09.06.2020 - 10:37 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Fischerdorf am Stausee ein Renner

Am ehemaligen Campingplatzgelände am Trausnitzer Stausee wachsen die Ferienhäuser wir Pilze aus dem Boden. Von den 42 Parzellen haben bereits 34 ihren neuen Besitzer gefunden.

Das "Fischerdorf" am Trausnitzer Stausee findet viele Interessenten. Sieben Ferienhäuser sind bereits aus dem Boden gewachsen.
von Richard BraunProfil

Als Bernhard Neumann vor nunmehr zehn Jahren den Campingplatz samt Gastromoniegebäude von der Firma Tausendpfund erworben hatte, war ihm schon bewusst, dass er mit den Einnahmen vom Campingplatz alleine die Investitionssumme von 700 000 Euro nicht stemmen würde können. Daher reifte bei ihm der Gedanke, 86 Parzellen im westlichen Teil der Anlage in 42 Einheiten umzuwandeln und die Grundstücke für Ferienhäuser zu veräußern. Im östlichen Teil der Anlage blieben 40 Stellplätze für Campingwägen auch weiterhin erhalten.

Neues Baugebiet "Fischerdorf Trausnitz"

Mit der Vermarktung der Grundstücke hatte sich auch für ihn die finanzielle Situation verbessert. Nachdem der Gemeinderat im Jahr 2012 grünes Licht für den Bebauungsplan „Fischerdorf Trausnitz“ gegeben hatte, ging 2016 der erste Verkauf über die Bühne. Drei Jahre später waren bereits 23 Grundstücke verkauft und zum jetzigen Zeitpunkt warten noch acht Grundstücke auf ihre Käufer. Es dauerte auch nicht lange, bis das erste Ferienhaus errichtet worden ist.

Für die Bebauung stehen zwei Häusertypen zur Auswahl. Es handelt sich dabei um eingeschossige Holzhäuser mit Satteldach und Kniestock. Die Grundstücksgröße ist auf 200 Quadratmeter begrenzt. Derzeit sind sieben Häuser größtenteils fertig gebaut und bei fünf weiteren Einheiten die Bodenplatte bereits betoniert. Bernhard Neumann, der zugleich Geschäftsführer der Campingplatz Trausnitz GmbH ist, vermittelt auch entsprechende Firmen, die sich auf den Bau solcher Ferienhäuser spezialisiert haben.

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Ärger über Gemeinderat

Einen Haken hat die Sache allerdings . Bernhard Neumann vermisst die kooperative Zusammenarbeit mit der Gemeinde. Vielmehr werden ihm immer wieder Steine in den Weg gelegt, welche die Umsetzung der Bebauung unnötig verzögern und oft auch verteuern. Viele der Entscheidungen des Gemeinderates sind für ihn nicht nachvollziehbar. Nichts desto trotz ist Bernhard Neumann zuversichtlich, dass sich die Unstimmigkeiten aus dem Weg schaffen lassen und sich das „Fischerdorf“ zu einem Vorzeigeobjekt für die Gemeinde entwickeln wird.

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