Traßlberg bei Poppenricht
01.07.2022 - 16:09 Uhr

Traßlberger Kita feiert 30. und nimmt Abschied

Seit 30 Jahren gibt es den katholischen Kindergarten St. Anna in Traßlberg. Dieses Jubiläum wurde in der Kindertageseinrichtung, in der aktuell 78 Kinder einen Ort zum Spielen und Entdecken finden, bei einem Gartenfest gefeiert. Mit einem Gottesdienst eröffneten Pfarrer Dominik Mitterer und Gemeindereferentin Regina Probst die Feierlichkeiten und die Kinder zeigten in zahlreichen Darbietungen, wieviel Leben in ihrem Kindergarten steckt.

1992 war der Kindergarten St. Anna vom damaligen Pfarrer Konrad Kummer und Bürgermeister Andreas Birner aus der Taufe gehoben worden. Fortan bot er in Traßlberg mit einem großen Freispielgelände viel Platz für 75 Kindergartenkinder. Nach 20 Jahren wurde das Konzept dem Zeitgeist angepasst. Unter Pfarrer Johann Schneider und Bürgermeister Franz Birkl wurde eine Kindergartengruppe geschlossen, damit Raum für zwölf Krippenkinder entstehen konnte. In den folgenden Jahren wurde das Gebäude zudem energetisch und dann nach 25 Jahren auch generalsaniert.

Pfarrer Mitterer durfte nun bei der Jubiläumsfeier auch den Initiator und ersten Träger, Pfarrer Konrad Kummer, begrüßen. Es sei eine schöne Idee gewesen, die Einrichtung nach der heiligen Anna, der Großmutter Jesu zu benennen. Schließlich habe diese, wie es Großmütter nun einmal täten, Maria und deren Sohn Jesus in der Erziehung begleitet.

Von Beginn an begleitete Maria Mitterer, die Mutter des Poppenrichter Pfarrers, die Kita als Erzieherin. Der Kindergarten sei für sie wie ein drittes Kind neben ihren beiden Söhnen gewesen. Viel Liebe und Herzblut legte sie in den 30 Jahren als Leitung einer Gruppe an den Tag. In den vergangenen 20 Jahren hatte sie zusätzlich die Einrichtungsleitung inne. Kinder, Eltern und Träger zeigten ihre Dankbarkeit für diesen Einsatz in Gedichten und Liedern, denn Maria Mitterer geht in den wohlverdienten Altersruhestand. Pfarrer Mitterer überreichte ihr ein Relief der Mutter Anna als Erinnerung an die Zeit im Kindergarten.

Die scheidende Einrichtungsleitung verabschiedete sich mit einem Zitat von Papst Johannes XXIII. Dieser habe einmal gesagt: „Wir sind nicht auf der Erde, um ein Museum zu hüten, sondern um einen Garten zu pflegen, der von blühendem Leben strotzt und für eine schönere Zukunft bestimmt ist.“ Ein solch blühender Garten sei ihr anvertraut worden. Sie bedankte sich bei allen, die sie in den vergangenen Jahren begleitet haben, ihn zu pflegen und den Kindern Wärme und Geborgenheit zu vermitteln. Im Kindergarten könne nur der gut arbeiten, der die Kinder wertschätze, ihnen auf Augenhöhe begegne und sie liebe, so Maria Mitterer.

 
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