04.07.2018 - 16:36 Uhr
TrausnitzOberpfalz

Zwei Projekte und einige Haken

Die Gemeinde hat derzeit ein großes Programm. Es laufen einige Projekte gleichzeitig. Zwei stehen kurz vor dem Abschluss - auch wenn manche Räte noch nicht zufrieden sind.

Die umstrittene Einfahrt zum neuen Recyclinghof. Sie ist nach Meinung einiger Gemeinderäte viel zu steil.
von ​Tina Sandmann Kontakt Profil

(tsa) Der neue Recyclinghof ist bereit für den Umzug der Container. Die Fläche ist gepflastert, eine Grube für den Grüngutcontainer, der künftig seinen Standort nicht mehr an der Gemeindehalle haben wird, ist ebenfalls vorbereitet. In den nächsten Tagen kommen der Zaun und die Tore sowie die Container. Der Glascontainer wird außerhalb des Areals aufgestellt. Das Personal bekommt einen Bürocontainer.

Die Öffnungszeiten (Recyclinghof: samstags, 10 bis 12 Uhr; Grüngut: samstags, 15 bis 16 Uhr) sollen sich nicht ändern - vorerst. Das Problem, das die Räte befürchten: Was passiert, wenn Bürger bereits zu den Öffnungszeiten des Recyclinghofs Grüngut mitbringen? "Sollen wir die dann wegschicken?", lautete der einhellige Tenor bei der Besichtigung. "Wir müssen erst Mal schauen, wie sich das entwickelt", sagte Bürgermeister Martin Schwandner. Doch das ist nicht die einzige Schwierigkeit, die einige Räte sehen. Auch mit der Zufahrt in den Hof sind sie nicht zufrieden: Diese sei viel zu steil. Dabei solle die Trennung von Ein- und Ausfahrt dafür sorgen, dass kein Chaos auf dem Hof entsteht. Schwandner appellierte an die Bürger, beim neuen Recyclinghof besser auf die Mülltrennung zu achten. "Es können keine undurchsichtigen Säcke mehr eingeworfen werden. Wir brauchen mehr Disziplin in Sachen Trennung."

Das neue Areal soll am 8. August offiziell eingeweiht werden. Dann ist auch die Freigabe der Staatsstraße 2157 geplant, die bereits asphaltiert wurde. Die neue Straße ist teilweise fast einen Meter tiefer als die alte. Das hat zur Folge, dass die Zufahrten steiler sind. Die werden jedoch zum Teil asphaltiert und sind breiter als vorher. Zwei Schwierigkeiten tun sich für die Gemeinderäte an der neuen Straße auf: Die Bäume sind durch die Abgrabungen instabil und werden bei Sturm oder Unwettern schnell fallen, befürchtete Josef Prechtl (FW). Die Straße selbst stellt für Johann Mörtl (CSU) aufgrund ihrer Breite und ihres geraden Verlaufs eine "Rennstrecke" dar. Auch Johann Müller (CSU) regte in der Sitzung an, ein Geschwindigkeitsmessgerät für die Staatsstraße aufzustellen. Der Gemeindechef will dazu Angebote einholen und verwies auf die nächste Sitzung.

Der Rat bewilligte einen Antrag der Burgschützen, den Schützenmeister Martin Wolf vorbrachte. Der Verein darf laut Rat auf dem Areal beim Schützenhaus den Parkplatz befestigen und Recyclingmaterial der Firma Hartinger dazu verwenden. Die Gemeinderäte bevollmächtigten Schwandner, den Auftrag für den Kinderspielplatz in der Lohe der Firma Krambamboul zu erteilen, obwohl es für den Spielplatz keine Förderung gibt und in diesem Jahr im Haushalt keine Mittel zur Verfügung stehen. Der Bau kostet der Gemeinde ungefähr 42 000 Euro. Die Gemeinde will viele Arbeiten in Eigenregie übernehmen und so unnötige Kosten sparen.


In dieses Loch kommt der Grüngutcontainer. Die Räte befürchten, dass es mit der Grube noch Probleme geben wird - sie ist bereits jetzt voller Dreck, der vom Regen hineingeschwemmt wird.
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