Die Mitglieder der Kirchenverwaltung Trisching, die Pfarrgemeinderäte aus Trisching sowie die Trischinger Gemeinderäte trafen sich mit dem Ehrenvorsitzenden des Heimat- und Trachtenvereins, Peter Kurzwart, Bürgermeister Josef Deichl und Pfarrer Gerhard Wagner. Mit dabei war auch Erhard Obendorfer, der sich gemeinsam mit seiner Frau um die St. Nikolaus-Kirche kümmert, denn das Gotteshaus wurde vor 20 Jahren unter seiner Planung und Leitung saniert. Kirchenpfleger Wolfgang Süß stellte zunächst die Umbaumaßnahmen vor. Der kirchliche Friedhof wurde seit 1990 schon nicht mehr belegt. Viele Grabeigentümer haben ihre Gräber aufgelöst. Es wurden einige alte Grabsteine, die von den Angehörigen übergeben wurden, auf einem Fundament entlang der nördlichen Friedhofmauer auf einem Fundament aufgereiht. Die restliche Fläche wurde eingeebnet und mit Rasen angesät. Vom Friedhofseingang bis hin zum Kriegerdenkmal wurde eine Pflasterung angelegt. Dies wurde von Mitgliedern der Kirchenverwaltung mit freiwilligen Helfern gemacht.
Die Dorfgemeinschaft trifft sich jeweils in der Neujahrsnacht auf dem Dorfplatz zum Neujahrsanblasen. Dabei sind einige Spenden zusammengekommen. Der Trachtenverein hat mit einem Marienlob und anschließendem Kaffee und Kuchen auch Geld für die Nikolaus-Kirche gesammelt. Dafür wurden Sitzkissen für die Kirche angeschafft. Denn die alte Filialkirche hat keine Heizung und ist im Winter sehr kalt.
Währen der Friedhofssanierungsmaßnahmen wurde der alte Grabstein von Christof Stahl entdeckt. Der heimatkundliche Arbeitskreis in der Gemeinde hat die Grabplatte nur fertigen lassen und diese an der Kirchenmauer angebracht. Christof Stahl lebte von 1824 bis 1916. Er war der erste hauptamtliche Lehrer in Rottendorf. Dort war er nicht nur als Lehrer tätig, sondern als Gemeindeschreiber in den damals selbstständigen Gemeinden Rottendorf und Gösselsdorf. Außerdem wirkte er als Organist in beiden Kirchen. Nach dem seine Frau verstorben war, zog er nach seiner Pensionierung nach Trisching. Dort verbrachte er den Lebensabend bei seiner Tochter Katharina auf dem Hansbauern-Hof. Besonders bemerkenswert ist es, dass er von 1904 bis 1907 eine vollständige Chronik der Ortschaft Trisching verfasst hatte. Bürgermeister Josef Deichl dankte allen, die dazu beigetragen haben, dass der Friedhof nun so saniert wurde. Solche Initiativen würden gerne von der Gemeinde unterstützt. Pfarrer Gerhard Wagner schloss sich den Dankesworten an.














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