Wenn schon am frühen Morgen Böllerschüsse durchs Pfreimdtal hallen und Blasmusik zu hören ist, dann weiß jeder in Trausnitz: Heute ist Skapulierfest. Viele Verehrer der Gottesmutter legen an diesen beiden Tagen ein beeindruckendes Zeugnis aufrichtiger Marienverehrung ab. Im vergangenen Jahr musste zum ersten Mal der traditionelle Ablauf auf ein Minimum beschränkt werden. Nur wenige erlaubte Plätze im Gotteshaus und ohne Prozessionen fehlten alle Merkmale, die das Hauptfest der Marianischen Männerkongregation ausmachen. Denn diese Äußerlichkeiten spiegeln in beeindruckender Weise die Verehrung der Gottesmutter durch die Mitglieder der Bruderschaft "Unserer Lieben Frau vom Berge Carmel" wider.
Gefüllte Plätze
Umso schöner waren die Feierlichkeiten in diesem Jahr, als wieder alles wie gewohnt stattfinden konnte. Die trockene Witterung ermöglichte zudem Gottesdienste im Freien, so konnten alle Auflagen problemlos eingehalten werden. Diese günstigen Umstände nutzten dann auch viele Gläubige aus Nah und Fern, um in der Gemeinschaft zu beten und zu singen. In der Marienfeier am Samstagabend ging Pfarrer Hans Spitzhirn auf die Ursprünge der Bruderschaft ein, die mit dem Orden der Karmeliten eng verbunden ist. Er besitzt keine historische Gründergestalt , sondern geht zurück auf eine Eremitengemeinde auf dem Berge Karmel im Heiligen Land.
"Wie alle Ordensgemeinschaften, so gehören auch die Karmeliten zu den tragenden Säulen der Kirche", unterstrich Pfarrer Spitzhirn die Bedeutung des Ordens. An die Marienandacht schloss sich eine Lichterprozession durch den festlich geschmückten Ort an, die einen Glanzpunkt in der Liturgie setzte. Den Höhepunkt des Skapulierfestes bildete der Festgottesdienst am Sonntagmorgen.
Mit Musik durchs Dorf
Die aufgestellten Bänke und der gesamte Umgriff um den Kirchenvorplatz waren mit Gläubigen gefüllt. In seiner Predigt ging Pfarrer Hans Spitzhirn auf die Schlüsselrolle Mariens auf dem Weg zu Gott ein. "Damit sich Gott offenbart sind nicht die Augen und Ohren wichtig, sondern der Glaube, der aus dem Herzen kommt", ermahnte Pfarrer Spitzhirn zur gebotenen Demut. "Maria ist hier Leitbild und Vorbild auf dem Weg zu Gott", so der Prediger. Die anschließende eucharistische Prozession war Ausdruck einer tiefen Religiosität. Alle Vereine der Gemeinde, angeführt von der Blaskapelle "Bayrisch Blech", begleiteten das Allerheiligste auf seinen Weg durch den Ort. Mit der Marienandacht am Nachmittag fanden die Feierlichkeiten ihren Abschluss. Pfarrer Hans Spitzhirn dankte allen, die mitgeholfen hatten, das Skapulierfest in diesem würdigen Rahmen zu feiern.





















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