18.03.2019 - 13:29 Uhr
Tröbes bei MoosbachOberpfalz

Heimatkundlicher Arbeitskreis Moosbach stellt neue Broschüre vor

Die Spurensuche endet nie: Im siebten Band geht es um Blitze und Brände, Feste und Überfälle.

Der Heimatkundliche Arbeitskreis Moosbach stellt sein neuestes Werk, die „Spurensuche 7/2018“ vor. Helene Rolle überreicht allen Autoren ein Exemplar.
von Peter GarreissProfil

Der Heimatkundliche Arbeitskreis Moosbach (HAK) hat den siebten Spurensuche-Band herausgegeben. Er lädt wieder zu einem Spaziergang durch die Geschichte der Marktgemeinde ein. HAK-Sprecherin Helene Rolle und Vertreter des HAK stellten den neuen 114-seitigen Band im Gasthaus Bodensteiner in Tröbes vor. Das Werk beinhaltet 22 Beiträge. Rolle hat die Geschichte der Posthalterei, des Brotladens in Moosbach, des Marktbachs und der Kapelle in Gröbenstädt erforscht. Außerdem geht sie auf vergessene Mundartausdrücke ein. Zum Thema „Wenn alte Häuser erzählen könnten“ spricht Peter Garreiss den Austausch der Wohnhäuser zweier Familien im Jahre 1844 an. In einem weiteren Bericht stellt der Autor das Straßen- und Wegenetz innerhalb von Moosbach vor 170 Jahren vor. Viele Straßen und Wege wurden seitdem beseitigt. Umfangreich stellt Peter Garreiss auch die Entwicklung des Gruberbachtals von der mittelalterlichen „Hachtenburg“ bis zum heutigen Kurpark vor.

Unter der Rubrik „Wie sie lebten“ zeigt Garreiss außerdem 30 historische Foto-Aufnahmen und bringt dadurch viele bereits verstorbene Moosbacher in Erinnerung. Karl Ochantel weist auf tödliche Gefahren des Feuers und viele Brände vom 15. bis 20. Jahrhundert in Moosbach, Tröbes, Etzgersrieth und Heumaden hin. „Vom Blitz erschlagen“ heißt der zweite Beitrag von Ochantel, in dem es um ungewöhnliche menschliche Schicksale geht. 1931 verbrannte ein Moosbacher in Rochester. Ochantel spricht dessen Schicksal an. Mit seinem Beitrag „Gangvieh und Ferkel“ erinnert Ochantel an Verbrechen in der Region. Er schildert außerdem, wie Moosbach im November 1913 feierte, als Ludwig III. König von Bayern wurde. Peter Franz erinnert an alte Mundartausdrücke und stellt die Gedichte „Am Feldroi drom“ und „Mia vo da Oberpfalz“ vor. Außerdem klärt er auf „Wou kummt der Zoigl her?“ „Amerika das gelobte Land“ ist ein Beitrag von Johann Scheuerer, Rückersrieth. Er geht dabei auf die großen Auswanderungswellen von 1843 bis 1871 ein. Über „Das Prager Jesulein“ in der Wieskirche bei Moosbach schreibt Josef Rauch. In einem zweiten Beitrag schildert Rauch unter der Rubrik „Lebenslinien“ das Flüchtlingsschicksal von Karl Häupl aus Schönwald im Sudetenland.

Die Druckvorbereitung und der Druck lag in den Händen von Josef Forster, Waldthurn. Die Herausgabe der Broschüre wurde von den Vereinigten Sparkassen, der Raiffeisenbank und dem Markt Moosbach finanziell unterstützt. Dadurch kann die Broschüre zu einem moderaten Preis von sechs Euro angeboten werden. Der Band 7/2018 ist ab sofort in der Buchhandlung Rupprecht, Vohenstrauß, der Lottoannahmestelle Moosbach, der Sparkasse Moosbach, der Raiffeisenbank Moosbach, im Tourismusbüro Moosbach und der Bäckerei Held, Burgtreswitz für sechs Euro erhältlich. Dort können auch die bisherigen Bände 1 bis 6 für je sechs Euro erworben werden.

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