15.09.2020 - 14:27 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Neue Friedhofsatzung verabschiedet

Die geplante Neugestaltung des Friedhofes in Trausnitz machte eine Anpassung der Bestattungsrichtlinien notwendig. Künftig sind auch Urnenerdgräber möglich.

Zwei Gestaltungsbeispiele für Urnenerdgräber können im Trausnitzer Friedhof besichtigt werden.
von Richard BraunProfil

Zum wiederholten Male beschäftigte sich der Gemeinderat mit der Satzung über die gemeindlichen Bestattungseinrichtungen. Die Änderungen und Ergänzungen betreffen in erster Linie die Vorgehensweise bei Urnenerdgräber, welche als zusätzliche Bestattungsart künftig in Trausnitz möglich sein sollen.

Die Ausmaße dieser Urnengräber wurde auf eine Breite von 50 Zentimeter und eine Länge von 75 Zentimeter festgelegt. Die Bestattungstiefe bei Urnen beträgt wenigstens 80 Zentimeter. Urnen für Erdbestattungen müssen aus leicht verrottbarem Material bestehen. Es sind nur biologisch abbaubare Urnen mit einer Verrottungszeit von fünf Jahren zulässig.

Neugestaltung des Friedhofes Thema im Gemeidnerat

Trausnitz

In einer Grabstätte dürfen die Aschereste mehrerer Verstorbener einer Familie beigesetzt werden. Für alle Gräber gilt künftig eine Ruhefrist bis zur Wiederbelegung von 15 Jahren. Nach dieser Zeit kann die Grabbelegung um weitere fünf beziehungsweise zehn Jahre verlängert werden. Entsprechend der Neuregelungen wurde auch die Friedhofsgebührensatzung angepasst. Für ein Urnenerdgrab beträgt die Belegungsgebühr 432 Euro für 15 Jahre. Bei einer Urnenkammer liegt die Gebühr bei 1050 Euro. Der Satzung stimmte der Gemeinderat einstimmig zu.

Beitritt zum Tierschutzverein

Um eine völlig andere Thematik ging es beim nächsten Punkt der Tagesordnung. Bisher hat die Gemeinde eine Mitgliedschaft im Tierschutzverein Schwandorf aus Kostengründen verweigert. Mittlerweile ist sie die einzige Gemeinde im Landkreis Schwandorf, die dem Tierschutzverein nicht beigetreten ist.

Wiederholt kritisierte Gemeinderat Hans Mörtl diese Vorgehensweise und bezeichnete diesen Zustand „als nicht zeitgemäß“. Diese Auffassung fand auch die Zustimmung der teils neuen Gemeinderäte. Nach einer kurzen Debatte konnten sich dann alle Gemeinderäte auf eine Mitgliedschaft im Tierschutzverein verständigen. Der Jahresbeitrag beträgt ein Euro je Gemeindebürger.

In seinen Informationen unterrichtete Bürgermeister Martin Schwandner den Gemeinderat über die laufenden Baumaßnahmen im Gemeindegebiet. Die Brandschutzertüchtigung des Feldschlössels ist größtenteils abgeschlossen. Der Bürgermeister hob dabei die sehr gute Abstimmung mit der Jugendherberge hervor.

Stillstand bei der Dorferneuerung

Seit mehreren Tagen wird in den Ortsteilen Trausnitz und Atzenhof eine Kanalbefahrung und Säuberung der Leitungen durchgeführt. Nach der Auswertung der gewonnen Daten wird die Gemeinde über das Ergebnis unterrichtet. Im Dorferneuerungsverfahren Köttlitz herrscht momentan Stillstand. Die beauftragten Firmen können die festgelegten Termine nicht einhalten. Das Ziel, die Dorferneuerung noch in diesem Jahr abzuschließen, rückt damit in weite Ferne. Eine Unterbrechung gab es auch bei der Pflasterung des Vorplatzes am OWV-Stodl. Es fehlt immer noch ein Teil der Pflastersteine.

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