01.04.2019 - 17:22 Uhr
Trisching bei SchmidgadenOberpfalz

Ein Konto für den Wegebau

Jagdvorsteher Edwin Deichl bekommt einen neuen Stellvertreter. Die Trischinger Jagdgenossen beschlossen außerdem für den Wegebau ein Konto einzurichten.

Sie stehen an der Spitze der Jagdgenossenschaft: (von links) Hans-Jürgen Schanderl (Beisitzer), Jagdpächter, Maximilian Päffgen, Berthold Ries (Kassier), Edwin Deichl (erster Jagdvorsteher), Alfons Kurz (Schriftführer), Manuel Pröls (zweiter Jagdvorsteher) und Andreas Mulzer (Beisitzer). Rechts im Bild Dritter Bürgermeister Eduard Delling.
von Richard AltmannProfil
Andreas Pröls (Zweiter von links) und Berthold Ries (Dritter von links) wurden von Jagdpächter Maximilian Päffgen (links), Jagdvorsteher Edwin Deichl (Zweiter von links) und Drittem Bürgermeister Eduard Delling (rechts) ausgezeichnet.

Neuwahlen standen bei der Versammlung der Jagdgenossenschaft Trisching im Gasthaus Pröls an. Zuvor würdigte Jagdvorsteher Edwin Deichl das intakte Verhältnis zwischen Pächtern und Jagdgenossen. Die Genossenschaft verfüge über einen guten Maschinenpark, der nun seit einigen Jahren einen festen Standort habe. Andreas Pröls kümmere sich hervorragend um die Geräte und koordiniere das Ausleihen. Bei dieser Arbeit wird er von seinem Sohn Manuel unterstützt. Deichl ließ über die Verwendung des Jagdpachtschillings abstimmen. Die Vorstandschaft schlug die Auszahlung vor. Zugleich hat die Genossenschaft ein Wegebaukonto eingerichtet. Auf einem Antrag kann der Jagdgenosse ankreuzen, ob er die Ausbezahlung wünscht, oder das Geld in das Wegebaukonto einfließen lässt. Die Gemeinde Schmidgaden wird dann mit dem gleichen Betrag, der gesammelt wurde, den Wegebau unterstützen. Dritter Bürgermeister Eduard Delling begrüßte diese Entscheidung.

Jagdpächter Maximilian Päffgen berichtete, auch stellvertretend für seinen Vater, über die jagdliche Situation im Revier. Päffgen bedankte sich für das gute Verhältnis zu den hiesigen Bauern und den Jagdgenossen. Im letzten Jahr wurden 28 Rehe erlegt, davon sind elf dem Straßenverkehr zum Opfer gefallen. Ein Frischling wurde erlegt. Die Hasen wurden nicht bejagt. Es wurden aber mehrere tote Hasen gefunden, die an der Nagerpest (Tularämie) litten. Erlegt wurden 36 Enten, 34 Füchse, 45 Krähen, 28 Fischreiher und 34 Kormorane mit tatkräftiger Mithilfe von Johann Pröls und Klaus Hierl.

Die Familie Päffgen hat das Trischinger Revier nun drei Jahrzehnte gepachtet, ohne dass es je Unstimmigkeiten zwischen Jagdgenossen und Jägern gegeben hätte. Dies sei aufgrund der zunehmenden Wildschäden und Veränderungen in der Landwirtschaft sicher nicht selbstverständlich.

Die Neuwahl brachte folgendes Ergebnis. Erster Jagdvorsteher Edwin Deichl, Zweiter Jagdvorsteher Manuel Pröls (neu), Beisitzer Hans-Jürgen Schanderl (neu) und Andreas Mulzer (neu), Kassier Berthold Ries, Schriftführer Alfons Kurz, Kassenprüfer Richard Altmann, Michael Altmann. Anschließend gab es noch eine kleine Ehrung, Berthold Ries wurde für 25 Jahre als Kassier geehrt und der ausgeschiedene bisherige zweite Jagdvorsteher Andreas Pröls ebenfalls für 25-jährige Tätigkeit in der Vorstandschaft. Pröls hatte nicht mehr kandidiert.

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