19.07.2020 - 16:54 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Künftig mehr Platz für Urnen

Der Gemeinderat Trausnitz plant, den unteren Teil des Friedhofes neu zu gestalten. Künftig sollen auch verschiedene Bestattungsformen möglich sein. Eine Fachfrau berät bei den Details.

Der untere Teil des Friedhofes soll neu gestaltet werden. Bestattungsmeisterin Christine Schmidt stand dem Gemeinderat beratend zur Seite.
von Richard BraunProfil

Es gibt immer mehr Urnenbeisetzungen. Diesem Trend will sich auch der Gemeinderat Trausnitz nicht verschließen. Da besonders im unteren Teil des Friedhofes immer mehr Leerstellen entstanden sind, und durch die bevorstehende Renovierung des Sachsen-Turms eine Baustelle eingerichtet wird, bietet sich eine Umgestaltung geradezu an.

Zur Hälfte belegt

Welche Möglichkeiten es gibt, zeigte Bestattungsmeisterin Christine Schmidt dem Gemeinderat bei einem Ortstermin auf. Bereits jetzt gilt als gesichert, dass die Treppe am Sachsen-Turm rückgebaut wird und künftig nur noch die Treppe an der Friedhofsmauer als Aufgang zur Verfügung steht. Neben der Treppe befindet sich eine Urnenwand mit 24 Kammern, die zur Hälfte belegt ist. Zusätzlich besteht bisher die Möglichkeit, eine Urne in Einzel- oder Doppelgräbern zu bestatten.

Künftig soll dieses Angebot um Urnen-Erdgräber erweitert werden. Dazu ist das Anlegen eines Urnenkreisels vor der bestehenden Urnenwand vorgesehen oder das Anlegen eines Urnengrabes an der Friedhofsmauer. Das Bestattungsunternehmen wird in nächster Zeit dazu zwei Mustergräber anlegen. Diese Vorschläge fanden die Zustimmung des Gemeinderates. Damit alles in geregelten Bahnen verläuft und die Grabgestaltung nicht in Wildwuchs ausartet, werden die Grundzüge der Gestaltung in einer Satzung für die Bestattungseinrichtung niedergeschrieben. Dabei soll dem Einzelnem bei der individuellen Gestaltung der Grabstelle ein großer Spielraum eingeräumt werden.

Bei der Juni-Sitzung stand der Ortsteil Köttlitz im Fokus:

Trausnitz

Starkregen in Köttlitz

Nach dem Ortstermin wurde die Sitzung im Gemeindehaus fortgesetzt. Dabei brachte Bürgermeister Martin Schwandner die Schäden durch den Starkregen vor zwei Wochen zur Sprache. Davon waren besonders die Ortschaften Köttlitz und Bierlhof betroffen. Innerhalb kurzer Zeit prasselten nahezu 60 Liter pro Quadratmeter nieder. Mächtige Schlammlawinen wälzten sich durch beide Orte und richteten dabei nicht unerhebliche Schäden an. Aufgangspunkte waren in beiden Fällen angrenzende Maisfelder, die regelrecht ausgespült worden sind. Die vorhandene Straßenentwässerung war den Schlammmassen nicht gewachsen und alle Schächte waren in kürzester Zeit verstopft.

"Die Entwässerungseinrichtungen dienen auch nur der Straßenentwässerung und sind für solche Ereignisse nicht ausgelegt", machte der Bürgermeister unmissverständlich klar. "Es kann nicht Aufgabe der Gemeinde sein, alle Schäden zu beseitigen. Hier sind auch die betroffenen Landwirte gefordert", so der Bürgermeister. "Um solche Ereignisse künftig zu vermeiden, muss über entsprechende Rückhaltemöglichkeiten nachgedacht werden", lautete seine Forderung. Die Schäden beschränken sich nicht nur auf verschmutzte Straßen, auch die gesamte Kanalleitung bis zur Kläranlage ist mit Sand und Schmutz verlegt und muss umgehend gesäubert werden. Die dadurch anfallenden Kosten sind nicht unerheblich. Ein weiterer Punkt der Tagesordnung war der Gebührenerlass für die gaststättenrechtliche Erlaubnis bei Vereinsfesten. Bisher wurden dafür 25 Euro vom Veranstalter erhoben. Künftig sind im gesamten VG-Gebiet die Vereine befreit.

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