Tremmersdorf bei Speinshart
13.10.2019 - 13:03 Uhr

Tremmersdorf verändert sich

Die Verbesserung der Verkehrssicherheit macht sich der Gemeinderat Speinshart zur Vorrangaufgabe. Dazu dient auch ein neuer Fahrbahnteiler in der Ortsdurchfahrt von Tremmersdorf.

Ein Fahrbahnteiler in der Ortsdurchfahrt der Staatsstraße in Tremmersdorf in Höhe des FC-Sportheimes soll die Temposünder bremsen und für mehr Verkehrssicherheit sorgen. Bild: do
Ein Fahrbahnteiler in der Ortsdurchfahrt der Staatsstraße in Tremmersdorf in Höhe des FC-Sportheimes soll die Temposünder bremsen und für mehr Verkehrssicherheit sorgen.
Viel Geld investiert die Gemeinde für den Ausbau der Anliegerstraßen "An der Creußen" (unser Bild) und der "Milchgasse" in Tremmersdorf. Bild: do
Viel Geld investiert die Gemeinde für den Ausbau der Anliegerstraßen "An der Creußen" (unser Bild) und der "Milchgasse" in Tremmersdorf.

Die Verkehrsinsel in der Kirchenthumbacher Straße in Tremmersdorf auf Höhe des Autohauses Diepold diente für die Kommunalpolitiker als Vorbild. Ein Fahrbahnteiler in der Staatsstraße hat wegen des hohen Verkehrsaufkommens nun sogar noch mehr Berechtigung, sagte sich das Gremium und beantragte beim Staatlichen Bauamt Amberg-Sulzbach in Höhe des Kreuzungspunktes FC-Sportheim und Herrnmühlstraße eine weitere Verkehrsinsel. Dabei stießen die Speinsharter bei den staatlichen Straßenplanern auf offene Ohren. Mit einem hohen Förderanteil des Freistaates ausgestattet, realisiert die Gemeinde derzeit das Tiefbauprojekt.

Die Baumaßnahme steht im zeitlichen Zusammenhang mit der Erschließung des Baugebietes Maifurt. Nach Abschluss der Erschließung wandte sich das Eschenbacher Bauunternehmen Prösl dem Einbau des Fahrbahnteilers zu. Bürgermeister Albert Nickl rechnet mit einem Abschluss der Bauarbeiten bis Ende Oktober. Der Auftrag beinhaltet auch neue Asphaltdeckschichten für die Zufahrten zum FC-Sportheim und für die Herrnmühlstraße, teilte der Bürgermeister in der Gemeinderatssitzung mit.

Die Sitzung nahm der Gemeindechef zum Anlass, auch über weitere Tiefbaumaßnahmen zu berichten. So verkündete der Sitzungsleiter den Abschluss der Erschließungsarbeiten für das neue Baugebiet Maifurt in Tremmersdorf. Auch die Vermessung sei beendet. Mit den genauen Zahlen der Grundstücksvermessung rechnet Nickl in den nächsten Tagen. Dann könne die endgültige Beurkundung von Grundstücksverkäufen beim Notariat beginnen. 9 der 18 Bauplätze seien schon verkauft, gab der Bürgermeister bekannt. Der Firma Prösl bescheinigte er unter Einhaltung des Bauzeitenplanes eine gute Bauausführung.

Gute Nachrichten verkündete Nickl auch für den Ausbau der Anliegerstraßen „An der Creußen“ und der „Milchgasse“. Während „an der Creußen“ bereits der Ausbau von Bodenschichten begonnen habe, sei in der Milchgasse in Tremmersdorf Ende Oktober mit dem Baubeginn zu rechnen. Albert Nickl bat die Anlieger wegen der Behinderungen um Verständnis. Als Entschädigung seien gut ausgebaute Straßen zum Nulltarif ein erfreuliches Ergebnis. Für beide Straßenstücke rechnet der Bürgermeister mit einem Kostenvolumen von circa 420.000 Euro. Erst die mit 74 Prozent Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung ermögliche den Ausbau.

Der Bürgermeister berichtete zudem vom Beginn der Baumaßnahmen zur Sanierung der historischen Scheunen zwischen dem Haus der Dorfkultur und dem Friedhof. Lob ernteten Mitglieder des Gemeinderates und Norbert Schnödt für die freiwilligen Arbeitsstunden zum Abdecken der Dächer. Der Bürgermeister rechnet nach Fertigstellung der Detailpläne durch das Büro Landgraf mit einem baldigen Beginn der Zimmererarbeiten.

Zufrieden zeigte sich der Bürgermeister auch mit der schnellen Internet-Versorgung. Die dritte Baumaßnahme sei beendet, verkündete Albert Nickl und verwies auf eine Mindestleistung von 30 Mbit durch Glasfaseranschlüsse. „Nun heißt es für die Hausbesitzer, die verbesserten Übertragungsraten auch zu buchen“, betonte der Sitzungsleiter.

Als Förderung des Brauchtums verstehen Bürgermeister und Gemeinderat den Ankauf neuer Maibaumständer vor der Gemeinschaftshalle in Tremmersdorf und auf der Festwiese vor der Wieskapelle in Speinshart. Sicherheit zuerst, hieß es bei der Beschlussfassung, auch wenn ein gewisses Risiko für die zupackenden Mai- und Kirwabaum-Aufsteller nicht auszuschließen sei. Als Kümmerer des Projekts "outete sich" zweiter Bürgermeister Roland Hörl, der auch die Feuerwehren Tremmersdorf und Speinshart an der Entscheidungsfindung beteiligte.

Für Hörl und die Brandschützer waren die Anforderungen an Statik und Standsicherheit der bis zu 30 Meter langen Baumriesen besonders wichtig. „Wir brauchen für Qualitäts-Vorrichtungen das Siegel „Geprüfte Sicherheit“, erläuterte Hörl. Die Kostenfrage sei geklärt. Mittel aus der Dorferneuerung ermutigten die Verantwortlichen zur Neuanschaffung. An den Gesamtkosten in Höhe von circa 13.800 Euro beteiligt sich das Amt für Ländliche Entwicklung mit 74 Prozent. Der Gemeinde verbleibt ein Eigenanteil von 3.600 Euro.

 
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