„Trausnitz ist ein historischer Ort mit national bedeutsamen Denkmälern, Türmen und Kapellen in herrlicher Landschaft“, begann der Eintrag der Ministerin in das Ehrenbuch der Gemeinde. Genau diese Denkmäler waren es, welche die Ministerin zu diesem Besuch veranlassten.
Entscheidende Rolle
Speziell der Sachsenturm und die Versöhnungskapelle spielten im 14. Jahrhundert eine entscheidende Rolle in der europäischen Geschichte. Diese Baugruppe gehört zum kulturellen Erbe der Bundesrepublik Deutschland. Vor mehr als einem Jahr hatten die kirchlichen Gremien um Pfarrer Hans Spitzhirn die Initiative zur dringend notwendigen Sanierung gestartet.
Die geschätzten Kosten dafür belaufen sich auf rund zwei Millionen Euro. Eine Summe, die sich die Kirchengemeinde, in deren Besitz sich die Gebäude befinden, nie und nimmer leisten könnte. In einer solchen Situation wird Hilfe von jeder Seite gerne angenommen. Auf Initiative des CSU-Ortsverbandes ließ sich der Bundestagsabgeordnete Karl Holmeier vor den Karren spannen und klopfte auf der Suche nach Fördermitteln an viele Türen in Berlin. Im Bundesministerium für Kultur und Medien, dem die Ministerin Monika Grütters vorsteht, wurde er schließlich fündig.
Das Ministerium verfügt über ein Denkmalschutz-Sonderprogramm, das Maßnahmen von nationaler Bedeutung fördert. Über einen langen Zeitraum hat Monika Grütters das Förderanliegen wohlwollend begleitet und stand bereits im November vergangenen Jahres zu einem Gespräch mit den Verantwortlichen aus Trausnitz in Berlin zur Verfügung.
Kürzlich hat der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages entscheiden, das Projekt in Trausnitz mit 670 000 Euro zu fördern. Daraufhin hat MdB Karl Holmeier die Staatsminsterin zu einem Besuch nach Trausnitz eingeladen, damit sie sich vor Ort selbst ein Bild von den Gegebenheiten machen kann. Auf der Anfahrt zu ihrem Urlaubsort in den bayerischen Alpen hat die Ministerin jetzt die Gelegenheit wahrgenommen und in Trausnitz einen Zwischenhalt eingelegt.
Dank für Unterstützung
Vor dem Pfarrheim wurde sie von einer Delegation in Empfang genommen. MdB Karl Holmeier, die stellvertretende Landrätin Birgit Höcherl, Bürgermeister Martin Schwandner und Pfarrer Hans Spitzhirn entboten ihr Willkommensgrüße und dankten der Ministerin, dass sie das Förderanliegen so tatkräftig unterstützt hat. Das Pfreimdtal und die exponierte Lage von Trausnitz in herrlicher Natur hatten es der Ministerin sichtlich angetan. Bei der Beschreibung der ersten Eindrücke kam sie regelrecht ins Schwärmen.
Als versierter Kenner der Trausnitzer Geschichte machte Kirchenpfleger Ernst Zimmerer eine Reise in die Vergangenheit. An den geschichtsträchtigen Orten wirkte alles natürlich noch eindrucksvoller. Die Versöhnungskapelle birgt viele Zeugnisse der Vergangenheit und die Gemälde machen die Ereignisse auch bildlich sichtbar. Selbst den beschwerlichen Aufstieg auf den Sachsenturm nahm die Ministerin auf sich und genoss den Blick über den Ort und ins Pfreimdtal.
Etat begrenzt
Nach dem Rundgang machte Monika Rüttgers deutlich, wie schwierig es war, eine Förderung in dieser Höhe zu ermöglichen. Dem Ministerium liegen hunderte von Anträgen aus allen Bundesländern vor, die es zu bearbeiten gilt. Der Etat ist aber auf 20 Millionen Euro begrenzt. Da sind die 670 000 Euro Förderung schon die Ausnahme. Sie zeigte sich aber überzeugt, dass die Gelder in Trausnitz am richtigen Ort eingesetzt werden. Mit regionalen Besonderheiten dankten MdB Karl Holmeier und Bürgermeister Martin Schwandner für den Besuch in Trausnitz.
















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