13.06.2020 - 13:06 Uhr
Traßlberg bei PoppenrichtOberpfalz

Brand in Traßlberg: Feuer greift auf Wohnhaus über

Einsatz für die Feuerwehr am Samstagvormittag in Traßlberg bei Poppenricht. Ein Feuer war in einer Garage ausgebrochen und griff auf das Wohnhaus über.

von Kristina Sandig Kontakt Profil

Der Nachbar hörte am Samstagvormittag um kurz vor 11 Uhr ein Knistern. Als er auf den Balkon wollte, um nachzusehen, kam schon ein anderer Anwohner und rief: "Es brennt". In der Garage des Wohnhauses nebenan war ein Feuer ausgebrochen. Der Mann setzte einen Notruf ab. Bei Kreisbrandinspektor Christof Strobl aus Vilseck ging der Alarm um 10.54 Uhr ein. Gemeldet wurde ein Garagen-Brand in der Luisenstraße im Poppenrichter Ortsteil Traßlberg. Neben der Ortsfeuerwehr rückten laut Strobl noch Aktive aus Poppenricht und Rosenberg aus. Außerdem die Feuerwehr Amberg mit der Drehleiter. Als die Traßlberger Aktiven in der Luisenstraße eintrafen, stand die Doppelgarage bereits im Vollbrand. Die Flammen hatten zudem schon auf das Dach des Wohnhauses, in dem eine vierköpfige Familie lebt, übergegriffen.

Zum Zeitpunkt des Brandes waren zwei der vier Bewohner daheim. Sie wurden glücklicherweise nicht verletzt. Um das Wohnhaus zu retten, kämpften die rund 70 Feuerwehrleute mittels Riegelstellung und massivem Einsatz von Löschwasser darum, ein Ausbreiten der Flammen auf das gesamte Gebäude zu verhindern.

Laut Einsatzleiter Christof Strobl musste das Hausdach an zwei Stellen geöffnet werden, um die Flammen besser bekämpfen zu können. Nach Abschluss der Löscharbeiten sollten diese aber provisorisch gut verschlossen werden, um weitere Schäden zu verhindern - zumal der Wetterbericht für Samstagabend Gewitter vorhersagte.

Angesichts der enormen Rauchentwicklung setzten die Feuerwehren bei den Löscharbeiten einige Atemschutzgeräteträger ein. Insgesamt waren sechs dieser Trupps im Einsatz - wechselweise, da wegen der hochsommerlichen Temperaturen, die während der Brandbekämpfung in Richtung der 30-Grad-Marke gegangen waren, deren jeweilige Einsatzzeit verkürzt wurde. Ebenso gelang es, das Nachbarhaus zu schützen: "Ein Übergreifen wurde verhindert", so Kreisbrandinspektor Christof Strobl. Lediglich die Rollläden an den Fenstern, die der ausgebrannten Garage zugewandt sind, schmolzen durch die enorme Hitzeentwicklung.

Sowohl Strobl als auch Michael Honig, der als Organisatorischer Leiter Rettungsdienst den Einsatz des Roten Kreuzes koordinierte, lobten die Hilfsbereitschaft der Anwohner in der Nachbarschaft: Einige von ihnen hatten per Schubkarren Wasserkästen zu den Einsatzkräften gebracht, um diese mit Getränken zu versorgen. Neben Feuerwehr und Polizei war auch das BRK mit zwei Rettungswagen am Unglücksort - zur Absicherung der Feuerwehrleute während der Löscharbeiten.

Ob das vom Brand betroffene Einfamilienhaus in der Luisenstraße noch bewohnbar ist, war am Samstagmittag noch unklar. Die Gemeinde Poppenricht hatte sich vorsorglich für die vierköpfige Familie um ein Ersatzquartier für die Nacht auf Sonntag gekümmert.

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