterin Andrea Höning erläuterte diese genauer.

Kreisjugendamtsleiterin Andrea Höning dokumentiert im Geschäftsbericht ihrer Behörde auch einige statistische Messzahlen.
von Bernhard PiegsaProfil

„Die Fallzahlen im Bereich ‚unbegleitete minderjährige Ausländer‘ sind von 39 zum Jahresende 2018 auf 17 ein Jahr später zurückgegangen“, berichtete Kreisjugendamtsleiterin Andrea Höning in der Sitzung des Kreisjugendhilfeausschusses in Trabitz. Prognosen über die weitere Entwicklung blieben „natürlich weiterhin schwierig“. 61 Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, erklärte Höning weiter, hätten Ende 2019 auf Kosten des Landkreises stationär in Einrichtungen oder im „betreuten Wohnen“ gelebt. 29 „Kinder mit teilstationärem Hilfe- oder Eingliederungsbedarf“ seien in „heilpädagogischen oder sozialpädagogischen Tagesstätten sowie in sonderpädagogischen Stütz- und Förderklassen“, weitere 79 Kinder von Pflegeeltern betreut worden. Für 208 Kinder, davon 50 Flüchtlings- oder Asylbewerberkinder, habe der Kreis die Kindertageseinrichtungsbeiträge ganz oder teilweise finanziert. Fälle der besonders kostspieligen „intensiven sozialpädagogischen Einzelbetreuung“ gebe es zurzeit nicht.

Im Geschäftsbericht des Kreisjugendamts dokumentierte die Sachgebietsleiterin außerdem einige bevölkerungsstatistische Daten für den Landkreis. So seien im vergangenen Jahr 785 Kinder zur Welt gekommen: 27 weniger als 2018, aber 25 mehr als 2017. Pro Frau im Alter von 15 bis 49 Jahren seien 2018 im Landkreis 1,38, bayernweit 1,51 Kinder geboren worden, in beiden Fällen sei diese Quote gegenüber 2017 leicht gestiegen. Der Anteil der unter 21-Jährigen sei von 19,8 anno 2017 auf 19,5 Prozent im Jahre 2018 geschrumpft, womit der Kreis leicht über der oberpfalzweiten Quote (19,5 beziehungsweise 19,4 Prozent) gelegen habe. Die bayernweiten Quoten für 2017 und 2018 betrugen 19,8 beziehungsweise 19,7 Prozent.

Den Ausländeranteil im Kreis bezifferte Andrea Höning für 2017 auf 4,2 (Bayern: 12,1) und für 2018 auf 4,5 Prozent (Bayern: 12,6). Im Landkreis seien 33 Prozent der Kinder unter drei Jahren anno 2018 in Kindertagesstätten betreut worden (Bayern: 31,6 Prozent), was gegenüber 2017 einem Plus um 6,7 (Bayern: 6,3) Prozentpunkte entspreche. Bei drei- bis sechsjährigen Kinder belaufe sich die Quote für 2018 im Kreis auf 97,9 (2017: 97,3), landesweit auf 90,9 (2017: 92,3) Prozent. 8,5 Prozent der Schulanfänger im Kreis und 25 Prozent im Freistaat hätten 2018 einen „Migrationshintergrund“ gehabt (Vergleichszahlen 2017: 9,3 beziehungsweise 24,7 Prozent). Zur Arbeit der Jugendhilfe merkte Höning noch an, dass sich das Kreisjugendamt 2018 mit 681 Bearbeitungsfällen zu beschäftigen hatte: 43 mehr als 2017. In diesem Zeitraum sei die Zahl der Kindeswohlgefährdungsmeldungen von 64 auf 73 gestiegen.

Ferner informierte Landrat Andreas Meier, dass beim Freizeitpass-Rätsel des Landkreises Neustadt 67 Kinder und Jugendliche Teilnahmescheine mit dem korrekten Lösungswort „denk mal new“ abgegeben hätten. Die 20 Gewinner wurden in der Ausschusssitzung gezogen. Zum Abschluss führten Bürgermeisterin Carmen Pepiuk und „Learning Campus“-Co-Geschäftsführer Stephan Müller die Sitzungsteilnehmer durch das „Meierhof“-Jugendwohngruppenhaus.

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