22.09.2019 - 12:07 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Verkehrssicherheit hat Vorrang

Die Gemeinde Trausnitz will ihrem Anspruch als familien- und kinderfreundliche Gemeinde ein weiteres Mal Rechnung tragen. Durch gezielte Maßnahmen soll die Verkehrssicherheit für die Kinder verbessert werden.

Die engen Straßen bergen ein großes Gefahrenpotential für Kleinkinder. Hier hilft nur langsam fahren.
von Richard BraunProfil

Die gestiegenen Geburtenraten der vergangenen Jahre erfordern von der Gemeinde ein hohes Maß an Fürsorge. Dazu zählen auch Maßnahmen, die den Schutz der Kinder im Straßenverkehr weiter verbessern. Der Gemeinderat hat dafür erste Schritte eingeleitet. Ein neuralgischer Punkt ist die Abzweigung an der Kreisstraße SAD 30 zur Grundschule und zum Landkindergarten. Bei Unterrichtsbeginn oder -ende stauen sich hier die Autos und aus Richtung Köttlitz wird oft zu schnell in den Ort eingefahren. Ein Geschwindigkeitsmessgerät soll jetzt dem Autofahrer seine gefahrene Geschwindigkeit anzeigen und ihm zu einer angepassten Fahrweise anhalten. Die Gemeinde will damit an die Vernunft der Kraftfahrer appellieren, der Sicherheit der Kinder oberste Priorität einzuräumen.

Diesen Anspruch machte Gemeinderat Albert Schober auch für die Ortschaft Atzenhof gelten. Auch hier wird im Ortsbereich oft viel zu schnell gefahren. In den engen Gassen fehlen Pufferzonen, die es Kindern ermöglicht, einem Auto auszuweichen. Beim Verlassen eines Grundstückes stehen die Kinder sofort in der Fahrbahn. Auch hier kann nur an die Vernunft appelliert werden, langsam zu fahren und ständig die Kinder im Blick zu behalten. Albert Schober regte zudem das Anbringen von Hinweisschildern an, die gezielt auf die Gefahren hinweisen.

Ein weiterer Vorschlag kam vom Gemeinderat Hans Mörtl, der einen Spielplatz in Atzenhof ins Gespräch brachte, damit die Kinder nicht die Straße als Spielplatz benützen. Dafür soll jetzt ein geeigneter Platz gesucht werden. Den Jugendlichen der Gemeinde wurde ein lange gehegter Wunsch erfüllt. Am Badeplatz am Stausee legte der Bauhof ein Beachvolleyballfeld an, das sofort guten Anklang fand. Die Attraktivität des Badeplatzes konnte so deutlich gesteigert werden.

Zum geplanten Fischerdorf am Stausee hat der Gemeinderat nach wie vor ein gespaltenes Verhältnis. Die gesamte Anlage entspricht noch nicht den Vorstellungen der Räte, die sich mehr verbindliche Vorgaben wünschen. Trotz vorhandener Bauvorschriften werden ständig Abweichungen beantragt, zu denen der Gemeinderat das Einvernehmen herstellen soll. Da wird ein einfacher Geräteschuppen schnell zum Politikum. "Wenn es dem einen Antragsteller genehmigt wird, kann es dem nächsten nicht verweigert werden", ist die Befürchtung der Räte. Am Ende entsteht ein Durcheinander, das es zu vermeiden gilt. Gemeinderat Reinhardt Schwarz regte einen Ortstermin an, damit Unklarheiten vor Ort besprochen werden können.

Das neue Beachvolleyballfeld stand auf der Wunschliste der jungen Leute ganz oben. Jetzt hat es die Gemeinde verwirklicht.
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